Besetztes Haus im Gallus von der Polizei geräumt
Das am vergangenen Freitag besetzte ehemalige Sozialzentrum im Gallus (Kriftelerstr. 84) ist heute ab 18.30 von einem Großaufgebot der Polizei geräumt worden. Augenzeugen zu folge sind zunächst vier bis sechs zivilgekleidete Beamte mit Schlagstöcken gegen vor dem Haus stehende Personen vorgegangen. Vor dem Gebäude befanden sich etwa 25 Personen, darunter auch ein Kleinkind. Unter ihnen, so der Augenzeuge, brach auf der Eingangstreppe des Gebäudes Panik aus, da sie hinter den kräftigen, teils auffällig tätowierten Männern, einen Angriff von Neonazis vermuteten. "Es ist bekannt, dass Rechte gerne linke Aktionen angreifen.", so der Augenzeuge. Dazu soll die Polizei keinerlei Vorwarnung (oder den bei Hausbesetzungen üblichen drei Aufforderungen das Gebäude zu verlassen) verlauten haben. Die Zivilpolizisten sollen rabiat vorgegangen sein und sich erst im Gedränge als Polizeibeamte zu erkennen gegeben haben. Manche Augenzeugen möchten dabei auf der Zivilkleidung Applikationen der rechten Modemarke "Thor Steinar" erkannt haben, was uns von anderen Augenzeugen jedoch nicht bestätigt werden konnte ("Ich habe in der Aufregung nicht darauf geachtet"). Erst nach den Zivilpolizisten sollen vermummte SEK-Beamte (mit Kletterausrüstung an der Uniform) und dann Beamte der BFE-Einheiten nachgekommen sein. Der gesamte Häuserblock war dabei von mehr als 30 Einsatzwagen eingekesselt. Die friedliche Besetzung dieses seit einem Jahr leerstehenden Gebäudes, stieß bei den Anwohnern auf Zustimmung und reges Interesse. Am Späten Abend folgte von den Besetzern eine kurze Spontandemonstration die sich bei der Galluswarte auflöste. Kommentar: Warum die Polizei heute nicht der üblichen Verfahrensweise (der dreimaligen Aufforderung zu gehen und dann erst das Gebäude zu räumen) verfahren ist, ist heute fraglich. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, dass ohne Vorwarnung mit Schlagstöcken gegen friedliche Menschen vorgegangen wurde, sollten wir uns alle die Frage stellen, ob die Frankfurter Polizei nicht langsam verrückt wird. Frankfurt erlebt seit rund anderthalb Jahren eine Welle von Hausbesetzungen, deren Räumungen noch nie so verliefen, wie es heute geschehen sein soll. .....ganz ehrlich liebe Polizei, was soll das? Soll hier bewusst Angst geschürt werden? Augenzeugen sagten uns, dass nach dem Vorgehen der Polizei eine Psychologin zur Behandlung der Geschundenen anwesend war. Vielen Dank liebe Polizei! Gut, dass ihr wenigstens wisst, dass euer Vorgehen Terror war. Weitere Pressestimme: von der FR UPDATE 9.9.13: Laut der FAZ weißt die Polizei die Vorwürfe zurück: "Ein Sprecher sagte, es seien neben uniformierten Beamten auch Zivilkräfte im Einsatz gewesen, das sei aber nicht unüblich. Sie hätten aber keine Aktivisten angegriffen, wie behauptet." Zu gleich veröffentlicht die Website www.linksunten.indymedia.org ein Foto, dass einen Zivilpolizisten zeigt, der bei dem rabiaten Vorgehen dabei gewesen sein soll. Zu sehen ist, dass der Mann einen Schlagstock in der rechten Hand hält und diesen hinter seinem Körper verbergen möchte.













