Die zweite Woche in der Männer-WG war sehr dubios. Das erste Blinddate begann ja bereits am letzten Tag von Woche 1 (die ulkige Polizistin) und die Blinddates von Giacomo haben dann Andrew ein Blinddate verschafft und umgekehrt. Und wenn mal keiner ein Date hatte, kam sicherlich eine der bisherigen Damen vorbei und Blumen abgestellt und vor der Türe gelungert...
So langsam scheinen Giacomo und Andrew auf einer Wellenlänge zu sein. Nahzu jeden Abend sind irgendwelche Damen zu Besuch und arrangieren wiederum Blinddates für ihre besten Freundinnen aus der Stadt. Die Party scheint nie mehr zu enden.
Wenn die weiblichen Einwohner des Apfelblütentals eben kein Interesse zeigen, dann muss man sich anderweitig umschauen. Und der neue Frauenbesuch ist auch viel leichter zu beeindrucken. Hier mal eine Geschichte aus dem Dschungel von Twikkii, da mal ein bisschen Tratsch über den blassen Nachbarn. Perfekt.
Doch aus all den naiven jungen Frauen, sticht eine hervor. Nicht etwa, weil sie noch leichtgläubiger ist, sondern weil sie das perfekte Gegenstück zu Andrew ist: Larissa Bär. Auch sie findet freie Liebe großartig, genauso wie Andrews "spannende" Geschichten. Und sie findet Andrew großartig. Das beruht auf Gegenseitigkeit.
Es gibt auch viele Damen, die Giacomo ganz großartig finden. Besonders Selma, eine Freundin von Larissa, ist total vernarrt in Giacomo. Sie würde ihn auf der Stelle heiraten und viele Kinder mit ihm bekommen wollen. Giacomo findet Selma ein wenig aufdringlich; wer kann es ihm verübeln? Irgendwie fühlt er sich in ihrer Anwesenheit an seine Exfrau erinnert.
Und so langsam geht ihm die Dauerparty im Haus auch auf die Nerven. Dauernd hört man lautes Gekicher oder wildes Trommeln im Haus. Besonders Selma und Larissa scheinen schon regelrecht hier zu wohnen. Wirklich Geld für die Parties haben die beiden Herren auch nicht. Wie gut, dass sie noch keine Stromrechnung bezahlen müssen. Andrew hat aber zum Glück einen Job als Fahrer angenommen. Er wird nun Cornelia und die zukünftigen Kinder in die Schule fahren.
Adelgund, die sich auch ohne laute Musik, über die Dauerparty beschwert (wo wohnt sie überhaupt, dass sie von dem Lärm gestört wird?), rät Giacomo auch dringend zu einem Job. Sie könnte ihm eine Stelle bei der Stadt vermitteln, aber er müsste sich dann wie ein Mann seines Alters benehmen. Es kann nicht so weiter gehen, dass sie hier dauernd unterschiedliches Damengekichere höre. Größtenteils erkenne sie ihre Freundinnen unter den Frauenstimmen. Und alle erzählen, dass sie entweder mit Andrew, mit Giacomo oder gar mit beiden in einer Partnerschaft seien. Ohoh.
Und so trudeln auch immer mehr Liebesbriefe (und Drohbriefe von Giacomos Exfrau) im Briefkasten ein. Andrew freut sich über jeden einzelnen, auch über die, die offenbar an Giacomo gerichtet wurden. Giacomo hingegen kommt das alles dubios vor. Er beschließt daher, dass er als Postbote direkt an der Quelle sitzt. Er ist sehr dankbar, dass ihm Adelgund geholfen hat. Außerdem kann ein Einkommen sicherlich nicht schaden. Durch die viele Zeit an der frischen Luft, ist Giacomo auch toll braun geworden. Nur über die Arbeitsuniform muss man nochmal reden...
Aber auch Andrew ist fleißig, trotz der Dauerparty. Selma benötigt dringend einen Handwerker und die Profis aus der Stadt sind so teuer. Wenn Andrew dann eh schon in der Stadt ist, nachdem er Cornelia in die Schule gefahren hat, kann er ihr doch auch helfen. Eigentlich wollte er einen Erzieher-Kurs besuchen um vielleicht irgendwann Kinder zu unterrichten, aber so hat er es immerhin geschafft, seine mechanischen Fähigkeiten zu maximieren.
Und so fällt ihm wieder Gwendolin ein. Nicht nur, dass er jetzt als Mechaniker der perfekte Partner für sie wäre, auch so findet er sie großartig. "Vielleicht habe ich erst all die anderen Liebschaften gebraucht um mir darüber klar zu werden?". Giacomo ist unsicher, ob Gwendolin einen angeberischen Frauenschwarm mag. Und Larissa wirkte auch nicht so ganz überzeugt, als sie von der freien Liebe geschwärmt hat...