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Panorama: âMaklergesetz: Lobbyisten scheitern - Gesetz wird strengâ
Endlich. Das Besteller-Prinzip wurde eingefĂŒhrt. Ab sofort bezahlen nicht die Mieter den Makler, sondern die Vermieter. Panorama berichtet:
http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/Maklergesetz-Lobbyisten-scheitern-Gesetz-wird-streng,makler150.html
Der Trailer zur Doku ist jetzt auf dem Kanal von UTV Frankfurt online!
Weitere Infos zum Film auf: www.fraulenke.tumblr.com
Nach der sehr gut besuchten Premiere von unserem Film ging es hoch her. Viele Bewohnerinnen und Bewohner des Westends waren gekommen und erzĂ€hlten nach der FilmvorfĂŒhrung von ihren eigenen, teils sehr schockierenden Erlebnissen mit âInvestorenâ. Eine Frau erzĂ€hlte, dass sie nach dem âTerrorâ...
Es ist sehr lange her, dass wir hier zuletzt etwas gepostet haben. Wir waren jedoch nicht untĂ€tig. Denn ja wir haben endlich einen Film zu Ende gemacht "Frau Lenke wohnt hier nicht mehr" heiĂt er und hat in Frankfurt schon seine Wirkung entfaltet.
In diesem Zuge können wir mitteilen, dass unser Filmprojekt demnĂ€chst umbenannt wird. Den Film, den wir seit gut 3 Jahren drehen, werden wir in den nĂ€chsten Monaten fertig stellen. Das Team hat sich in den letzten Jahren stark gewandelt, die Konstanten waren Martin BrĂŒggemann (Kamera) und Michael Stadnik (Autor). Wir beide haben auch zusammen mit Edith Marcello eben jene Doku ĂŒber Mietervertreibung im Westend gedreht.
Wir blicken voller Tatendrang in die Zukunft und werden unser bestes geben um die Langzeitdoku "Wohnen in Frankfurt" (Arbeitstitel) endlich fertig zu stellen.
Interessante Entwicklung um das Philosophicum, auf dem Campus Bockenheim, es soll nun doch von der stĂ€dtischen ABG an die Genossenschaft verkauft werden, die seit Jahren um den Kauf kĂ€mpft. Noch vor wenigen Wochen plante die ABG an zwei Investoren zu verkaufen, die sieben Millionen Euro fĂŒr das GebĂ€ude boten und damit mit zwei Millionen das Angebot der Genossenschaft ĂŒberboten.
Gemeinsam mit UTV Frankfurt, dem Studi-Fernsehen, prÀsentieren wir dieses Video. utv-frankfurt:
Am 15.03.2014 wurde eine der ehemaligen Professorenvillen am Campus Bockenheim besetzt. Die Besetzerinnen und Besetzer, kritisierten unter anderem die Verwertungspolitik der stĂ€dtischen ABG-Holding. Die ABG plant in den ehemaligen Professorenvillen hochpreisiges Wohnen. Ihr gehört auch der gesamte Campus Bockenheim, auf ihm soll der sogenannte âKultur-Campusâ entstehen. Die PlĂ€ne sind in der Vergangenheit schon in die Kritik geraten. Da die ABG trotz des groĂen BĂŒroleerstandes in Frankfurt auf vielen Teilen des 17 Hektar groĂen GelĂ€ndes keine dringend benötigten Wohnungen baut, sondern GrundstĂŒcke an Investoren verĂ€uĂert, die BĂŒrogebĂ€ude bauen wollen. Nach wenigen Stunden wurde das GebĂ€ude durch die Polizei gerĂ€umt.
/ms
Professorenvilla besetzt
Heute wurde eine ehemalige Professorenvilla von linken Aktivisten besetzt. Die besetzung erhielt auch gleich den Namen "L_rst*ll*", was "Leerstelle aussagen soll.
Das GebÀude in der Georg-Voigt-Str.10 gehörte ehemals der Goethe-UniversitÀt. Bis vor dem Umzug vieler Fachbereiche auf den neuen Campus waren darin noch die Musikwissenschaften untergebracht. Kritik an ABG
Die GebÀude gehören der stÀdtischen ABG-Holding und stehen auf dem "Kulturcampus" Areal. Die Besetzer kritisierten die Verwertung der GebÀude. Die ABG möchte in den Villen hochpreisiges Wohnen realisieren (FR).
Joachim Brenner, Vertreter des Fördervereins Roma, wĂŒrde in den GebĂ€uden lieber selbstbestimmte Wohnprojekte fĂŒr Wohnungslose Roma realisieren. Dabei sollen die kĂŒnftigen Bewohner begleitend auch berufsbildende Projekte durchfĂŒhren.
Die Besetzer lassen in ihrer Pressemitteilung verlauten, dass sie gerne eine DoppelhaushĂ€lfte fĂŒr sich beansprucht hĂ€tten um eine Institution Ă€hnlich dem gerĂ€umten IVI wieder aufzubauen. (Die vollstĂ€ndige Pressemitteilung wurde hier veröffentlicht.)
 Was bleibt eigentlich von so einer Aktion ĂŒbrig? Was bleibt im öffentlichen Bewusstsein? Ein Videodokumentation zu den Ereignissen folgt am Sonntag.
Das Studentenleben, wo ist es hin? In reichen StÀdten wie Frankfurt muss man es lang suchen. Wer wenig Geld hat, geht in den Osten. Doch...
Die Wohnung einer Rentnerin im Westend wird gerĂ€umt ù erst im Januar hat sie eine neue Bleibe. Sie steht wie ein weiteres Paar auf der StraĂÂe. Der EigentĂÂŒmer will dort Luxuswohnungen bauen. Allerdings hat er keine Abrissgenehmigung.
Eine interessante Doku auf Arte zur Entwicklung von Stadtmodellen.
Die Stadt kann eine Firma, ein Ort der Selbstverwirklichung, des sozialen Kampfes oder groĂÂer PlanungstrĂ€ume sein. In London wird das Konzept der Stadt als profitorientiertes Unternehmen vorgestellt. In Hamburg wird ein Problemkiez im Rahmen der IBA 2013 umgestaltet. Und in Madrid ist ein illegal errichteter, von den Bewohnern verwalteter Stadtteil entstanden.
Gestern Abend wurde ein Video veröffentlicht, bei dem Zeugen die Situation der RĂ€umung im Gallus (am 7.09.2013) schildern. Sehr eindrĂŒcklich ist die Schilderung einer jungen Mutter, die mit ihrem Kleinkind vor den Leuten flĂŒchtete, von denen sie in dem Moment nicht wusste, dass es Polizisten sind.
Vor zwei Tagen schrieb ich hier meine Hoffnung auf, der Polizeieinsatz (mit Zivilpolizisten am besetzten Haus im Gallus) wĂŒrde ehrlich aufgeklĂ€rt werden. Statt dessen kommt es jetzt auch von Seiten der Stadt zu widersprĂŒchlichen Aussagen. BĂŒrgermeister Cunitz sagt nun, er habe die RĂ€umung nicht veranlasst. Mehr bei der FR.
BĂŒrgermeister Olaf Cunitz (GrĂŒne) strebt bei Hausbesetzungen Verhandlungen mit den Besetzern an. Streit gibt es um den Einsatzbefehl zur RĂ€umung des besetzten alten Sozialrathauses im Gallus. Die Stadt habe keinen RĂ€umungsbefehl gegeben, sagt Cunitz, andere bezweifeln das.
Von einem Tag auf den anderen sind die Frankfurter GrĂŒnen zum Feindbild geworden. Sie werden ausgerechnet von jener Szene junger...
LINK FAZ
Peter Feldmann hat selbst als Student mit anderen den Eschenheimer Turm besetzt, um auf Wohnungsnot aufmerksam zu machen. Im Interview spricht der OberbĂŒrgermeister ĂŒber die Proteste gegen Wohnungsmangel und den Streit um den Etat.
LINK Fr-online
SachbeschĂ€digungen in Sachsenhausen - HintergrĂŒnde und Kommentar
UPDATE II, 10.09.13: In Sachsenhausen kam es gestern nach der Demonstration der Sozialrathaus-Besetzer zu SachbeschÀdigungen, die Polizei setzte darauf viele Leute fest, darunter wohl auch Unbeteiligte (wir berichteten).
Angesichts der SachbeschĂ€digungen in Sachsenhausen, lĂ€sst sich feststellen, dass die Polizei sich selbst mit ihrer brutalen Aktion einen BĂ€rendienst geleistet hat. (Hr online: "Brennende Autos nach 'Spontan-Demo'"; Fr online: "GrĂŒne entsetzt ĂŒber Angriff") Mögliche HintergrĂŒnde
Am Tag nach der Besetzung gab es im Gallus eine Veranstaltung der Kritischen Humangeographen. Ein Journalist fragte die auch anwesenden Besetzer, warum sie nicht mit einer RĂ€umung rechnen wĂŒrden und friedlich vor dem Haus kochen. SchlieĂlich endete jede Besetzung in den letzten eineinhalb Jahren mit eine raschen RĂ€umung. Verschiedene Personen, die bei der Besetzung dabei waren antworteten, dass sie mit dieser besonders harten Vorgehen nicht gerechnet hĂ€tten.
"Wir werden nicht mehr mit ihnen reden" Die Frankfurter Polizei sei bei frĂŒheren Besetzungen nicht zimperlich, aber berechenbarer vorgegangen. Man habe immer gewusst, dass die Polizei kommt, auffordert zu gehen und dann notfalls die Besetzer wegtrĂ€gt. Ein andere Person sagte, man sei ja im Gegensatz zu den Hausbesetzern in den 70ern und 80ern friedlich, man habe selbst die Polizei (und die Presse) von der Besetzung informiert. Ein Satz der im Saal kurz fĂŒr Heiterkeit sorgte, schlieĂlich ist es nicht gewöhnlich eigene GesetzesĂŒbertretungen bei der Polizei anzumelden. Man habe auch jederzeit der Polizei telefonisch zur VerfĂŒgung gestanden. Das Vorgehen der Polizei sei ein Zeichen, dass man ab sofort nicht mehr mit der Polizei reden wĂŒrde. WĂ€hrenddessen behauptet die Polizei munter weiter, der Einsatz der Zivilpolizisten sei friedlich verlaufen. Zitat TAZ, 10.09.2013:
Die Polizei findet nichts Besonderes an einem solchen Einsatz. Ein Sprecher bestĂ€tigt zwar, dass âfĂŒnf Beamte in zivil zunĂ€chst den Eingang des Hausesâ gesichert hĂ€tten und sich âaus einsatztaktischen GrĂŒnden nicht zu erkennen gabenâ. Er bestreitet allerdings, dass ein Beamter ein Thor-Steinar-Shirt getragen habe und es zu einem Schlagstockeinsatz gekommen sei. Die RĂ€umung sei âfriedlich und unproblematischâ verlaufen, Verletzte habe es keine gegeben.
Diese Aussage wird im selben Artikel durch Augenzeugenberichte von Passanten widerlegt
"Rolf Engelke, der sich das besetzte Haus anschauen wollte, sagt: âIch stand auf der StraĂe, da stĂŒrmten fĂŒnf bullige Typen auf die Menge vor dem Haus zu und schlugen mit ihren Schlagstöcken auf diese ein.â In der angegriffenen Gruppe sei auch eine Mutter mit Kind gewesen.[...]"
Die TAZ hat auch Berichte von Leuten, die bei der Aktion der Zivilpolizisten geschlagen wurden und ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Kommentar: Teile der Bewegung scheinen sich nun zu radikalisieren, was wohl weder im Sinne eines Protestes gegen die prekÀre Wohnraumsitutation noch im Sinne von Stadt und Polizei sein kann.
Es lĂ€sst sich nur hoffen, dass die Protestbewegung (trotz aller Wut) diesen Weg nicht weiter geht. Die Frankfurter GrĂŒne-Partei ist nicht so homogen, dass Angriffe auf ein ParteibĂŒro oder irgendeine andere BeschĂ€digung gerechtfertigt sind. Den geradezu 'devoten' Umgang mit den Staatsorganen, wurde jedoch endgĂŒltig von der Polizei verspielt. Weiterhin lĂ€sst sich hoffen, dass die Stadt und die Polizei den Einsatz der Zivilpolizisten ehrlich aufklĂ€rt. Letzteres jedoch, so meine BefĂŒrchtung, wird wohl eher eine Hoffnung bleiben.
Demo gegen Polizeivorgehen
Heute fand ab 18 Uhr eine Demonstration gegen das Polizeivorgehen vom vergangen Freitag am besetzten Sozialrathaus statt. Eine Stunde lang zog sich die Dmeonstration vom neuen Einkaufszentrum im Gallus (Skyline Plaza) bis zur Konstablerwache. Darauf sollen in Sachsenhausen Ausschreitungen stattgefunden haben. SpĂ€ter kam es zur Einkesselung von zwei Gruppen durch die Polizei, eine auf der MainbrĂŒcke und eine auf dem Eisernen Steg. Am Eisernen Steg erzĂ€hlte ein Teilnehmer der Demonstration, er sei auch in Sachsenhausen mit KunststoffbĂ€ndern gefesselt worden und habe daraufhin einen Platzverweis fĂŒr den Stadtteil erhalten. Auf die Frage, warum er festgesetzt wurde, antwortete er: ,,Die hatten wohl einfach Lust darauf. Mir wurde zu keinem Zeitpunkt gesagt, warum ich festgesetzt wurde." Hier ist der Artikel der Frankfurter Neuen Presse verlinkt. In ihm finden sich auch einige Stellungnahmen von verschiedenen Parteimitgliedern.
UPDATE: Weitere Pressestimmen: Hr online: In Sachsenhausen, soll es zu Ausschreitungen Vermummter gekommen sein. Frankfurter Rundschau: "Mit dem Ruf âHĂ€user denen, die sie brauchenâ demonstrieren am Montagabend rund 150 Menschen in Frankfurt gegen die RĂ€umung eines besetzten Hauses im Gallus. SpĂ€ter meldeten Anwohner in Sachsenhausen der Polizei SachbeschĂ€digungen" "Die Polizei teilte mit, der Einsatz von Beamten in Zivil sei âtaktischen Erfordernissenâ geschuldet und durchaus nicht unĂŒblich. Es sei nötig gewesen, das GebĂ€ude zĂŒgig zu sichern, âum mögliche GefĂ€hrdungen durch GerĂŒst- oder Dachkletterer zu verhindernâ. Die Zivilpolizisten hĂ€tten den Auftrag gehabt, die TĂŒren des Hauses fĂŒr nachrĂŒckende Beamte offen zu halten. Sie hĂ€tten niemanden angegriffen, sondern seien selbst von umstehenden Personen bedroht worden. Daraufhin habe einer der Polizisten einen Schlagstock gezogen." Dies deckt sich nicht mit dem, was uns von Augenzeugen erzĂ€hlt wurde, nĂ€mlich dass die Zivilbeamten bereits mit gezĂŒckten Teleskopschalgstöcken um die Ecke bogen des GebĂ€udes bogen und entschuldigt wohl kaum die Art des Einsatzes.
Die Website Linksunten.indymedia.org veröffentlicht ein Foto, dass einen der Zivilpolizisten vom vergangenen Freitag zeigen soll. Die Zivilpolizisten sollen rabiat mit Schlagstöcken gegen vor dem besetzten Sizialrathaus im Gallus stehende Personen vorgegangen sein. Auf dem Foto ist zu sehen wie der Mann einen Schlagstock in der rechten Hand hÀlt und versucht diesen hinter seinem Körper zu verbergen. Dahinter zu sehen sind die SEK-Beamten in Klettermontur (wir berichteten).