Im Internet ist eine Parallelwelt entstanden. Während ältere Generationen oft nicht viel mit Apps wie Instagram und TikTok anfangen können,
..."Wolfgang Ullrich zufolge ließen junge Künstlerinnen und Künstler so eine nie dagewesene Nähe zu: Menschen können die Arbeit von Goerden ohne viel Zeit und Geld aufzuwenden ansehen, kommentieren und erhalten mit etwas Glück sogar eine Antwort vom Künstler selbst..."
..."Dabei unterliegen die Werke auf Instagram aber auch ganz neuen Spielregeln. "Die Plattformen haben ihre eigenen Logiken", erklärt Ullrich. Instagram sei nicht für jede Form von Kunst und auch nicht für jede Künstlerin und jeden Künstler geeignet. Am Ende des Tages entscheidet ein Algorithmus über Erfolg..."
Meine Erkenntniss:
Ich habe völlig vergessen, wie die Beobachtungen und Beiträge von Paulus Goerden meinen Blick auf die Kunst und den Alltag geschult haben. Als ich das erste Mal von ihm gehört und seine Beiträge konsumiert habe, empfand ich ebenfalls eine große Lust, in die Welt zu gehen und nach Installationen zu suchen.
Das Schöne dabei ist die Leichtigkeit, mit der man Kunst zum Spaß nutzen kann und Freude an Sachen bekommt, die man andernfalls gar nicht beachtet hätte.
Also muss ich eingestehen, dass mich Social Media in diesem Sinne sehr weit gebracht hat, bzw. dass ich einen tiefen gedanklichen Bildungsprozess durchlaufen habe.
Dies ist natürlich ein Einzelfall, jedoch finde ich es wichtig, dies zu betonen – mit der Aussage, dass nicht alles auf Social Media ein Problem darstellt.
Ich finde natürlich, dass Selbstreflexion und die Passion für die Umsetzung solcher Gedankenprozesse als Individuum nicht jedem gegeben sind und sehr viele Leute auch dazu gewillt sind, den Beitrag aufgrund seiner Abstraktion zu verpönen und weiterzuscrollen.
Aber im Endeffekt ist Paulus Goerden ein hervorragendes Beispiel für das Mittelmaß, indem er seine Gedanken so gut rüberbringt, dass sogar ein „Hater“ indirekt anfängt, auf der Straße „Kunst“ im Alltag zu entdecken. Ob sich die Person dann darüber lustig macht oder nicht, sei dahingestellt – aber der Prozess hat schon längst begonnen.











