Staatsexamen Nummer 1 ist Geschichte, wenngleich ich damit mit Sicherheit keine Geschichte geschrieben hab. Die nun vergangenen Monate zwischen letzter erster Staatsprüfung, hab ich mit Warten auf die Ergebnisse und vor allem auf die Schulzuteilung verbracht, die ich schließlich früher als erwartet Anfang August erhalten habe. Wunschschule - Jackpot, kann ja nichts mehr schiefgehen, oder?
Nächste Woche beginne ich also mein Referendariat an einer bayerischen Schule in einer großen Stadt in Bayern und möchte mit euch herausfinden, was es nun ausmacht das Referendarsleben. Ich möchte meine persönlichen Erlebnisse und Erfahrungen teilen, um Außenstehenden, aber auch Kolleginnen und Kollegen darzulegen, was ein Lehramtsanwärter im Freistaat durchmachen muss. Von ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen, aber auch in einschlägigen Facebookgruppen, Foren oder Blogs, hört und liest man immer wieder von Leuten die bereits ins kalte Wasser des Haifischbecken Referendariat geworfen wurden, dass diese Phase der Lehrerausbildung eher einem Gang durch Dantes Inferno als einer lehrreichen Zeit gilt. Ich hab mich davon noch nicht abschrecken lassen und blicke nun voller Enthusiasmus diesem neuen Kapitel entgegen. Wie lang wird es dauern, bis ich auf dem Boden der Tatsachen angekommen sein werde? Bestätigen sich die Horrorgeschichten? Oder ist alles nur Panikmache frustrierter Junglehrer, die nach mindestens sieben Jahren Ausbildung feststellen, dass die Leistungsgesellschaft in der sie leben ungerecht ist und sie nun im Prekariat angekommen sind? Ihr seid nun herzlich dazu eingeladen in den nächsten 24 Monaten an der Klärung dieser Fragen, meinen schönen sowie negativen Erfahrungen teilzuhaben und so einen unbeschönigten Einblick in das Leben eines Referendars zu bekommen.
Aus Datenschutzgründen und um Ärger zu sparen, werde ich in diesem Blog sämtliche Namen von Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und Kollegen, der Schule, Seminarleiter, etc. ändern und auch selbst anonym bleiben. Ich werde versuchen, euch möglichst regelmäßig auf dem Laufenden zu halten. Also stay tuned!