Helluuuuuurrr
Ich wurde von @disappointingsalad aufgefordert, vier Bilder zu posten, die keine Selfies sind.
Aus jedem Monat ein Bild. Go!
Ich tagge @keo6323 , @ctrsdoesart und @paperboatandink
Freue mich schon sehr auf eure Fotos!
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Hallo ihr anderen Tumblr Deutschen,
kennt ihr das, dass ihr euch jahrelang die dummen politischen Positionen von euren Verwandten anhören musstet?? Ihr seid sicher jetzt auch mindestens mal Millenials und Gen Zer und so und habt genauso die Nase voll.
Gute Nachricht: ihr könnt einfach genau so zurück nerven und eure ätzenden, Afd wählenden Onkel/Onkelinen mit anti-rechtem Whatsapp Status konfrontieren, in dem ihr schön Afd, Cdu, Fdp und so blatttretet. Gleichzeitig zeigt ihr noch schön welche anderen Möglichkeiten es gibt - einfach mal ein Screenshot rein von den Parteiprogrammen von Linke und Co. und mal aufzeigen, dass vielleicht manche Parteien den Bürgern helfen wollen und nicht sich dicke Spenden aus dem In-und Ausland einpacken (hust hust afd).
In interessanten Zeiten leben
Wisst ihr, was man im alten Rom früher sagte, wenn man jemandem ganz höflich und diskret einen schlechten Tag wünschen wollte? „Mögest du in interessanten Zeiten leben.“
Es gibt einen Tagebucheintrag von einem jungen Mädchen aus dem Jahre 1969, sie schrieb, dass sie in einem Kulturzentrum gewesen war, in gelben Cordhosen und einer Bluse, Ian hatte sie nicht beachtet, aber irgendjemand hatte ihr Schmuck in die Tasche gelegt, vermutlich Nicholas, UGH, so ein Creep, dieser Nicholas, schrieb sie, und ach ja: es gab 'ne Mondlandung.
Als es die Mondlandung gab, war ich noch nicht auf der Welt.
Als es die Anschläge auf das World Trade Center gab, war ich schon auf der Welt, aber noch nicht in Deutschland. Ich bin 2002 mit meiner Mutter eingewandert, damals gab es die Einladung an Russlanddeutsche sowie Menschen mit jüdischen Wurzeln aus den ehemaligen GUS-Staaten. Eine Art Reparation. Die Welt zu Gast bei Freunden.
Als 2006 zur Fußball-WM die Welt zu Gast bei Freunden war, war ich gerade vom Gymnasium geflogen.
Als Deutschland 2014 Fußball-Weltmeister wurde, klammerte ich mich an die Schultern meiner damaligen Partnerin, iranischer Vater, deutsche blonde Mutter, und weinte, und man klopfte an die Fenster ihres Autos und rief uns zu, Deutschland habe gewonnen, Deutschland sei Meister, Deutschland, Deutschland, Deutschland.
Als 2015 die PEGIDA-Demos (wer erinnert sich noch an PEGIDA) schon wieder weniger wurden, habe ich einen Auftragstext gegen PEGIDA geschrieben, es war ein verächtlicher Text, wie die meisten, wir nannten sie „Wahnmache“, wir nahmen sie nicht ernst, man müsse ja nun wirklich nicht mehr auf Bühnen nach Zustimmung heischen mit einem „Nazis doof“-Text vor einem Publikum, das genauso progressiv und gebildet und rundum gut ist wie wir selbst. Und Nazis sind dumm, deswegen berichtigten wir damals auf Facebook ihre Grammatik.
Als im Februar 2020 in Hanau ein rechtsradikaler Attentäter eine Shisha-Bar stürmte und neun Menschen mit Migrationshintergrund erschoss, hat die BILD-Zeitung geschrieben, dass es sich um eine sogenannte „Milieutat“ durch Russen handeln musste. Am nächsten Tag fand das Kölner Karneval statt.
Ich habe keine Ahnung, was ich an diesem Tag gemacht hatte. Ich habe nie Tagebuch geführt, so interessant ist mein Leben nicht. Wahrscheinlich Katzenvideos geschaut und Flusen aus meinem Bauchnabel gezogen. Wahrscheinlich das gleiche wie das, was ich einen Monat später im Corona-Lockdown gemacht hatte. Ich konnte es mir leisten, mich in interessanten Zeiten zu langweilen.
Wisst ihr noch, wo ihr wart, als der Faschismus wiederkehrte?
Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: „Ich bin der Faschismus“, sondern: „Ich bin der Anti-Faschismus“. Das sagte der italienische Schriftsteller Ignazio Silone 1978.
Das hat der italienische Schriftsteller Ignazio Silone vermutlich nie so gesagt.
Es gibt keine stichhaltigen Beweise, nur eine halb erinnerte Anekdote aus dem Buch eines Bekannten, nur einen lange nicht korrigierten Eintrag auf Wikipedia, nur ein Meme, ein Meme, ein Meme. Italienische Schriftsteller haben mehr Autorität, aber an Memes erinnert man sich besser.
Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: „Ich bin der Faschismus“, sondern, dass man die große Gefahr des Linksextremismus unbedingt ernst nehmen müsste, sich vor einem Linksruck schützen, linke Gewalttaten brennende Autos und Mülltonnen schwarzer vermummter Mob links links links.
Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: „Ich bin der Faschismus“, sondern: „Brennende Flüchtlingsheime sind kein Akt der Aggression, sondern ein Akt der Verzweiflung gegen Beschlüsse von oben.“, und: „Hitler und die Nazis sind nur ein Vogelschiss in über 1.000 Jahren erfolgreicher deutscher Geschichte.“
Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: „Ich bin der Faschismus“, sondern: „I bims, der Faschismus“, denn wir haben 2017. 2017 zog die AfD zum ersten Mal in den Bundestag ein, als drittstärkste Kraft.
Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: „Ich bin der Faschismus“, sondern: wir müssen die AfD mit den besseren Argumenten entzaubern, wir müssen den Dialog aufrechterhalten, wir müssen die Ängste der Bürger ernst nehmen.
Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er nicht sagen: „Ich bin der Faschismus“, sondern: „Wir müssen die Grenzen dicht machen und dann die grausamen Bilder aushalten“ und „Wir müssen endlich im großen Stil abschieben“. Einer dieser Sätze stammt von Alexander Gauland von der AfD, einer von Olaf Scholz, SPD, amtierender Bundeskanzler. Ich sage aber nicht, welcher.
Als sich führende Persönlichkeiten der Neuen Rechten, hochrangige Politiker und ihre Unterstützer aus der Wirtschaft in Potsdam trafen, gab es deutschlandweit Demonstrationen. 250.000 Teilnehmende insgesamt. Nie wieder ist jetzt.
Als der Faschismus 1933 zum ersten Mal einkehrte, gingen 150.000 Menschen in Berlin auf die Straße. Fünf Tage später wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt.
Als ich die Schilder auf den „Nie wieder ist jetzt“-Demos gesehen habe, die Kacheln auf Instagram, stand in einigen davon: „Gegen AfD, weil ich Döner mag“. Wir brauchen Fachkräfte, wer stutzt euch den Bart, wer sticht den Spargel, wer wischt eurer dementen Oma den Arsch. Die Welt zu Gast bei Freunden, zu Gast, zu Gast, zu Gast.
Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er sagen: „Immerhin haben wir jetzt so viele Ausländer im Land, dass sich ein Holocaust mal wieder lohnen würde.“
Wenn der Faschismus wiederkehrt, wird er genau das sagen: „Ich bin der Faschismus“. Er wird lange genug gewartet haben. Er ist geduldig. Er war nie wirklich weg gewesen.
Ich bin 2002 mit sieben Jahren nach Deutschland gezogen. Mein Deutsch ist perfekt. Wenn ich wollte, könnte ich in den sozialen Medien die Rechtschreibung von Nazis korrigieren. Ich habe keine Angst. Ich habe lange keine Angst gehabt. Ich konnte es mir leisten, mich in interessanten Zeiten zu langweilen.
Ich bin migrantisch, aber immerhin weiß und mit deutschem Pass, ich bin bisexuell, aber immerhin nicht lesbisch und nicht transgender, ich bin psychisch krank, aber kann mich gut verstellen, ich habe jüdische Wurzeln, aber immerhin nur großväterlicherseits, ich bin gebildet, integriert, ich gehöre zu Den Guten. Ich bin ein Frosch im langsam aufkochenden Wasser, es ist warm, es ist nicht einmal unangenehm. Es ist alles in Ordnung, ich würde nicht zu den ersten gehören, die man an die Wand stellt.
Wenn der Faschismus wiederkehrt, was werdet ihr sagen?
Was werdet ihr tun?
Wann stellt man euch an die Wand?
Und wenn nicht euch, dann eure Freundinnen und Freunde, eure Partnerinnen und Partner, eure Familie, eure Nachbarn?
Vielleicht habt ihr sie nicht. Vielleicht habt ihr nichts zu verlieren als euren liebsten Dönermann. Dann bleibt der Topf, in dem wir kochen, für euch eben ein Whirlpool. Es ist kalt in Deutschland, es ist deutsch in Kaltland.
Bis ihr wieder sagen müsst, dass ihr ja im Widerstand wart, wie man es von euch erwartet.
Wenn der Faschismus wiederkehrt, weiß ich, was ich sagen werde. Diese Geschichte wird nicht mit meinem, nicht mit unserem Blut geschrieben.
Not the slogan of the german right wing party being “Black-Red-Gold is colorful enough”
Besides the LGBTq-phobia, this represents their mindset and supporter perfectly. Imagine wanting a world with only 2 colors + black.... If you wanna live in such a boring and monotone way, you do you, but don’t force everyone else into that sad af lifestyle.
Werder Bremen will AfD-Anhängern Dauerkarten entziehen
JF: Der Präsident des Fußballbundesligisten Werder Bremen, Hubertus Hess-Grunewald, hat einem Fan mit dem Entzug der Dauerkarte gedroht, da dieser die Anti-AfD-Haltung des Vereinsfunktionärs kritisiert hatte. Zuvor hatte Hess-Grunewald betont, AfD-Wähler zu sein, passe nicht zu Werder. http://dlvr.it/Qmmz3f
Streit um Anti-AfD-Ausstellung an Güstrower Schule
JF: Nach heftiger Kritik an einer Anti-AfD-Ausstellung hat der Leiter einer freien Schule in Mecklenburg-Vorpommern eine Ausstellung gegen Linksextremismus angekündigt. Zuvor hatte Boldt Kritik von Seiten der AfD an der Präsentation zurückgewiesen. Es gehe darin um eine kritische Auseinandersetzung mit der AfD – zum Beispiel um ihre Haltung zum Klimawandel oder ihren Rassismus. http://dlvr.it/QPHxVL
Mitte September
Warnung: S.A.R.K.A.S.M.U.S.
Normalerweise rinnt einem am Morgen der kalte Schweiß von der Stirn, wenn einem entweder einfällt, dass das nicht gemachte Hausaufgabenprojekten am Nachmittag desselben Tages fällig ist, oder keine frische Unterwäsche im Schrank findet. (Jedenfalls vermute ich, dass die kleine Nuance "normal" für letzteren Punkt auf den Großteill der beteiligten Leser zutrifft.) Dies kann einem durchaus auch beim Aufschlagen der Morgenzeitung passieren. Doch nach einer Jugend, während derer zeitgleich der verfettete Steurhinterzieher sogar einen eigen Film erhielten, aus dem simplen Grund, dass sie die Funktion eines Mangers eines Fußballvereines waren; einer freiheitswertschätzenden (dies propagiere jedenfalls aus Schriftgröße 38 und playboy-überbietenden Bildchen bestehende Zeitungen) Regierung, die einen politischen Flüchtigen nicht aufnehmen, weil er in seinem Heimatland die angeblich so geschätzte Meinungsfreiheitvetritt, Asyl verweigert; einem angeblich so offenem Land, das dennoch Ländern, deren größtes anhaftendes Cliché der penetrante Katholizismus ist, in Sachen gleichschlechtlicher Ehe hinterher hinkt; - dachte ich, ich sei hart gesotten.
Doch zum geistigen Prozess des Erwachsenwerdens (viele misverstehen die Erlaubnis, Filme mit rotem FSK-Aufkleber kaufen zu dürfen, als endliches Ablegen des Kind Seins), gehört die EInsicht, auch falsche Schlussfolgerungen gezogen zu haben. Eine eben solche Einsicht überfiel mich, als ich die Zeitung aufschlug. In demselben Herzschlagfühlte sich der Schweiß in meinem Nacken arktisch an. In derselben Klimazone sehe ich, metaphorisch gesprochen, die politischen Aussichten dieses Landes.
Bei einer national weiten Umfrage schaffte es die AfD auf 16%.
In jüngeren Jahren dachte ich in naivem Urvertrauen, dass vielleicht nach dem Schrecken, des zweiten Weltkrieges, Menschen dazu gelernt hätten, religiöse Verschiedenheiten zu tolerierien und zumindest einigen Gruppen fruenlich gegenüber zu treten. Aus Gründen letzter Reste Selbsterhaltng möchte ich nochmals betonen, dass dieser bereits einige Jahre zurückliegt. Keine Aufarbeitung wird je entschuldigen, was während der Nazizeit geschah, allerdings ist, mit zunehmenden Alter und Erfahrung, bewusst geworden, dass Aufarbeitungen, Entschuldigungen und vor allem Bewahrunge gegen das Vergessen gewissermaßen einmalig! Währenddessen hält Deutschand immer noch den schwarzen Peter des historischen Bumerangs. Feiern bei einer Fussballweltmeisterschaft! "Aber dei sollten sich lieber für Ausschwitz schämen!" Man kann gerne auf die Ironie hinweisen, wenn Spanien diesleben Ergebnissen bei demselben Sport passiert, die Kritik Scham für einen gewissen Landsmann des Nachnamen "Franco", der im Übrigen ein ähnliches Parteikonzept wie sein deutscher Amtskollege zur selben Zeit, zu empfinden, bestenfalls von alkoholbenebelte Apathie aufgenommen und fünf Nanaosekunden später im Orkus des Vergessens trudelt. Interessanter Weise sprechen auf internetplattformen englischer Sprache genau jene unter Rassismus leidenden Gruppen am meisten von “race“ (direkt und auch sonst wie übersetzt, Rasse), was, der geschichtsbedachte Leser, merkt auf, ebenfalls zum frequenten Propagandavokabular der Herren Mussolini, Franco, Hitler und diverser Sklavenbesitzer gehörten. Bleiben wir doch im anglosaxonisch phonetischen Bereich… die US-Staaten leiden des Öfteren unter Witzen, die ihnen eine Nichtexistenz von Kultur unterstellen. Dabei ist dieses Land ein Schmelztiegel afrikanischer, europäischer, asiatischer und indigener Kulturen – ein Potenzial das entweder versklavt, bis zur Unkenntlichkeit in Parodien entstellt und absichtlich der Aufklärung entzogen wird. Dennoch gibt es kein Land auf der Welt, dass sich mehr herausnimmt nach einigen Bombenanschlägen, die in anderen, nicht so teuer sanierten Ländern, tagein, tagaus stattfinden, gleich eine internationale Umgestaltung sämtlicher weltweit existierender Flughäfen zu unternehmen, und nebenbei auch eine komplette Kriegswelle heraufzubeschwören, wobei neutrale Parteien, bei Verweigerung des Kriegseintrittes sogleich als „Feinde“ der patriotisch verblendeten, egozentrischen Großmacht verunglimpft zu werden. Beim Stichwort „egozentrischer Großmacht“ entfaltet sich sogleich die Assoziation: Groß Britanien. Nach den neusten Wahlergebnissen, die für die nicht wählen gegangene Jugend zwar tragisch, aber von in aten Zeiten denken Kleingeisten, scheint es, als fände Great Britian zu seinen historischen Wurzeln zurück. Zuerst spaltet sich Schottland, vielleicht verkrümelt sich auch Wales, und good old England, wird seine lieblichen Ausmaße vor der ersten Jahrtausend Wende erhalten. Die Briten, eigentlich Engländer, scheinen immer noch nicht verkraftet zu haben, keine regierede (plündernde) Großmacht mehr zu sein. Während sie verzweifelt versuchen, sich an den letzten Strahlen herabsausenden Ruhmes zu ergötzen, wüssten ehemalige Teile, die England einst so „great“ machten, nicht so rühmliche Kolonialgeschchten zu erzählen. (Der Fairnesshalber muss man allerdings anmerken, dass keine Kolonialmacht, diese Geschichten ihrerseits anspricht…) dennoch sehnen dich die engländer nach Glanz und Glorie zur was sie hoffen durch eine stimme f xenophobie zu erhalten. immerhin hat sich diese methode bereits schon ein mal bew> In ungarischen Gefilden ist ein gewisser Herr Orban den Engländern in diesem Gedankenzug um einige Stationen vorraus. Das Land mit der niedrigsten Immigrationsrate muss natürlich um den Erhalt seiner Kultur bangen. Doch wo bleiben die Frauen? In Frankreich jedenfalls hat eine Madame LePen ihre männliche Amtskollegen mit demselben Konzept eingeholt. Doch seltsamer Weise sind immer noch die Deutschen die ewigen Nazis. (Nie die Österreicher, von woher der Herr Hitler stammt, und diese Ganze „was zusammen gehört, gehört zusammen“ Sache als allzu schmeichlerisch empfanden. Von österreichischer Aufarbeitung hat man auch noch nie gehört, dafür brilliert Romy Schneider in der Rolle als Sissi dieses lieblichen Alpenlandes zu sehr.)
Hiermöchte ich, der Autor im Gewand des erzählerischen „Ichs“, folgende Hypohese aufstellen: Die Welt kann wunderbar einfach sein. Ärzte tragen weiße Kittel um die Schultern und ein Stethoskop um den Hals, Politiker haben die optischen Charme einer Kohlroulade, Faschisten tragen Hugo Boss Uniformen, Schaftstiefel, den Arm rechts hoch und ein rollendes R auf der Zunge. Das sind Faschisten. Auf keinen Fall sehen gemütliche Ehepaare, die nette Nachbarin oder gar etwa der perfekte Stiefsohn wie Faschisten aus. Sie sehen nicht so aus, also können das auch keine sein! Sie sind bloß um den Zustand des Landes besorgt! Das ist was ganz anderes!
Diesem Gedankenfehler scheinen Madame le Pen, Herr Trump, Herr Orban und zahlreiche weitere schillernde Figuren des momentanen Politiklebens zu unterliegen.
Ebenso die Anhänger der AfD.
An dem Argument, dass die großen Parteien lethargisch agieren sowie das allgemeine Gefühl der Bevölkerung, kaum vertreten zu werden, ist nicht unverständlich – weniger verständlich ist jedoch die Bürgerbewegung, eine xenophobisch motivierte Partei zu wählen. Natürlich macht man sich Versprechungen, dass die Handlungen dieser Partei genauso fetzig wie deren Hasstieraden sein werden. Vielleicht werden sie das auch, aber ob das besser ist sei in den Raum gestellt. Und wer weis, wenn mal die Grünen oder die SPD gewählt werden, was das für einen Unterschied machen könnte. Zufolge des Parteiprogramms sollten Frauen schnell in die Küche zurückkehren, um rasch Sauerkraut und Kinder zu machen. Des Weiteren… nichts. Nicht etwa, dass der AfD keine weiteren Programmpunkte einfielen – nein, die Frauen sollen auch nichts weiter machen, außer vielleicht noch den Flurboden bohnern. Ich habe leider vergessen, wer dieses Zitat formulierte, doch ich denke, derjenige hat den Nagel auf den Kopf getroffen mit “Man könnte meinen, ISIS und die AfD hätten ein gemeinsames Frauenprogramm entworfen.“ So fremdenhassend die weiblichen AfD-Wählerinnen und Frau von Storch auch sein mögen, sobald ihr die AfD wählte könnt ihr sobald nicht mehr wählen gehen.
Die Zählung der Homosexuellen in Deutschland verblüffte mich ebenfalls. Ich dachte das Misstrauen gegen gemeine Flüchtlinge sei zum Wohlen ganz Deutschland, dass deutsch Werte, wie etwa dem Respekt jeder sexuellen Orientierung, erhalten bleiben. Die lieben AfD-Mitglieder denken doch nicht etwa in kleinbürgerlichen Kategorien? Andererseits wäre es auch gut deutsche Homosexuelle zu zählen, dann kann man ja die Anzahl homosexueller Paare gegen die Anzahl heterosexueller Paare rechnerisch gegeneinander aufwiegen, um zu kalkulieren, wie viele gute deutsche Buben und Dirnen in den nächsten Jahren für die Formation im Kampf gegen die bösen, bösen Ostländer, geboren werden. Jetzt verstehe ich den Gedanken dahinter!
Doch eines der größten Parteiprogramme wäre die Bewältigung der Flüchtlingskrise. Hierzu sei angemerkt, dass drei große Ängste hier mitmischen: 1)Angst vor Kriminalität, oder besser, Anschlägen In Großstädten wie dem verruchten Berlin, das wilde Hamburg oder de ausgelassenem Köln sind täglicher Mord- und Totschlag nichts Neues, doch in den idyllischen Hinterländern Sachsens und Mecklenburg-Vorpommern bangen die guten Bürger um ihr Hab und Gut, darum, dass ihre gehegten Vorgärten, nicht von verirrten Landesunkundigen betreten werden. Der Begriff „ländlich“ wurde von den malerischen Gegenden fernab großer Städte und mondänen Anschlusses geboren. In frischer Natur, geprägt von Nachbarschaft, ohne nennenswerte Teilhabe am Reichtum des Landes erinnern beschriebene Hinterwald-Regionen Deutschlands an die mittelwestlichen Gefilde der USA. Diese sind, ebenso wie ihre Cousins aus Deutschland, großteilig von Repubilkaner-/Trumpwählern bevölkert. In Deutschland wäre die Parallele: AfD-Wähler. „Make America great again!“ “Zum Erhalt deutscher Werte!” … wird in beiden Regionen geschwafelt. Erwähnenswert wäre eventuell der Umstand dass jene Regionen, den niedrigsten Imigrationsanteil innerhalb ihrer Länder haben. Eine weitere Erwähnung wäre, nur eventuell, dass Terroranschläge klassisch dort veranstaltet werden, wo sich viele Menschen aufhalten, viele Menshcen in Panik versetzt werden können – sprich größere Städte. Im Mittleren Westen, sowie in Meck-Pom, wo der Anteil von animalischen wie biologisch humanen Rindvieh die Anzahl von menschlicher Bevölkerung aufwiegt, wäre selbst dem einfältigsten Bombenleger klar, dass sein Terroreffekt minimal wäre, da zu wenige betroffen wären. Doch komplett versimpeln will ich die Lage des mittleren Westens und Meck-Pom, inklusive Länder-Pendant, denn sie folgen den Bauernfängerein ebenso aus der Hoffnung, vielleicht mehr finanziellen Umsatz in ihren Ländern zu machen. Das geht natürlich nicht wenn…>7p
2)… die Arbeitsplätze weggenommen werden. Persönliche halte ich nicht viel von der Abschaffung der Wehrplicht. Man konnte zwar beim Bund mitmachen, stand einem jedoch nicht der Sinn danach, konnte man gerne im sozialen Bereich aushelfen. Man hatte die Auswahl zwischen Dienst im Militär oder im Sozialbereich. Genau Letzteres empfinde ich als ziemlich guten Punkt. Als frischgebackner Schulbeender hat man ein oder den anderen oder auch gar keinen Job gehabt, doch mit dem richtigen Leben hatte dieser wenig zu tun. Hier lernt man wirklich fürs Leben, vor allem wie man mit anderen Menschen umgeht. Man erlernt Fähigkeiten, die keine akademische Schule vermitteln kann. Ein gemütlicher Nebeneffekt war der vielfältige Einsatz eines Zivis. Taschenmessergleich konnte er/sie/xer (Huptsache Zivi) jede dringende Notwendigkeit erledigen, womit, trotz Fachkräftemangel, eine Menge sozialer Einrichtungen wie geschmiert liefen. Seit der Abschaffung der Wehrpflicht, herrscht Fachkräftemangel, doch ein unbedingter Andrang seitens der deutschen Bevölkerung herrscht nicht. Die deutsche Regierung hat die Gelegenheit beim Schopf gepackt, und zu Zeiten der Flüchtlingskrise, unbedarfte Ausländer für diese Arbeit angeheuert. Moralisch empfinde ich diese Aktion fragwürdig, doch anderseits muss ich offen sagen, dass Arbeiten erledigt werden für die sich sonst alle Meckerer zu Schade sind. Ihr hattet die Chance nicht ergriffen, PG Pech gehabt, aber daran seid ihr Schuld, weil ihr euch zu fein wart. Dazu sind die Arbeitsmöglichkeiten der Imigranten mit vorläufigem Visum und Asyl auch nicht allzu prickelnd. Denen wird auch nicht gleich der bestbezahlte Modedesignerjob vor die Füße geworfen.
3) Stichwort Angst vor Islamisierung Wir schreiben das Jahr achthundertirgendwas. Der bärtige Germanenhäuptling Haraolt blinzelt in ein nervös lächelndes Gesicht, das zu einem Mann in grober Kutte, Hornhaut auf den Füßen und komischen Holzschmuck um den Hals. „Christentum?“ spuckt Haraolt aus „Kenn ich nicht, interessiert mich nicht. Zieh Leine, wir kaufen nichts.“ So in etwa kann man sich die Beginne des Christentums vorstellen. Bevor sich das Christentum sich in Europa breitmachte, glaubten die diversen Völker an verschiedene Gottheiten, führten diverse Riten aus, und dachten sich die verrücktesten Antworten auf die philosophischen Fragen des „Wieso sind wir hier?“ „Woher kommen wir?“ und „Wohin werden wir gehen?“ aus. Dahingegen erschien die Geschichte von einem Paar, dass die gesamte Weltbevölkerung produzierte (die Vermutung, dass dies nur durch inzestuöse Vorgänge vorrangetrieben werden konnte, lassen wir auch), recht vernünftig. Tatsache bleibt und ist, dass das Christentum an sich keien europäische Erfindung ist, sondern ein Importkult, der die heimischen Glaubensrichtungen verdrängte. Das Christentum selbst entstand in der nahöstlichen Region in der das Juden schon lange ansässig war, ebenso entstand dort auch der Islam. Der Messiahs selbst, Namensgeber der weitverbreitesten Religion Europas, war Jude. Trotz aller Christlichkeit, wurden europaweit immer noch Folklore von schwarzen Katzen, Gespenstern in tiefen Wäldern und Drachen aufrecht erhalten. Selbst die Urdeutschen (eigentlich großteilig hessischen) Märchen der Gebrüder Grimm weisen ausgesprochen wenig Gottesfrömmigkeit auf.
Die größte Angst, die mit Islam einhergeht, ist in Wahrheit die Angst, dass die Bevölkerung Radikalislamistisch werden könnte. Obwohl die beiden Wörter ähnlich klingen, bedeutet „Islamisch“ nichts weiter als „muslimisch“, als das Glaubensbekenntnis zu der Religion Islam, wohingegen, “islamistisch“ bedeutet, dass unter dem Schutzmantel, also den Namen missbrauchend, Terroraktivitäten durchgeführt werden. Die Verkörperung dieser ist ISIS, die man zurecht als menschenversachtende Verbrecher einstufen kann. Doch wer sich ein Mal bemüht hat, etwas über den Islam zu lernen, wird schnell feststellen, dass die Taten von ISIS so ziemlich allen Lehren des Korans widersprechen. Die Taten von ISIS mit den Lehren des Korans gleichzustellen, ist gleichbedeutend mit der Aussage, die Kul-Klux-Klan Praktiken seien gleichbedeutend mit dem Wort der Bibel. (Wenn sie dem zustimmen, dann bin ich mir sehr sicher, dass sie a) vergessen, dass Jesus als Bewohner im Nahen Osten ziemlich sicher dunkelhäutig gewesen sein muss b) sie seine Predigt der „Nächstenliebe“ eindeutig nicht verstanden haben, eben so wie c)das alttestamentarische Gebot „DU SOLLST NICHT TÖTEN“.)
Die Entstehung des IS hat weit weniger religiöse Gründe, als man annehmen möchte. Zuerst muss man verstehen, dass die Interpretationen des Islams genauso vielfältig, wenn nicht vielfältig sind wie die diversen Interpretationen des Christentums, in der Calvinisten, Protestanten, Kopten und auch international große Differenzen herrschen. In der Entstehungsregion des IS ist es den Leuten verboten, Predigten des Imams zu hinterfragen. Gleichzeitig herrscht in diesen Regionen wenig Zukunftsperspektive, auch die Bildung ist eng angebunden. Der IS wurde auch aus einer unterdrückten Bevölkerungsgruppe angehören. Wer Genaueres erfahren möchte, kann im ZEIT Archiv gute Artikel finden, ansonsten müsste in jedem gute sortierten Buchhandel eine neutrale Abfertigung über die Entstehung des IS zu finden sein. Es müsste klar werden, dass der IS eher aus sozialer wie politischer Not, als denn tatsächlicher (fanatisch) religiöser Überzeugung geboren wird.
Ich habe nun auch keine Doktorarbeit über dieses Thema verfasst, doch ab und zu eine andere Zeitung als die BILD zu lesen, einfach etwas Intelektuelle Arbeit. In der AfD scheint die keiner so wirklich leisten zu wollen. Zwar gibt es schlagkräftige Parolen, aber die wenigen Intelektuellen wie beispielsweise Herrn Lucke wurden rasch abgesägt. Schaut euch doch das Fußvolk an! Sie sind der optische und, sobald sie den Mund aufmachen, Inbegriff der Tumbheit. Die Lösungsansätze der AfD scheint nur aus Hass, Fremdenhass, Hass auf LGTBQ+-Mitglieder, und Ausländer zu sein. Seien wir eherlich, die wahren Probleme in Deutschland sind, dass wir den Islam nicht gut kennen. Gut, dann sprechen wir doch mit einigen Muslimen über ihre Religion und fragen, ob manche Gerüchte wirklich so stimmen. Man wird überrascht sein! Klar hat man wegen der Terroranschläge Angst, aber a) das ist ja genau die Absicht dahinter, und wenn wir der Angst nachgeben, anstatt rational zu handeln, ist das Ziel der Terroristien erreicht b)es ist nicht so als ob es in Deutschland nie Terroristen gegeben hätte. Die RAF, gar nicht so lange her. Das waren auch Deutsche, dies Mal mit politischer Motivation. Die waren auch keine Schoßhunde.
Um ehrlich zu sein, weis ich nicht so ganz wohin dieser Text führen soll, aber ich fordere euch auf: Informiert euch über den Islam, sprecht mit Flüchtlingen, sie haben furchtbares durchgemacht und 96% von ihnen haben die Absicht sich gut wie zivilisiert zu integrieren, als irgendjemanden zu radikalisieren oder zu töten. Macht euch klar, welche Bevölkerungsgruppen von der AfD ins Visier genommen werden, und vor allem, dass es bessere, drängendere Ansätze unserer momentanen Situation gibt. Lest deren Parteiprogramm mit kritischer Hinterfragung. Diese Armleuchter sind gefährlich!
Nehm euch das zu Herzen, wählt sie bitte nicht!