Von Menschen, die wochenlang auf der Flucht waren. Von Kinderaugen, die sich über Seifenblasen freuen, über eine warme Suppe und Spielzeug. Von Familien und Hochschwangeren, die viel riskiert haben. Familien, Kinder, Männer, die sich über neue Schuhe und einen warmen Platz im Zelt freuen. Menschen, denen geblieben ist, was sie bis zum Drehkreuz am Flughafen Köln/Bonn tragen konnten. Mit im Gepäck stets eine Portion Hoffnung. Die sich bei einigen sicherlich nicht erfüllen wird.
Von Menschen, die seit Monaten helfen. Die hoffnungsvolle Fragen gestellt bekommen, auf die sie keine Antworten haben. Die viel Leid erleben, erzählt bekommen und verarbeiten müssen. Die zum Beispiel auch an Heiligabend Hunderte von Flüchtlingen bis tief in die Nacht mit Kleidung, Medizin und Essen versorgt haben.
Von all den Geschichten. Von den Geschichten der Flüchtenden und von denen der Helfer.
Vielleicht ist ja doch nicht alles schlecht - ein Gefühl, das man am Ende dieses Tages durchaus mitnehmen könnte. Doch dann liest man wieder Posts und Kommentare in diesem Internet. Das macht wütend. Und nachdenklich. Ich frage mich, wohin dieses Land und diese Welt im Jahr 2016 steuern. Und wer die Antwort auf diese Frage hat.