(for English, please see below)
Wichtel, Geister, Engel, sie alle haben ihre eigene Geschichte. Mal ist ein kleines Mädchen, das sich mit ihrem Wunsch an eine Wichtelfrau wendet, mal sind es Geister, die keinen Frieden finden und mal ist es ein Engel, der gebeten wird, einen Wunsch zu erfüllen. Aber es gibt auch die anderen Geschichten, in denen der Schauer vorherrscht. Ein altes Bild, das nicht das ist, das es zu sein scheint, ein Geist, der nichts Gutes im Schilde führt.
Miriam Schäfers Kurzgeschichten könnten nicht unterschiedlicher sein und sind doch im Phantastischen vereint. Ob es Elemente aus Feenmärchen oder aus Tausend-und-einer-Nacht sind, ob Science Fiction oder High Fantasy, ob Urban Legends oder Schauerliteratur, „Das Fehlen des Flüsterns im Wind und andere phantastische Kurzgeschichten aus dem Halbdunkel“ lässt nahezu kein Genre außen vor. Gut so, denn so kommt bei den 21 Kurzgeschichten jeder auf seine Kosten. Themen wie Freundschaft, Liebe, Angst, Tod, Neugier und Ehrgeiz finden alle ihren Platz und jede Geschichte hat immer auch ein bisschen was mit Hoffnung zu tun. Der Erzählton wechselt zwischen den Geschichten, ist allerdings immer der Handlung angemessen. Eine Wanderung durch den Schnee hat eher einen poetischen Ton, während eine zum Scheitern verurteilte Expedition eher mit einem deutlich düsteren, melancholischeren Ton versehen ist. Unabhängig vom Erzählton ist der Erzählstil allerdings bei jeder Geschichte fesselnd, egal ob bedächtig oder eher spannend.
Darüber hinaus haben alle Geschichten die typischen Merkmale der Kurzgeschichte, so märchenhaft und phantastisch sie auch sein mögen. Das heißt: unvermittelter Einstieg, komprimierter, verdichteter Inhalt und ein meistens offenes Ende. Das regt einerseits dazu an, die Geschichte selber weiterzuspinnen, allerdings muss man andererseits auch bereit sein, etwas eigene Phantasie ins Lesen zu investieren. Längenmäßig bewegen sich die Texte zwischen 2 und 20 Seiten, was jedoch nicht heißt, dass die kürzeren einfacher sind oder die längeren eindeutigerer. „Das Fehlen des Flüsterns im Wind“ lässt den Leser gedanklich in seine phantastischen Welten abtauchen und lässt ihn auch nach der Lektüre nicht sofort wieder in die Realität zurück. Und selbst nach mehrmaligem Lesen halten die Texte immer noch etwas Neues bereit.
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If only the wind was able to tell stories...
Gnomes, ghosts, angels, they all have their own story. A little girl gets her wish granted by a gnome, ghosts can't find their piece and the angel receives a bidding to make a wish come true. But there are also scary stories. On old photograph that is not what it seems to be, a ghost that does not mean well.
The short stories by Miriam Schäfer couldn't be anymore different although they are all from the fantasy genre. Sometimes there are elements from fairy tales or motives taken from one thousand and one nights, sometimes there is science fiction, high and low fantasy, urban legends or gothic fiction. „Das Fehlen des Flüsterns im Wind und andere phantastische Kurzgeschichten aus dem Halbdunkel“ (The lack of the whisper in the wind and other fantastic short stories from the half-light) does not exclude any genre. Which is good because in that way the 21 short stories appeal to nearly every one. Topics like friendship, love, fear, death. curiosity and eagerness all have their place while every story also speaks of hope. The tone changes from story to story but always fits to the narration. A walk through ice and snow is told in a very poetic way while a quest that is destined to fail has a way more melancholic and gloomy tone. Irrespective of the tone is the style of the narration consistently captivating.
Furthermore all the stories show the typical signs of a short story, however magically and fantastically they may be. That means a sudden beginning, a compressed plot and often an open ending. This encourages to think the story further, but one has to be willing to invest some of ones own fantasy into the reading aswell. The length of the story ranges between 2 and 20 pages what does not mean that the shorter ones are easier to understand or that the longer ones are more clearly written. „Das Fehlen des Flüsterns im Wind“ (The lack of the whisper in the wind) takes the read on a journey through its fantastic worlds and does not realease him immediately afterwards. And even after reading the stories several times one can always discover something new.
- unfortunately the book is currently not available in English -