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Kirchenaustrittswelle in Köln: Amtsgericht verzeichnet derzeit mehr als 1000 Austritte im Monat – Brandbrief von Pfarrern an Kardinal Woelki was originally published on
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Kirchenaustrittswelle in Köln: Amtsgericht verzeichnet derzeit mehr als 1000 Austritte im Monat – Brandbrief von Pfarrern an Kardinal Woelki was originally published on
Bernd Lucke plant „NS-2015“-Partei
Ex-AfD-Chef Bernd Lucke ruft im Internet zur Gründung der Partei „Neustart 2015“ auf. Über 1000 Mitglieder haben die AfD seit Luckes Wahlniederlage verlassen. [dropcap]D[/dropcap]as Noch-AfD-Mitglied Bernd Lucke ruft dazu auf, die „AfD des Jahres 2013“ noch einmal neu zu gründen. Unterstützt wird er dabei von den Europa-Abgeordneten Hans-Olaf Henkel, Joachim Starbatty, Bernd Kölmel und Ulrike…
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Neuer Eintrag bei Aranitas Gedanken: Ich bleibe.
Neuer Blogeintrag bei http://www.aranita.de/blog/2014/09/22/ich-bleibe/
Ich bleibe.
Ja zur Piratenpartei
Der folgende Artikel stammt von einem funktionstragenden Piraten aus NRW. Da ich diesen Zeilen vollumfänglich zustimmen kann, habe ich den Beitrag Übernommen. Herzlichen Dank an den Autor für die Erlaubnis dazu.
Ja, diese Woche war/ist viel los bei #Piratens. Es scheint, als würde nach fast 2 Jahren endlich der nötige Konsolidierungsprozess einsetzen. In dieser Zeit ist eine Menge kaputt gegangen. Vor allem die Motivation vieler vormals sehr fleißiger und enthusiastischer Polit-Arbeiter. Fast 2 Jahre hatten es wenige Leute geschafft, das Außenbild der Partei quasi völlig mit programmfernen Themen (Genderwahn, Feminismus, Antifaschismus, Sozialromantik, …) zu überlagern. Die Folge ist logischerweise eine desaströse Wahrnehmung und eben solche Wahlergebnisse.
Nichts desto trotz arbeiten viele hundert #Piraten tagtäglich in den Parlamenten und Stadträten und machen dort größtenteils einfach einen guten Job (im Sinne des wählenden Bürgers). Und wo viele nun nach dem #Austritt diverser prominenter Links-Piraten den Untergang der Partei sehen…lassen sich aber auch gegenteilige Trends ausmachen. Es scheint gerade eine #Wiedereintrittswelle vormals leistungs-tragender Piraten zu geben. Die sehen jetzt nicht den Untergang, sondern eine Chance endlich inhaltlich Politik zu machen, statt sich immer wieder nur mit skandalösen Auftritten zu profilieren. Besser gesagt, sich die eigene ruhige Arbeit immer wieder davon torpedieren zu lassen und sich trotz guter eigener Arbeit ständig in Rechtfertigungs-Rücklage befinden. Auf Dauer ein echt beschissenes Gefühl.
Aber warum treten die jetzt wieder dort ein, wo sie noch vor Kurzem verzweifelt waren? Aus Gesprächen weiß ich, dass der Tenor dabei ist: (sinngemäß:) “Nur da sehe ich eine echte Chance, dem nötigen (und derzeit gnadenlos unterrepräsentierten) sozialen Liberalismus in Deutschland wieder zu stärken. Wenn diese Blender gehen…kann ich zurück kommen…und arbeiten.” (dem schließe ich mich nicht uneingeschränkt an, denn ich erkenne auch die gute Arbeit von manchem an, der jetzt geht)
Nun, der Ruf der Partei ist jetzt natürlich erstmal im Keller. Und bekanntlich ist es immer sehr viel schwerer zu reparieren als etwas von vorne herein pfleglich zu behandeln. Aber im Gegensatz zu #FDP sehe ich bei den Piraten wirklich eine Chance zu dieser Konsolidierung. Was vielleicht mal aus der gerade stattfindenden Neugründung #NeueLiberale wird, kann noch keiner sagen. Wird natürlich interessiert (aber auch vorsichtig-zurückhaltend) beobachtet. Die FDP ist durch und durch vom #Neoliberalismus zerfressen und wird kein ehrliches soziales Gewissen mehr entwickeln können. Bei den Piraten war genau das immer schon sehr ausgeprägt. Genau wie eine klare Haltung gegen Faschismus (§1 der Piratensatzung, nur so am Rande). Auch ganz ohne antifaschistische Kampfbeflaggung und Brandsatz-werfende Kandidaten.
([Funfact:] Ich empfinde mich seit ca 30 Jahren als Gegner des Faschismus (eigentlich: Extremismus an sich) und war vermutlich in dieser Zeit auf mehr Aktionen, als mancher junge über-enthusiastischer Neu-Antifaschist heute. Und doch werfen die einem sofort Rechtslastigkeit vor, weil man es wagt, das nicht als primäres Ziel der Piratenpartei zu verstehen und zu vertreten.)
Ich bin jetzt seit fast 6 Jahre dabei. Und das (bis auf das letzte Jahr) immer als eine der tragenden und treibenden Kräfte. Und auch mir war irgendwann 2012/2013 angesichts der Zustände in der Partei immer mehr die #Motivation abhanden gekommen. Immerhin sind wir fast alle reine #Ehrenamtler, die die Parteiarbeit nicht selten so zeit- und arbeitsintensiv wie einen Vollzeitjob betrieben. Und das meistens neben einen normalen Vollzeitjob. Freizeit wurde daneben auch für mich über Jahre zum Fremdwort. Da schmerzt es natürlich besonders, wenn das Aufgebaute so zum Teufel zu gehen scheint.
Wohin sich das nun entwickelt, wird keiner genau sagen können. Aber immerhin entwickelt sich endlich etwas. Aus meiner Sicht darf es den Piraten nicht darum gehen, sich in Konkurrenz zu Linke, FDP und AfD um Protestwähler zu bemühen. Es gibt hier ein riesiges libertäres #Vakuum in Deutschland zu füllen. Und das könnten die Piraten eigentlich locker stemmen. Wenn sie sich nicht weiterhin vorrangig gegenseitig bekämpfen (und dafür bieten die Rücktritte jetzt Gelegenheit)…wenn für die Piraten auch nur gewählte Sprecher sprechen. Wenn Gewählte dann das _beschlossene_ Programm – und nur das – nach außen vertreten. Wenn Streitfälle nicht mehr via #Twitter abgehandelt werden. Wenn akzeptiert wird, dass es zu Themen _immer_ auch Köpfe braucht, denn Wähler wählen Menschen (denen sie ein gewissen persönliches #Vertrauen geben)…keine Zettel oder Webseiten.
Die Piratenpartei wurde letzte Woche 8 Jahre alt. Sie hat mehrere #Hypes erlebt. Sie feierte 2011/2012 große #Erfolge mit relativ wenig Substanz (wobei das allerdings sehr gut und nötig war). Sie wurde regelrecht überrannt von erwartungsvollen Menschen mit großen #Hoffnungen. Viele sehr grundverschiedene Hoffnungen…und Richtungen. Während dann 4 Landesparlamente geentert werden konnten, wurde weiter am Programm gearbeitet. Aber die, die schon länger dabei waren bemerkten schnell, wie schwierig die Arbeit jetzt wurde. Jeder wollte seine Ideen ganz vorne wissen. Und davon gab es viele…sehr viele…sehr Gegensätzliche. Aber am Ende stand dann doch ein sehr klar sozial-liberales Programm…mit einigen deutlich linken Einflüssen. Genau das schien mir auch ein guter gemeinsamer Weg zu sein. Nun, an diesem Programm hatte sich ja auch nichts geändert. Nur wurde es lange von diversen Show-Veranstaltungen besonders links orientierter Piraten ausgeblendet.
2 Jahre lang fanden es dann viele Hipp sich Pirat zu nennen, ihre täglichen Kämpfchen auf Twitter auszutragen, jeden anzugreifen, der Amt und Verantwortung übernimmt. Viele davon werden vermutlich nicht einmal ihren Mitgliedsbeitrag bezahlt haben. 2 Jahre wurde versucht aus den Piraten sowas wie den parlamentarischen Arm antifaschistischer oder feministischer Kampfgruppen zu machen. Das scheint jetzt endlich ausgestanden zu sein. Die Karawane dieser Leute – die augenscheinlich mit freiheitlicher Politik nicht viel am Hut haben – zieht jetzt weiter. Gut so. Aber die haben auch einen Scherbenhaufen hinterlassen.
Ich setze nun wieder neue Hoffnung in die #Piraten . Hoffnung, die ich noch vor einer Woche so nicht geäußert hätte. Hoffnung darauf, dass das mit dem liberalen Vakuum doch noch gefüllt bekommen…noch steht es leer. Hoffnung darauf, dass wir nicht von wankelmütigen #Proteststimmen abhängen, sondern uns als feste und zuverlässige Kraft etablieren können. Eine Kraft, bei der der Wähler vorher weiß, was er bekommt. Mit Leuten, die erwiesenermaßen arbeiten können und wollen. Davon habe ich bei den Piraten viele kennen lernen dürfen.
Es wird mir jetzt erstmal nicht so leicht fallen wieder mehr anzupacken. Denn ich bin da wohl nicht anders, als der Wähler. Das enthusiastische (fast blinde) Vertrauen darauf, dass es sich schon gut entwickeln wird (und man hatte da ja auch seinen Teil beigetragen), ist natürlich weg. Mir ist heute sehr bewusst, wie fragil und angreifbar die offenen Strukturen der Piraten sind…ein #Schwachpunkt…und gleichzeitig doch auch #Wesensmerkmal der Partei. Ohne sie würde es viel von der unglaublichen kollektiven Kraft, die ich da 2009-2012 erlebt habe, nie gegeben haben. Und was missbraucht werden konnte…wurde dann leider auch missbraucht.
Aber ich sehe derzeit auch keine Alternative zu den #Piraten. Und ich merke ja, wie oft mich politisches Tagesgeschäft aufregt…und (bei den anderen) keiner da ist, der Finger in Wunden legt. Wir haben eine #GroKo, die weiterhin die soziale Spaltung des Landes voran treibt. Wir erleben einen immer schamloseren #Grundrechteabbau. Wir sehen, wie unsere Verbraucherrechte via #Handelsabkommen an US-Konzerne verhökert werden. Wir staunen über digitale EU-Personalien wie #Ottinger und scheinheilige digitale Regierungsagendas jenseits aller Vernunft. Wir sind fassungslos, wenn Grüne jetzt auch merkelsche #Asylkompromisse unterzeichnen. Wir bekommen heute keine 1000 Leute mehr auf die Strasse, wenn Deutschland nun #Krisengebiete bewaffnet und die Bundeswehr im Inneren eingesetzt werden soll. Wir beobachten entsetzt, wie weitgehend und alldurchdringend stattliche #Überwachung auch bei uns schon ist. Die #Pflege liegt am Boden, aber dafür gibts Rentenpräsente und #Herdprämien zur Beruhigung. #Kitaplätze? anyone? #Bildung? #Forschung? Und wollen wir echt warten, bis uns in 2 Jahren das Ende des #EEG samt Atomausstiegausstieg plus Heiligsprechung der #Braunkohle verkündet wird?
Wir beklagen den Erfolg der AfD, die ja eigentlich gegenteiliger kaum sein könnte. Und doch gibt es da Ansatzpunkte für uns. Nicht inhaltlich, nein. Die erleben gerade erstmal nur das gleiche, was wir auch mal hatten: Einen undifferenzierten Wählerschwung, der sich ohne nähere Kenntnisnahme der Inhalte immer zur neusten ‘Protestpartei’ dreht. In diesem Fall sehr unschön, weil deutlich rechtspopulistisch und wenig inhaltsreich. Ich denke eher, dass es das freiheitliche Vakuum ist, dass viele Menschen im Land verunsichert. Und eine von der CDU kaum noch zu unterscheidende SPD. Dazu die Grünen, die jetzt auch voll auf Mitte setzen und dabei ihr Kernwesen über Bord werfen. Und eine Linke, die im Osten mit passabler Arbeit, im Westen aber mit Politik von vor 25 Jahren daher kommt.
Wir müssen dieser AfD etwas positives entgegensetzen…und nicht stumpf das andere Extrem hochhalten. Wir müssen versuchen verunsicherte Bürger aufzufangen und zu zeigen, dass die Freiheit gegenüber Hass und Ausgrenzung die bessere gesellschaftliche Grundlage ist.
Es sollte also eigentlich genug Platz sein für freiheitlich-liberale Piraten. Wir müssen ihn nur einnehmen und kompetent besetzen. Und mancher wird es vielleicht gemerkt haben: Für mich sind freiheitlich-liberale Werte kein Gegensatz zu links-sozialer Politik. Das ließe sich prima kombinieren…aber nur ohne extremistisches Kampfgeheul und Schmähung aller Positionen außerhalb der eigenen. Politik ist immer Kompromiss…auch innerparteilich…und es kann den Piraten nur gut tun, wenn jetzt die gehen, die das nicht so sehen.
Ich bleibe.
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Neuer Eintrag bei Aranitas Gedanken: Antidemokraten - Austreten, Nachtreten
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Antidemokraten - Austreten, Nachtreten
(Bild: W. Niedermeier) Anke Domscheit-Berg – Austreten, Nachtreten
Derzeit geht ein Ruck durch die Piratenpartei. Prominente und weniger Prominente, die antidemokratischen Gruppen zugeordnet werden, treten reihenweise mit großem Getöse aus der Partei aus, nicht ohne gewaltig nachzutreten. Dafür treten viele Menschen wieder ein, denen es um die Grundwerte der Piratenpartei geht und nicht um Selbstdarstellung.
Nun ist es durchaus menschlich, wenn man Frust hat, dass man diesem auch Luft macht. Als ich vor knapp 30 Jahren bei den Grünen ausgetreten bin, gab es auch geharnischte Reaktionen von mir. Allerdings mit dem Unterschied, dass ich diese nicht öffentlich gemacht habe, sondern denen mitgeteilt hatte, die meiner Meinung nach der Grund für meinen Austritt waren.
Heute versucht man, ein Maximum an verbrannter Erde zu hinterlassen. Nach dem Motto: Wenn ich schon gehe, zerstöre ich, was ich zerstören kann. Diese Aktionen zeigen aber deutlich, dass diese Menschen nicht wegen der Piratenpartei in die Partei eingetreten sind, sonder dass sie die Piratenpartei als Werkzeug für die eigene Ideologie gesehen haben. Und zugegeben: Dieses Vorgehen hat auch lange Zeit funktioniert. Man nutzte bewusst die offene Struktur der Partei aus, um Schlüsselpositionen mit eigenen Agenten zu besetzen.
Der Rest der Partei hat geschwiegen. Aus unterschiedlichen Gründen. Ein Hauptgrund war die Angst vor Mobbing, ein zweiter die Angst vor Gewalt. Bei einem Bundesparteitag wollte jemand eine Antifa-Fahne abhängen. Reaktion des mittlerweile ausgetretenen Piraten und Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, Oliver Höfinghoff: “Geh mir aus der Sonne, sonst knallts!”
https://twitter.com/rgeddert/status/419762476319010816
Höfinghoff versuchte diese Aussage zu relativieren, hat sie aber nicht dementiert. Nun, wer sich einem gewaltbereiten Antideutschen wie Höfinghoff gegenüber sieht, der gibt aus Angst doch lieber nach. Höfinghoff verlor übrigens kürzlich seine Immunität als Abgeordneter, weil gegen ihn unter anderem wegen Körperverletzung ermittelt wird.
Als die Antidemokraten ihre diskriminierenden Ideologien immer weiter in die Piratenpartei tragen wollten, wachten immer mehr Mitglieder der Partei auf. Man wollte nicht aus einer Partei, die sich als “postgender” definiert (siehe diese Erklärung), eine Partei machen, die das weibliche Geschlecht bevorzugt. Man wollte nicht aus einer Partei, die für Frieden, Freiheit und Selbstbestimmung steht, eine gewaltbereite, Andersdenkende hassende Außenstelle von Antideutschen und Antidemokraten machen. Beim außerordentlichen Bundesparteitag in Halle gab es dann die Quittung: In den Bundesvorstand wurden ausschließlich Menschen gewählt, die sich dem Grundsatzprogramm der Piratenpartei verpflichtet fühlen. Die Antidemokraten verloren auf ganzer Linie.
Doch anstatt sich dieser demokratischen Entscheidung zu beugen, begann man unter dem Namen “Progressive Plattform” antidemokratische Ideologien weiter zu verbreiten. Verbunden mit ständigen Hassangriffen auf den gewählten Bundesvorstand. Gefangen in ihrer von Andersdenkenden freigeblockten Filterbubble waren die Antidemokraten offensichtlich der Meinung, ihre Ideologie hätte nach wie vor die Deutungshoheit in der Piratenpartei. Doch langsam mussten sie erkennen, dass diese Mehrheit in der Realität nicht existiert. Also beschloss man, die Partei zu verlassen, nicht ohne dadurch ein Maximum an verbrannter Erde zu hinterlassen.
Eine dieser augetretenen Nachtreterinnen ist Anke Domscheit-Berg. In ihrem Blogeintrag zu ihrem Austritt offenbart sie deutlich, um was es ihr ging: Nicht darum, die Piratenpartei nach vorne zu bringen, sondern ihre Ideologie der Piratenpartei aufzudrücken. Ein paar Beispiele dafür:
Mitten im EU-Wahlkampf mit #keinHandschlag konfrontiert zu werden, war vor allem ein Schlag ins Gesicht unserer politischen Anliegen. Der Mißbrauch der technischen Infrastruktur der Partei durch den #orgastreik, um den ehemaligen Bundesvorstand unter Druck zu setzen, war für mich vorsätzliche Behinderung politischer Arbeit. Wenn dann unerwünschte Personen abgeschossen sind und ein Buvo nach sozialliberaler Fasson installiert ist, sind plötzlich #1000Hände bereit.
Um was ging es wirklich bei der #keinHandschlag-Aktion bei der sich Mitglieder der Piratenpartei weigerten, ihre Zeit und ihr Geld für den EU-Wahlkampf zu opfern? Viele wollten keine Liste unterstützen, in der Anne Helm, die mit nacktem Oberkörper Bomber Harris für seine Ermordung unzähliger Menschen dankte (das sogenannte #Bombergate), aufgeführt war. Andere hatten andere Gründe. Auch ich hatte einen Grund. Ich wollte Straßenwahlkampf machen und hatte schon einen Plan, wann ich Infostände genehmigen lassen und Plakate kleben wollte. Dann las ich zufällig einen Tweet von Julia Reda, die auf Platz 1 der Europaliste stand und wollte diesem auf Twitter einen Favoritenstern geben. Dies war nicht möglich, weil ich von Reda ge(spam)blockt war. Meine Lust, mich für diese Person auf die Straße zu stellen, sank gewaltig ab und ich wurde deshalb Unterstützer für #KeinHandschlag.
Auch den #Orgastreik sieht Frau Domscheit-Berg anders als viele andere Mitglieder der Piratenpartei. Auch anders als die Betreffenden selbst, deren Statement hier einsehbar ist. Für sie war dieser kurze “Streik” “Machtmissbrauch”:
https://twitter.com/anked/status/436634050045149184
Einen tiefen Einblick die Art, wie sich Anke Domscheit-Berg Politik vorstellt, gibt auch dieser Satz:
Wo sprengen wir den Parlamentsbetrieb durch disruptives Verhalten, das das System auch mal von innen in Frage stellt?
Auch wenn hier verschämt ein Fremdwort benutzt wird: Disruptiv bedeutet nun einmal zerstörend. Die Piratenpartei will den Parlamentsbetrieb nicht zerstören. Sie will ihn nutzen, um bessere Politik für alle Menschen zu machen. Wer zerstören will, ist in der Piratenpartei definitiv falsch.
Ich habe nichts mehr verloren in einer Partei, deren “sozialliberale” Mitglieder mehrheitlich die Zusammenhänge in einer digitalen Gesellschaft nicht verstanden haben
Die Arroganz, mit der Domscheit-Berg politisch arbeitenden Menschen abspricht, Zusammenhänge in der digitalen Gesellschaft zu verstehen, lässt sich für mich nur durch angestauten Hass erklären. Auch wenn sie das Wort “unpolitisch” nicht benutzt, mit dem übrigens Ulrike Meinhof Andersdenkende gerne diskreditierte: Der Inhalt ist vergleichbar. Nach dem Motto: Bist du nicht meiner Meinung, bist du unpolitisch und/oder dumm.
Ein anderes Thema ist Domscheit-Bergs Loybbyarbeit für den Radikalfeminismzs, den ich mehrmals kritisiert habe (zum Beispiel in diesem Beitrag). Ich halte es für ein Relikt aus dem letzten Jahrhundert, dass Menschen wegen ihres Geschlechts bevorzugt oder benachteiligt werden. Für mich war übrigens die Postgender-Ausrichtung der Piratenpartei das letzte fehlende Argument, dieser Partei beizutreten. Dazu steht in der Bundessatzung der Piratenpartei folgender Satz: “Die in der Piratenpartei Deutschland organisierten Mitglieder werden geschlechtsneutral als Piraten bezeichnet.” Domscheit-Bergs Einstellung dazu ist wie folgt:
Ich finde es jedes Mal unfassbar, dass es immer wieder Piraten gibt, die den Begriff “Piratin” als satzungswidrig bezeichnen
Wenn man das Gegenteil von dem tut, was in einer Satzung steht, handelt man satzungswidrig. Der normale Weg in einer demokratischen Partei wie der Piratenpartei wäre es, wenn einem Teile der Satzung nicht gefallen, sich Mehrheiten zu suchen und die Satzung versuchen zu ändern. Ständig bewusst gegen die Satzung zu verstoßen ist nicht demokratisch und passt daher nicht zur Piratenpartei. Und dann wundert sich Domscheit-Berg, dass ihr ständiger Satzungsverstoß kritisiert wird?
Ich habe an Domscheit-Berg immer wieder ihre Kompetenz in Sachen Netzpolitik, besonders beim Thema Überwachung gelobt. Daher bedauere ich ihren Austritt. Auf der anderen Seite ist es nur konsequent, wenn das Ziel, eine Partei in die eigene Ideologie zu treiben scheitert, zu gehen. Insofern sehe ich ihren Austritt mit einem lachenden und einem weinenden Auge.
Das Nachtreten Domscheit-Bergs sieht übrigens auch die Süddeutsche Zeitung so: Sie schreibt: “Es ist kein gewöhnlicher Parteiaustritt, es ist eine öffentliche Abrechnung”. Dieses Nachtreten kennt – außer dem politischen Gegner, der sich ins Fäustchen lacht – nur Verlierer. Einerseits der Nachtretende selbst, denn wer will mit jemandem zukünftig zusammenarbeiten, der bei einer Trennung so hasserfüllt reagiert? Und andererseits die Partei, die sich die Frage gefallen lassen muss, warum man Menschen, denen es nicht um die Partei sondern um die eigene Ideologie geht, so lange gewähren ließ.
Ich bedauere grundsätzlich jeden Austritt aus der Piratenpartei. Denn ich bin der Meinung, dass Vielfalt nichts Negatives ist, sondern die Parteiarbeit weiterbringt. Vielfalt bedeutet aber nicht, dass man jeden, der nicht die selbe Meinung hat, als “Nazi”, “unpolitisch” oder “dumm” bezeichnet, wie das von Seiten der sogenannten “Progressiven Plattform” ständig passiert. Vielfalt bedeutet aus verschiedenen Ansichten durch Kompromisse sinnvolle Politik zu erarbeiten. Ich halte es aber für falsch, wenn man innerparteilich keine Mehrheiten generieren kann, diese Mehrheiten einfach zu missachten und wenn dies dann irgendwann auch nicht mehr funktioniert, mit großem Getöse und diskriminierenden Rundumschlägen aus- und nachzutreten.
Immer mehr Menschen verlassen die Kirche
Es wäre wünschenswert, wenn die Menschen durch den über Jahrhunderte praktizierten, systematischen Missbrauch von Kindern endlich erkennen, dass weder Gott, noch Jesus Christus diese unsäglichen Institutionen, die sich "Kirche" nennen, gegründet hat. Weder Gott, noch Jesus Christus gehören einer Konfession an. Die Erfahrungen mit den Juden führten sogar dazu, dass Jesus Christus das Priestertum ersatzlos abschaffte. (Offenbarung 1, 5+6) Er fordert in seiner Offenbarung sogar alle Menschen auf, die römisch-katholische Kirche, die er als "Hure Babylon" (Offenbarung 17) entlarvte, zu verlassen, damit sie nicht mitschuldig werden an ihren Verbrechen. (Offenbarung 18, 4+5) Dass ausgerechnet der verheiratete Petrus, der nie in seinem Leben in Rom war, dies bestätigte (siehe 1. Petrus 2, 4-10) beweist, dass der Menschheit mit der Petruslüge vorenthalten werden soll, dass der Papst und Pontifex Maximus der Nachfolger Cäsars ist. So wurde ebenfalls immer erfolgreich verschwiegen, dass die Verantwortung für die Kreuzigung Christi bei Pontifex Maximus Tiberius lag. Der zeitgenössische Historiker Tacitus, der mit Christus nichts am Hut hatte, hat es in seinen Analen niedergeschrieben. Und das Internet macht es uns möglich, auch dies nachzuprüfen. Vermutlich ungewollt gestand Papst Benedikt XVI. in seiner Jesus-Biographie, dass Jesus Christus von den römischen Herrschern hingerichtet worden. Jesus Christus wurde unter TIBERIUS vom Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet – siehe http://www.thelatinlibrary.com/tacitus/tac.ann15.shtml#44 Wer möchte Mitglied einer Kirche sein, deren oberster Christus ermorden ließ? Das Unglaubliche ist jedoch, dass sich der Nachfolger des Mörders als Stellvertreter des Opfers ausgibt. Und dass eine Milliarde Menschen auf diesen Betrug hereinfallen. Quelle: http://bibelmail.de/?p=496
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Protest gegen Missbrauchsaffäre
Immer mehr Katholiken verlassen ihre Kirche
[Bildunterschrift: Der Missbrauchsskandal belastet die katholische Kirche. ] Die Missbrauchsaffäre in der katholischen Kirche hat im vergangenen Jahr zu einem Anstieg der Kirchenaustritte um fast 40 Prozent geführt. Rund 180.000 Katholiken haben 2010 nach Recherchen der "Zeit"-Beilage "Christ & Welt" ihre Kirche verlassen. Das sind gut 50.000 Austritte mehr als im Jahr 2009. Damals lag die Zahl bei 128.800.
Besonders viele Austritte in Bayern
Weniger Vertrauen auch in die evangelische Kirche
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