Mansa Musa, ruler of the Mali empire (1312-1337)
* Detail from Catalan Atlas by Abraham Cresques
source: Bibliothèque nationale de France, Public domain, via Wikimedia Commons
seen from Austria

seen from Germany
seen from Iraq
seen from South Korea
seen from United States
seen from T1
seen from Lithuania
seen from United States

seen from Malaysia
seen from United States

seen from United States
seen from Italy

seen from United States
seen from China

seen from Portugal
seen from Germany

seen from Vietnam
seen from United States

seen from United States
seen from United States
Mansa Musa, ruler of the Mali empire (1312-1337)
* Detail from Catalan Atlas by Abraham Cresques
source: Bibliothèque nationale de France, Public domain, via Wikimedia Commons
map by abraham cresques (1380)
Abraham Cresques ? Atlas de cartes marines, dit [Atlas catalan].Cresques, Abraham (1325-1387)
Catalan Atlas by Abraham Cresques and his son Jehuda Cresques
* c. 1375, Palma
* Assigned by Prince John of Aragon. The chart was given as a gift to his cousin Charles VI of France.
* Bibliothèque nationale de France
source: Cresques Abraham, Public domain, via Wikimedia Commons
Doppelseite
Die Staatstafeln haben zwei Seiten. Die linke Seite zeigt das diplomatische Protokoll eines diplomatischen Protokolls. Warburg wahrt hier die aristotelische Einheit der Szene. Tafel 78 ist tabellarisch und kalendarisch organisiert. Auf der rechten Seite wahrt er die aristotelische Einheit nicht, er verwendet zwar auch eine tabellarische und kalendarische Gliederung, blendet aber eine elliptische Dynamik darüber. Warburg hat keine Einfälle, er hat Ausfälle. Er ist kein Asket, der denkt sich nichts aus. Er ist exzessiv und historischer Materialist. Er muss im Mnemosyne-Atlas in Fußnoten nicht angeben, dass es für die Doppelseiten Vorbilder gibt. Im Nach(t)leben der Antike ist alles Denkbare und damit traum(a)hafte schon passiert. Er muss nicht explizit Tafel 78 und Tafel 79 mit dem katalanischen Atlas assoziieren. Die ganze Welt ist ohnehin schizoid, das sagt Warburg an einer Stelle, wie in Stellvertretung, wie als pontifex minimus, für alle vereinigten Fußnotenvölker der Erde.
Der katalanische Atlas
Bevor Aby Warburg mit den Staatstafeln mitten in der Moderne dem Dogma der großen Trennung zwei Tafeln zugesellt, die sich an einen Gebot kannibalischer Metaphysik zu halten scheinen, weil sie großen Trennungen kleine Mannigfaltigkeiten entgegenstellen, haben die Schreiber und Zeichner des katalanischen Atlasses etwas ähnliches getan. Das katalanische Atlas entsteht zwar 600 Jahre vor dem Mnemosyne-Atlas. Er operiert aber diagrammatisch wie der Atlas, der 1929 zur dichten Summa und zum beweglichen Manual einer Bild- und Rechtswissenschaft unbeständiger, meteorologischer und polarer Normativität wird.
Die Ordnung des katalanischen Atlas' hält sich nicht an ein Regal, in dem Sprache, Schrift, Buchdruck und dann die Computisten und Nettwerkler die Legende vom Westen hochstapeln, um später zu erklären, warum der Westen einen Vorsprung durch Technik oder ein Vorrecht durch Menschenrechte hätte. Der Atlas operiert wie ein Möbel, nicht wie ein Haus, wo das Dach immer oben und der Keller immer unten ist. Er operiert wie ein Ball, wo oben auch mal unten ist und umgekehrt. Der Atlas ist bolisches Objekt. Entweder geht man um den Atlas herum, oder man dreht ihn um. Entweder dreht man sich oder ihn.
Die diagrammatische Technik operiert mit Diagrammen, also mit Zeichen, die durchgehen/ passieren, und die durchgehen oder passieren, weil sie kreuzen. Diagramme trennen auch, sie assoziieren auch, sie halten die Elemente aus austauschbar. Aber sie operationalisieren einen Pendelverkehr, etwas, was in alle Richtungen sich wenden kann.
Catalan Atlas, 1375
A part of the Catalan Atlas depicting the eastern Mediterranean region
Montage of 8 pages of the Catalan Atlas - Abraham Cresques
Detail of Catalan Atlas, the first compass rose depicted on a map
Attributed to Abraham Cresques. Atlas de Cartes Marines. 1375.