Eigentlich wollten Emily und Luana nur noch zur Bank gehen und dann sollte es in einen Bus nach Coca gehen, also in den Regenwald. Dann war der Morgen aber irgendwie chaotisch, stressig und kompliziert. Emily und Luana, die mit der WeltwĂ€rts-Förderung ihr Auslandsjahr gemacht haben, haben nĂ€mlich eine Mail bekommen, dass sie eigentlich zwei Wochen nach Abschluss des Freiwilligendienstes zurĂŒck nach Deutschland mĂŒssen. Nur hatten sie schon am Anfang im FrĂŒhjahr gefragt, ob Reisen anschieĂend noch möglich wĂ€re, und es wurde ja gesagt. So hatten wir kurz Angst, dass wir alle doch unsere FlĂŒge benutzen und am Nachmittag noch nachhause gehen wĂŒrden. Dann wurden aber ein paar Anrufe betĂ€tigt, und entschieden, dass wir unserer Reise angehen werden. Wir haben aber beschlossen dann doch erst abends zu fahren und dann am nĂ€chsten Morgen in Coca anzukommen, denn so oder so mĂŒsste wir morgens da sein, um uns dort unsere Ausreise Stempel abzuholen. So wĂŒrden wir uns eine Nacht Hostel kosten sparen.Â
Wir haben uns dann nach der Aufregung erstmal beruhigt und es wurde fleiĂig Sachen gepackt. Tom und ich sind zum Supermaxi gegangen und haben Frust Kekse gekauft. Dann ging es nachmittags zum Sushi Restaurant. Ich habe dort einen viel zu teuren, aber sehr leckeren Algensalat gegessen. AnschieĂend bin ich mit Anna und Luana noch Geld abheben gegangen und dann haben wir uns bei Paccari wieder getroffen und einen Kaffee getrunken. Bzw. ich hatte einen veganen Kaffee Milkshake, der sehr lecker war.Â
Dann ging es nachhause und dort haben wir einfach ausgeruht und Janne hat auch seine Sachen gepackt, denn sein Flug ging auch schon am spÀten Abend. Wir haben die Vlogs vom Paro im. Juni geschaut und dann noch ein Foto gemacht, bevor Janne losmusste.
Nashcie0end wurden noch Pommes und Nachos besorgt und gegessen, bevor wir uns auch fertig machen mussten. Wir missten Arian dann verabschieden, was auch traurig war. Alle Abschiede traurig, aber wir werden ihn ja bald wieder sehen.Â
Und dann ging es zu Quitumbe. Anna und Luana hatten zum GlĂŒck am Morgen schon Tickets gekauft. Wir konnten alle gar nicht so ganz den Abschied realisieren und waren eher aufgeregt. Der Bus war nicht so gut, denn man konnte sich irgendwie nicht richtig hinsetzten, um gut zu schlafen. Nachdem wir dann aber bei einer Tankstelle gehalten hatten und es schon 3 Uhr morgens war, hatte ich noch ein bisschen dösen können.Â
Dann waren wir schon sehr frĂŒh in Coca, und ich erkannte das Terminal von der Reise im April wieder, wo wir dort Halt gemacht hatten auf dem Weg nach Shushufindi.Â
(man sieht Emily die MĂŒdigkeit an)
Da noch nichts offen sein wĂŒrde, haben wir uns am Terminal auf den Boden gelegt und konnten wirklich nochmal ein bisschen schlafen, es war gemĂŒtlicher als der Bus. Dann wurden im Bad die ZĂ€hne geputzt und wir machten uns auf den Weg. Die RucksĂ€cke sind mit Luana, Anna und Tom Taxi gefahren und Emily und ich sind gelaufen. Wir haben zwei Hostel Zimmer gebucht und da dann alles abgeladen.
Dann ging es zum Hafen, um fĂŒr den nĂ€chsten morgen Tickets fĂŒr ein Boot nach Nueva Rocafuerte, an der peruanischen Grenze zu kaufen. Erfolgreich ging es von dort zum MigrationsbĂŒro, um Ausreisestempel abzuholen. Das BĂŒro sah von auĂen etwas runtergekommen aus, aber wir haben die Stempel bekommen und es hat alles geklappt.
Wir hĂ€tten zwei Tage, um dann das Land zu verlassen. Auf dem Stempel ist sogar ein Boot drauf, da wir ja ĂŒber den Fluss die Grenze ĂŒberqueren. Voll cool.
Dann haben wir noch etwas gegessen, bei mir gab es Yucca, bevor wir noch Obst und Wasser besorgt. Dann haben wir uns einfach ins Hostel Zimmer gelegt und ausgeruht. Zwischendurch haben Emily und ich noch kurz Yoga gemacht.
Eigentlich hatten wir ĂŒberlegt zu einem Garten zu gehen, wo anscheinend viele Affen sind, haben uns dann aber doch dagegen entschieden. Alle waren einfach ein bisschen fertig. Also haben wir den Nachmittag entspannt und sin nochmal raus, um Guayusa Tee zu finden. Wir haben leider keinen auftreiben können und sind dann stattdessen einfach zu Tia gegangen und haben ein paar Snacks gekauft. Die wurden dann ein bisschen gegessen, aber viele waren auch fĂŒr die Fahrt gedacht. Am Abend sind wir dann raus gegangen, um Abendessen zu holen und einige wollten nochmal Geld abheben.Â
Da alle dann ziemlich mĂŒde waren, wurde sich im Hostel nochmal kurz abgeduscht und dann einfach geschlafen. Wir mussten ja am nĂ€chsten Tag auch frĂŒh aufstehen.
FrĂŒh morgens wurden dann die Sachen eingepackt und es ging los. Wir hatten kurz Schwierigkeiten ein Taxi zu bekommen, aber dann hielt endlich eins an, mit welchem die ersten schon zum Hafen fahren konnten.Â
Dort angekommen, haben wir die Sachen abgestellt und gewartet. Es waren auch schon viele andere Menschen dort und einige haben nochmal Essen und Snacks verkauft. Dann wurden von MĂ€nnern in Uniform auch schon unsere Namen aufgerufen, um aufs Boot zu gehen. Das groĂe GepĂ€ck wurde alle vorne ins Kanu gelegt, ich habe mal meinen Reisesack um den Rucksack gemacht, damit nichts abgeht und er nicht nass wird. Die kleinen RucksĂ€cke haben wir mit z den Sitzen genommen. Das groĂe Kanu hatte die sitze seitlich angeordnet. Anni und ich saĂen auf einer Seite gegenĂŒber von den anderen drei. Es war ein bisschen eng und es waren viele Leute auf dem Boot, aber tatsĂ€chlich waren die Sitze gemĂŒtlich.
(bei Regen wurden blaue Planen ĂŒber die Fenster gehangen)
Die erste halbe Stunde der Fahrt war man noch aufgeregt, aber dann konnte ich tatsÀchlich nochmal schlafen! Ich bin sonst nie jemand der in solchen Situationen schlÀft, aber durch den guten sitz und das GerÀusch des Motors bin ich einfach weggenickt und habe bestimmt ein einhalb Stunden geschlafen. Es war viel besser als eine Busfahrt.
Auf der HĂ€lfte des Weges nach ungefĂ€hr vier Stunden haben wir dann einen Halt gemacht, bei einem kleinen Dorf, welches ein Restaurant hatte. Man hat dort auch ein Mittagessen bekommen können, ich hatte aber schon Snacks gegessen und habe mir dann noch eine Sprite und gepufften Mais gekauft. AuĂerdem hatten wir noch Avocado und die haben wir dann auch auf gemacht und mit den Mais Dingern âPanchitosâ gegessen. Der Rest der Bootsfahrt war auch angenehm. Wir waren zwar wirklich lang unterwegs, aber es war super angenehm. Zum Ende hin stiegen auch immer mehr Leute aus, bis wir dann mit sehr wenigen in Nuevo Rocafuerte kurz vor der Grenze zu Peru, ankamen.
Es hat geregnet und wir mussten unsere schweren Sachen den Steg hochtragen. Dann kamen schon mehrere Leute auf uns zu, die uns alle Weiterfahrten nach Pantoja, Peru, oder Touren zum YasunĂ Nationalpark anboten. Wir haben uns alles mal angehört, sind dann aber erstmal zum Hostel gegangen. Wir haben unsere Sachen abgestellt. Wir hatten drei Zimmer, zwei mal zwei und einmal eine Person. Ich habe mir mit Luana ein Zimmer geteilt. Es war voll ok, nur wĂ€re es mit Klimaanlage teurer gewesen. So zahlten wir 25$, also hat der Besitzer die Fernbedienung weggenommen und uns einen Ventilator hingestellt. Das war aber vollkommen ausreichend. Wir sind dann noch mal raus gegangen und haben Snacks gesucht, haben aber nicht viel gefunden. Wir besorgten ein paar Ăpfel und Cola.  Dann hat uns noch ein Guide angesprochen, der ein etwas gĂŒnstigeres Angebot machte. Mit ihm wĂŒrden wir dann morgens zum Nationalpark YasunĂ fahren und uns ein paar Dinge anschauen und dann wĂŒrde er uns anschlieĂend nach Peru rĂŒberbringen. Das alles dann fĂŒr $50 pro Nase. Das hörte sich nach einem guten Preis an.Â
Nachdem wir etwas kompliziert schon die Anzahlung zahlten und ne Quittung ausstellen lieĂen, sind wir dann nach unten gegangen, um Abend zu essen. Es gab Reis mit Salat und Menestra und die andren hatten noch zwei Spiegeleier.
Ich habe meine dann abgegeben. Wir haben noch Uno gespielt und Tagebuch geschrieben und alles Mögliche, bis wir mĂŒde wurden. Wir haben noch Brötchen fĂŒr den nĂ€chsten Tag gekauft. Luana und ich haben dann fĂŒr alle auch noch Wraps gemacht, denn wir hatten Tortillas, Avocado, Kichererbsen und Bohnen, sowie Chili Pulver und Vegeta. Die wurden dann eingepackt und dann ging es nach einer kurzen Dusche ins Bett. Ich habe noch ein bisschen gelesen, war dann aber doch sehr mĂŒde.
Wir trafen uns um sieben Uhr mit unserem Guide Don Guillermo, der das Kanu schon am Hafen stehen hatte. Wir packten unsere RucksĂ€cke drauf, die dann mit einer Plane ĂŒberdeckt wurden. Dann fuhren wir in Richtung Peru, bzw. erstmal Richtung Nationalpark.
DafĂŒr fuhren wir aber schon an der Grenze vorbei, was ziemlich cool war.Â
 Direkt innerhalb der ersten 20 Minuten konnten wir die rosa Flussdelfine sehen! Das war so cool und wer mich kennt weiĂ, dass ich Delfinfan bin. Dann ginge s weiter in Richtung Nationalpark.
Wir fuhren kurz am Eingang vorbei und dann ging es aber weiter zu einer Lagune namens Tambococha, Kichwa fĂŒr groĂe Lagune. Auf dem Weg konnten wir unglaublich viele Vögel sehen. Neben vielen Papageien unter anderem auch eine der gröĂten Arten des Amazonas, namens âUnicornioâ Also Einhorn. Der Vogel heiĂt so, da er tatsĂ€chlich ein langes Horn am Kopf hat. AuĂerdem haben wir auch einen wunderschönen und leuchtend blauen Morpheus Schmetterling gesehen. Wir machten auch Halt bei einem Baum einer der gröĂten Spezies des Regenwaldes. Er war wunderschön und wirklich riesig.
Dann ging es weiter zur Lagune. Dort war ein Baum voller kleiner Ăffchen, die von Ast zu Ast sprangen. Wir sind direkt unter den Baum gefahren und man konnte sie richtig gut sehen. Ein Affe hatte sogar ein Baby Ăffchen auf dem RĂŒcken. Es war so niedlich.Â
Nachdem wir dann ein bisschen bei der Lagune rumfuhren, ging es wieder zurĂŒck. Wir machten an der Grenze nochmal Halt, um uns von Ecuador zu verabschieden. Dort waren zwei Pfosten und ein Grenzstein, sowie Schilder mit âWillkommen in Ecuadorâ bzw. âWillkommen in Peruâ. Krass, dass dort vor 30 Jahren noch Krieg herrschte. Und dann fuhren wir die Grenze entlang in ein neues Land. Das Wetter wurde richtig schön und die Sonne kam raus. Auf der etwa einstĂŒndigen Fahrt konnte ich mein Buch zu ende lesen und dann waren wir auch schon in Pantoja, Peru.Â
Der kleine Ort sah schön bunt aus und alle schauten uns an, klar so viele EuropĂ€er kommen da wahrscheinlich nicht hin. Wir verabschiedeten uns von Don Guillermo und dann ging es in das Hostel Es war wie eine Kaserne und nicht sehr luxuriös, aber gut genug. Wir hatten zwei Zimmer, ich ging mit Anni zusammen in eins. Tom, Emily und Luana ins andere. Die Zimmer hatten sogar eigene BĂ€der mit Dusche. In dem Dorf gibt es ElektrizitĂ€t allerdings nur von 18 bis 23 Uhr und das Wasser ist auch nicht immer da. Die Zimmer kosteten aber nur 25 Sol, also deutlich weniger als das letzte Hostel. Nach einem Jahr musste man sich jetzt an eine neue WĂ€hrung anpassen. Es kam auch schon gleich ein Mann, Rodrigo, der uns unsere US-Dollar in peruanische Sol tauschen wollte. Der normale Kurs ist wohl 3,5 und er taucht sie uns zu 3,3, was in Ordnung war. Wir habe erstmal nur $100 eingetauscht. Er erzĂ€hlte uns dann auch von unseren Möglichkeiten nach Iquitos zu kommen. Es gĂ€be ein schnelles Boot, welche sam nĂ€chsten Morgen um 5 fahren wĂŒrde und zwei Tage benötigte. Es wĂŒrde also noch einen Stopp in San Clotilde machen. Dies wĂŒrde aber etwas teurer sein, und wir hatten ja viel Zeit in Peru, weshalb wir lieber noch etwas lĂ€nger im Amazonas bleiben wollten. Es hĂ€tte auch die Möglichkeit gegeben in verschiede Communities zu fahren, was wir gerne gemacht hĂ€tten, dafĂŒr hĂ€tte man aber Zelte gebraucht, da e sin den Jeweiligen Dörfern ja keine Hostels gibt. Aber es gab auch noch eine weitere Option. Ein Frachtschiff, welches langsamer ist und vier Tage benötigen wĂŒrde. Dort wĂŒrde man dann auf dem Boot in HĂ€ngematten schlafen. Das haben wir dann entschieden, denn in Iquitos könnten wir ja immer noch weitere Touren buchen oder nochmal ein StĂŒck zurĂŒckfahren, um doch in eine Community zu gehen. Also mussten wir uns auf die Suche nach HĂ€ngematten machen. In dem einen Laden gab es nur vier, also suchten wir weiter. Dann haben wir noch einen Laden gefunden, der noch mehr hatten und so besorgten wir uns die HĂ€ngematten.
Es war mit der Sonne dann wirklich heiĂ, also kauften wir uns noch gekĂŒhlte Cola und dann wollten wir baden gehen. Also sind wir eine Holztreppe zum Wasser runter gestiegen und Emily, Luana und ich sind kurz reingesprungen. Mit der Strömung des Napo musste man dann noch gegenschwimmen und das Wasser ist ziemlich schlammig, aber es war eine gute AbkĂŒhlung. Die Sonne fing dann schon an unterzugehen, und das Licht war sehr schön. Wir haben uns dann noch eine Weile nach drauĂen gesetzt und Tagebuch geschrieben und den Sonnenuntergang angeschaut.
Als die Sonne dann weg war, haben wir uns auf die Suche nach Essen gemacht. Das einzige Restaurant hatte kein Essen mehr, aber Rodrigo war der Onkel und hat seine Nichte gebeten uns noch etwas zu machen. Wir haben dann Verde gegessen., Die anderen hatten dazu ein Omelett und ich Tomaten-Zwiebel Salat. Es war gut. Rodrigo hat uns dann auch angeboten, am nÀchsten Tag eine Wanderung mit ihm zu machen, aber das war uns dann doch zu teuer und wir wollten den nÀchsten Tag lieber ausschlafen und entspannt in dem kleinen Ort verbringen. Nach dem Essen haben wir uns also noch in den Pavillon vorm Hostel gesetzt und gequatscht, bevor es ins Bett ging.
Nachdem wir alle schön lange geschlafen haben, habe ich den Morgen noch eine Weile gelesen, bis ich mal das Zimmer verlieĂ, um zu suchen, ob schon jemand wach war. Emily war vorne und hat Yoga gemacht. Da habe ich noch dann dazu gesetzt und als sie fertig war durfte ich ihre Yogamatte auch benutzen. Meine ist ja in Otavalo geblieben. AnschieĂend haben wir uns ĂŒberlegt, wie wir das mit dem FrĂŒhstĂŒck machen und generell das Essen auf dem Boot die nĂ€chsten Tage. Da das Boot aber ja Stopps machen wĂŒrde, wĂ€re das bestimmt kein Problem. Emily und ich sind dann auf die Suche nach Obst gegangen, aber leider gab es abgesehen von Wassermelone nichts. Wir haben dann als die anderen wach waren nochmal mit ihnen geredet und dann entschieden Brötchen und Marmelade zu kaufen. Tom, Luana und ich sind also los. Dazu haben wir auch noch Tomaten gekauft und dann Brötchen mit Tomate bzw. Marmelade gegessen. Es war gut. AnschlieĂend saĂen wir noch ein bisschen im Pavillon und haben Stadt Land Fluss gespielt, bevor wir alle nochmal in die Zimmer gingen. Dort haben wir dann alle die Folien von unseren neuen Tattoos abgemacht. Sie sehen alle so gut aus.Â
Ich habe dann noch meinen Blog geschrieben, bis nochmal eine Frau kam, die uns Sol gegen Dollar tauschen wollte. Diesmal sogar zum 3,5 Kurs. Also warteten wir noch, bis sie Bargeld auftreiben konnte.
(der 10 Sol Schein hat ein Lama drauf!)
Als wir dann das Geld getauscht haten, ging es zum Essen.
Es gab Reis und Kochbanane, fĂŒr die anderen auch noch Spiegeleier.
Nach dem Essen haben wir uns ein bisschen ausgeruht, bis wir zu dem einen kleinen Laden gingen, wo sich Emily und Tom Internet gekauft haben, um zum einen in Iquitos eine Unterkunft zu buchen, denn wir wussten, dass wir mit dem Boot vier Tage brauchen wĂŒrden, und somit am Mittwoch dort ankommen wĂŒrde.
Nachdem wir das gemacht haben, sind Luana, Anna und ich schonmal zurĂŒck gegangen, um baden zu gehen. Die Strömung war schon doll, weswegen man die ganze Zeit gegen schwimmen musste, um nicht abzutreiben. Also ging es auch bald wieder raus, und dann ans Duschen. Unser Bad hatte irgendwo ein leck, weswegen es immer unter Wasser stand. Aber ich hatte ein Handtuch dabei, und habe das dann vor die TĂŒr gelegt.Â
 Emily und Tom waren and er Badestelle vom Vortag baden. Dann haben wir uns wieder den Sonnenuntergang angeschaut, bevor wir die Hostelbesitzerin fragten. Ob wir ihre âKĂŒcheâ benutzen dĂŒrften, um Nudeln zu kochen. Sie hatte viele Töpfe und auch Messer, aber die KĂŒche war eine Feuerstelle. Wir haben sie also direkt gefragt, ob sie das Feuer fĂŒr uns anmachen kann, und dann hat sie uns ein Obst gebracht und gefragt, ob wir das schon probiert haben. Wir hatten es vorher schon gesehen, und uns gefragt was es sie. Sie sagte man isst es mit Salz, dabei dachten wir uns nichts, denn man isst hier ja auch Mango mit Salz, aber tatsĂ€chlich schmeckt die Frucht eher wie eine hart gekochte Kartoffel. Mit Salz ist das aber auch super lecker gewesen Wir waren sehr ĂŒberrascht, aber positiv.
Bald haben wir dann auch schon die Nudeln essen können, zu. Der ich eine TomatensoĂe mit Kichererbsen gemacht habe. Wir haben uns auf den Boden gesetzt und gegessen und dann wurde abgewaschen und wir haben den Abend noch im Pavillon verbracht. Das war voll schön, da wir im Himmel Wetterleuchten zusehen konnten. Bald ging es dann aber ins Bett.
Wir hatten am Vortag gefragt, wann das Boot losfahren wĂŒrde: mittags. Also konnten wir lange schlafen. Dann hatten am nĂ€chsten Morgen aber doch schon einige Leute ihre Sachen rauf geladen, weswegen wir nach dem FrĂŒhstĂŒck dann auch gepackt haben. Das Boot hatte vorne eine LadeflĂ€che, wo schon ein Schwein lag, und oben haben wir dann unsere neuen HĂ€ngematten aufgehangen.
(am Anfang hatten wir noch so viel Platz)
Noch waren nicht super viele andere Passagiere an Bord. Da es erst zum Abend essen geben wĂŒrde, sind wir dann runter und haben nochmal an Land gegessen. Die anderen haben noch Tupperdosen gekauft, um auf dem Boot das Essen holen zu können und Luana und ich saĂen nochmal im Pavillon. Danach wurden noch Snacks gekauft und Wassermelone bei unserem Stammladen gegessen, bis wir aufs Boot zurĂŒck gingen.
Es wurde dann gesagt, dass es um eins losfahren wĂŒrde, aber dann sind wir erst kurz vor drei los. Es war aber richtig schön. Bald haben wir schon den ersten Stopp gemacht- Generell haben wir allein an dem Abend viiiieeele Stops gemacht.
Meistens wurden Bananen aufgeladen. Dann gab es schon sehr frĂŒh Abendessen: Colada (mit Milch) und hartes Brot. Es war wie Brötchen die alt geworden sind, sehr komisch- Ein hart gekochtes Ei gab es auch. Ich habe dann nur das Brot gegessen, hatte aber zum GlĂŒck genug andere Sachen dabei, also war das alles nicht so schlimm. Am Abend wurde dann sogar ein Bulle auf das Boot geladen. Der arme wurde mit Seilen gezwungen auf den Boden zu fallen und hatte verbundene Augen. Er hat ganz viel traurig gemuht, aber sie haben es geschafft ihn auf die LadeflĂ€che zu bekommen. Dort stand er dann.Â
Ich habe noch gelesen und bin dann auch schon frĂŒh eingeschlafen.Â
Die Nacht war gut, aber der morgen trotzdem frĂŒh, denn es wurde bald Licht angemacht und es wurde laut. So gegen halb sieben war ich dann wach und habe schon mehr Leute um mich rum bemerkt. Neben mir hat sich dann auch eine Familie breit gemacht. Sie hatten auch kleine Kinder und ein niedliches Baby. Vorher war neben mir nur ein Junge platziert, der alleine zu reisen schien und mir leidtat. Die Familie, die jetzt mit vier HĂ€ngematten zwischen uns war, schien aber auch nett und das Baby hat mit meinem Tigerkissen gespielt. Es war aber alles schon enger aneinander.Â
Kurz vor sieben kam dann auch schon der Besitzer und wir mussten die Tickets kaufen. Wir mussten 130S bezahlen, wo aber alles, also auch das Essen mit drin war. Dann gab es auch schon direkt FrĂŒhstĂŒck und alle quetschten sich wieder durch die HĂ€ngematten zur KĂŒche durch. Es gab wieder das gleiche wie am Abend, Colada, nur jetzt etwas verdĂŒnnt, und das komische Brot. Ich hatte zum GlĂŒck auch Protein Pulver mitgenommen, mit dem ich mir dann eine Art Shake mischen konnte. Nach dem ZĂ€hneputzen hat Emily mir dann die Haare geflochten. Den Rest des Vormittags habe ich mit Lesen verbracht. Zwischendurch lief aber ein junges HĂŒhnchen unter den HĂ€ngematten rum, welches Luana auch kurz einfangen konnte.
Es hatte sich dann wohl an uns gewöhnt, denn es ist bei unseren Taschen rumgelaufen und sogar auf Emily gesprungen, die in ihrer HÀngematte lag. Etwas spÀter wurde es dann wohl von den Besitzern wieder eingefangen.
Wir haben schon den Morgen gegrĂŒbelt, ob es wohl zum Mittagessen etwas anderes geben wĂŒrde und tatsĂ€chlich. Es gab Reis mit Kochbanane und HĂŒhnchen, oder eben ohne HĂŒhnchen. Wir haben uns gefreut.
Am Nachmittag haben Tom, Luana und ich Stadt-Land-Fluss gespielt.Â
Auch wenn wir wirklich nicht viel auf dem Boot gemacht haben, ging der Tag schnell um. Endete nur mit einem sehr viel vollerem Boot als am Anfang und wieder mit Colada und Brot.