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40K likes, 308 comments - cats.lover.memes on July 9, 2026: "Cats have some of the fastest reflexes in the animal kingdom, often reacting in
7.
Yunhee war in das Wohnzimmer der unteren Etage gegangen, weil sie sich erhofft hatte, hier keinen ihrer Erzfeinde anzutreffen.
Eigentlich hätte sie sich denken können, dass Hoseok da war, wo man tanzen konnte und auch wenn er betrunken war, so war die Stimme über die Lautsprecher doch immer noch unverkennbar Jeon Jeongguk’s. Auf dem riesigen Bildschirm sah man Konzert-Ausschnitte von Sultan of the Disco und sie sangen den Song Caravan als Karaoke Version. Hosek und Momo standen auf den zwei Tanz-Teppichen und hüpften sich lachend einen Affen ab, Taehyung diente als Jeongguk’s Background Singer. Sein ganzes Auftreten schrie Alter Mann und es wäre lustig gewesen, wenn Yunhee ihn lustig gefunden hätte. Augen verdrehend wandte sie sich zur Bar - wo Yoongi und Seokjin auf zwei Barhockern saßen. Seokjin unterhielt mühelos eine Meute aus Männlein und Weiblein während Yoongi einfach nur gleichermaßen krank, unverschämt gutaussehend und gefährlich aussah; das Whiskey Glas sah in seiner knochigen Hand klein und verloren aus.
Als sie herum wirbelte, um den Raum endgültig zu verlassen, stand eine wutschnaubende Eunsook hinter ihr. Ihre Augen wirkten wie die einer Katze, die ihre fünf Minuten bekam. Zwar trug sie wieder ihren Jeansrock und die Sandalen, doch mit den nassen, nach hinten gekämmten Haaren und dem rosa Plüsch Bademantel über dem Bikini Oberteil sah sie aus wie eine- “Warum rennst du rum wie eine Edelnutte?”, brach es prompt aus Bambam heraus, der sich auf Mark’s spöttisches Nicken in ihre Richtung herumgedreht hatte.
Eunsook sah ihn noch nicht einmal an, als sie ausholte und ihm eine hinter die Löffel gab, sodass er ein Stück nach vorn stolperte. Chaeyoung tauchte gerade etwas atemlos hinter ihr auf und zog vorsichtig an dem Bademantel. “Unnie, gib mal her… Nimm stattdessen die hier-”, murmelte sie und warf Eunsook rasch eine schwarze, kuschelige Plüschjacke mit weiten Ärmeln über die Schultern. Yunhee runzelte heftig die Stirn; sie wusste nicht, was verruchter aussah.
“Was zur Hölle-”
“-Flaschendrehen. Sie musste in den Whirlpool mit Namjoon-Oppa und die beiden dürfen sich nicht mehr anziehen laut Hyungwon-Oppa. Naja, eigentlich zumindest...”, beantwortete Chaeyoung Yunhee’s Verwirrung und Yunhee’s Brauen huschten in die Höhe. Sie verkniff sich ein Grinsen; wie ironisch, dass sie beide mit dem Erzfeind vekehren mussten. Wie schicksalsgegeben.
Sie danke Chaeyoung für Eunsook und zerrte die Jüngere zu sich: “Friend, what the fuck- warum hast du nicht ‘nen Pulli an? Is’ doch scheiß egal, was der Fisch Mann gesagt hat-”
“-hast du Hyungwon-Hyung gerade Fisch Mann genannt?”, prustete Changkyun, der wie ein Geist auf Yunhee’s anderer Seite aufgetaucht war. Sie blinzelte irritiert und fragte in ihrer Trunkenheit mäßig beeindruckt: “Du kannst englisch?”
“WO ist FUCKING Kim Namjoon?!”, unterbrach Eunsook die beiden wutschnaubend und stemmte die Hände in die Seiten; ihre Nägel und Lippen waren leicht bläulich, sie schien sich schlampig abgetrocknet zu haben und fror nun. Yunhee verdrehte die Augen so doll, dass ihr der Kopf noch mehr schmerzte und sie zuckte die Schultern.
“Is’ mir auch egal, genauso egal wie- shit”, fluchte sie, als Park Jimin wie ein draufgängerischer Terrier den Raum betrat. Er sah Jeongguk und Taehyung in der Mitte des Raumes, grinste sofort, sprang auf die beiden zu und gab Taehyung ein High-Five, bevor auch er mit ihnen groovte.
Schön, dass er so unbekümmert war und so viel Spaß hatte. Nein wirklich, das freute Yunhee ungemein.
“Lief bei euch wohl auch super, wie?”, schnaubte Eunsook, die ihre Erzfeinde ebenso angesäuert anstarrte wie Yunhee, die nur genervt mit der Zunge schnalzte.
“Das ist mir doch alles sowas von egal… Lass mal Spaß haben!”, schnaubte sie bestimmt und zerrte Eunsook am Ärmel zur Bar, wo sie sich zwischen Bambam und Mark durchdrängelte und eine kleine Hand flach auf die Theke klatschte:
“SHOTS!”
Sofort hatten sie eine Schar von Shot-Freudigen an ihrer Seite und der Barkeeper hatte Panik im Blick stehen, als er mehr und mehr kleine Gläschen auf den Tisch stellte und verschiedene Sorten Soju und anderen Schnaps heraus holte.
Seokjin und Yoongi neben ihnen gerieten fast in Vergessenheit über die Trinksprüche, die Yunhee und Eunsook abwechselnd riefen, sich teilweise englisch-koreanischen Kauderwelsch ausdachten und dabei lachen mussten, bis ihnen die Tränen kamen. Bald standen auch Sana und Wonho bei ihnen, Jisuk kam untergehakt bei Sungjin mit Chaeyoung und Dahyun im Schlepptau zur Bar. Und dann kamen Jihyo und Namjoon herein, sie lachten und unterhielten sich sichtlich entspannt. Namjoon hatte immerhin die Regeln des Spiels nicht gebrochen; er trug immer noch seine Badehose und hatte lediglich seine Schuhe und die Gucci-Jacke wieder angezogen. Das nasse Haar hatte er lässig auf eine Seite gekämmt und Eunsook hasste ihn tief und innig. Oder so ähnlich.
“Scheiß drauf, friend”, rief Yunhee neben ihr über die Musik und die Gespräche und drückte ihr einen erneuten Shot klarstem Soju in die Hand. Ihr Haar lag wirr um ihre Schultern, die Wangen waren gerötet und ihre großen Augen glänzten, sie hatte sie nur halb geöffnet.
Eunsook nickte sichtlich ruckartig. “Genauuu! Egaaaal~”, trällerte sie und knallte ihr Shotglas heftig gegen Yunhee’s bevor sie die Köpfe in den Nacken legten und tranken.
Plötzlich kreischte Sana neben ihnen auf und zerrte die beiden in die Mitte des Raumes, wo sie gegen Jimin und Jeongguk stolperten, Momo schubste Hoseok von der Tanzfläche und Dahyun und Chaeyoung sprangen auf sie zu als das Musik Video zu Sunmi’s Gashina auf dem Screen anlief.
Sana drückte Yunhee ein Mikro in die Hand, Jisuk tanzte, mit Jihyo Händchen haltend, schon um sie herum während Momo den Gun-Dance perfekt mimte und dabei die Jungs im HIntergrund zum Gröhlen brachte.
Die Disko-Kugel über ihnen schien sich immer schneller zu drehen, während sie sangen und tanzten. Eunsook’s Arme waren überall, die unterschiedlichen Haarschöpfte huschten hier und da um sie herum. Yunhee spürte, dasss sie sang, hörte sich selbst aber über den Lärm in ihren Ohren nicht.
Da waren Jeongguk und Jimin an der Bar. Jeongguk musste sich anlehnen, sein Kopf war in den Nacken gelegt und doch hörte er unter tausend Stimmen ziemlich sicher eine heraus. Seine Mundwinkel zuckten, er musste grinsen. Noona kann singen? Ah. Die Üblekeit zog Kreise in seinem Bauch wie ein schwerer Fisch, der nicht stillhalten wollte.
Jimin’s Kopf hing tief, doch seine schmalen Augen scannten den Raum. Immer wieder huschten seine Augen zurück zu dem Pulk Mädchen in der Mitte, die Spaß hatten. Unmut kochte in ihm und es kitzelte ihn in den kleinen Fingerspitzen; er wollte ein schweres Bierglas packen und an die Wand schleudern, wollte, dass es zersprang und alles still war. Stattdessen schnalzte er mit der Zunge und nahm eine von Yoongi’s Zigaretten entgegen, die der ältere ihm mit einem nachsichtigen Blick zusteckte.
Namjoon saß zwischen Yoongi und Seokjin, er nippte an einem Glas mit weiß Gott was und sein Blick fand vom Chlor gespannte, glänzende Haut und schmale, beim Lachen zusammengekniffene Augen. In seiner Mitte rumorte es, er saß hier wie ein Gewinner fühlte sich aber wie ein Verlierer.
Der Raum vibrierte mit der Energie der singenden, tanzenden und lachenden Mädchen; Junhoe und Hoseok tanzten am Rande mit und ließen sich von Momo den Gun Dance zeigen. Lichter flackerten, der Alkohol floss und als der große Zeiger an der in die Wand eingelassene Uhr 1:00Uhr nachts anzeigte, war das Lied vorbei und Yunhee packte mit einer Hand Eunsook’s Schulter. Ihr steinernes Lächeln sagte der Jüngeren alles; sie drückte einer verwirrten Dahyun das Mirko in die Hand und legte einen Arm um Yunhee.
Sie stießen links und rechts Leute an und Eunsook giggelte und rief lautstark Entschuldigungen aus, sie verließen den Raum und alles drehte sich und flackerte in butnen Schemen an ihnen vorbei. Yunhee atmete tief ein und hielt die Luft an, als Eunsook’s lange Finger auf den Knopf des Fahrstuhl’s klatschten nachdem sie ihre Schlüsselkarte aufgelegt hatte.
Es roch nach Metall, Yunhee betrachtete die blasse Frau mit den heißen Wangen ihr gegenüber; das Bild schob sich immer wieder ruckartig nach links als ob es ihr wieder und wieder entgleiten wollte. Als sie ihr eine Hand entgegenstreckte, tat sie es ihr gleich.
“Das is’n Spiegel, friend”, keuchte Eunsook, die sich einen Arm der Kleineren über die dürren Schultern geschoben hatte. Die Türen schlossen sich langsam und Yunhee spürte nebst den Wellen der Übelkeit, gegen die sie vehement anschluckte, Erleichterung in sich aufsteigen. Da schoben sich zwei lange Hände in den schmalen Spalt und hielten die Fahrstuhltüren gewaltsam auf. Taehyung’s Gesicht erschien, eingerahmt von dunklen Locken grinste er sie schief an. “Eunsookie, wohin denn so schnell?”
Unter Taehyung’s Kopf schob sich Jimin’s Kopf hindurch, kurz dachte Eunsook, sie sei in einem Alptraum gelandet. “Ja, wohin denn so schnell? Seid ihr etwa Loser, die schon um ein Uhr-”
Bevor er noch etwas sagen konnte, hatte Eunsook einen Fuß gehoben und trat einmal heftig gegen Taehyung’s, dann gegen Jimin’s eine Hand. Die beiden jaulten auf und mit Ach und Krach schloss sich die Türe entgütlig und mit einem Ding hob sich der Fahrstuhl gegen die Gravitationskraft der Erde ab. Yunhee stöhnte; ihre Kiefer standen bereits offen und sie spürte, wie sich der Speichel in ihrer Mundhöhle ansammelte.
“Diese- halte durch, friend!”, wisperte Eunsook und hämmerte verstärkt auf den obersten Knopf. Der Fahrstuhl wurde langsamer und es machte erneut Ding, bevor sich die Türen viel zu langsam wieder aufschoben. Eunsook zerrte Yunhee zum gemeinsamen Badezimmer und ihre Knie knallten auf die kalten Fliesen, ihr Haar ziepte, als Eunsook es rasch zurück riss und sie erbrach sich in einer Mischung aus absoluter Verzweiflung, Schmerz und göttlicher Erleichterung heftig in die Kloschüssel.
+
Als Eunsook am nächsten Morgen Yunhee aus ihrem Zimmer zerrte, damit sie endlich was in den entleerten Magen bekam, waren die anderen Schnapsleichen schon unterwegs. Zwar waren es größtenteils sehr redselige Schnapsleichen, aber so richtig fit waren wenige. Tzuyu war beispielsweise nie wirklich redselig, aber sie sah zumindest lebendiger aus als Jeongyeon, die ihren Kopf wahlweise auf einer nächstgelegenen Schulter oder der Tischplatte plazierte.
Gerade wuselten die letzten Leute des Reinigungstrupps, den eine ihrer Familien geschickt haben musste, aus der Haustüre und sie aßen Reste der Partyhappen an der großen Tafel in der geräumigen Küche. Zumindest aß der Großteil, Yunhee und Momo warfen sich einen Blick zu und schüttelten träge die Köpfe.
“Aber, aber! Wie sollen denn die Vitamine zu euch zurückkehren, wenn ihr nicht esst? Ahh~”, machte Nayeon in gespielt süßlich und fürsorglichem Ton während ihre Augen diabolisch glitzerten. Sie hatte sich zwischen die beiden gestellt und versuchte, einen Löffel Reis in Momo’s verzogenen Mund zu zwängen während Yunhee rasch aufstand um den Platz zu wechseln.
“Meine Lieben! Ich habe SNS gecheckt und was soll ich sagen? Die Party war ein voller Erfolg! Ein glorreicher Start in ein neues Semester~”, begann Jihyo zufrieden; sie klatsche einmal in die Hände und strahlte in die Runde; das iPad vor ihr auf dem Tisch schob immer wieder neue Benachrichtigungen auf den Screen.
“Klar war’s ‘n Erfolg - auch wenn die Wenigsten was davon mitbekomm’ haben. Also, so, bewusstseins technisch…”, murmelte Jeongyeon mit heiserer Stimme. Mina tätschelte ihr die Schulter und schaute etwas verwirrt in die Runde.
“Yah, Jeongyeonie! Nur weil DU dich so maßlos betrunken hast, heißt das nicht, dass andere hier ihre Zeit nicht sinnvoll genutzt haben”, zwitscherte Sana sichtlich zufrieden. Sie hatte ihr pinkes Handy, mit Stickern übersät, in den Händen und schien mit jemandem zu schreiben. Jisuk und Tzuyu neben ihr warfen sich über das strawberry farbene Haar einen Blick zu und sahen beide rasch wieder weg. Tzuyu grinste breit, Jisuk presste eine Hand vor den Mund.
“Sagen wir mal so: einige haben den Abend genutzt, um wichtige Bekanntschaften zu machen…”, sagte Jihyo mit einem beinahe wohlwollenden Blick in Richtung der drei giggelnden Mädchen, “und andere hatten eher leichte Kommunikationsschwierigkeiten. Unverständlicherweise?”, schloss sie mit Blick auf Yunhee und Eunsook, verschränkte die Arme und legte fragend den Kopf schief. Yunhee ignorierte ihrer Blick geflissentlich, schob sich langsam einen Löffel Reis in den Mund und scrollte auf ihrem Screen doch ihre Augen sahen offensichtlich nichts. Eunsook rieb sich das Kinn und deutete dann gespielt überrascht zum Kronleuchter über ihnen hoch: “Ist das dein Höschen, Sandarella? Haste wohl verloren…”
Während Sana theatralisch nach Luft schnappte und beteuerte, dass es sich um ein Strumpfband handelte - was nicht weniger dazu verleitete, dass die anderen lachten und Ideen einschoben, wie es dahin gewandert sein könnte - zuckte ein zufriedenes Grinsen über Eunsook’s Gesicht. Sie mied allerdings Jihyo’s Blick genauso geflissentlich wie Yunhee.
“Nun ja! Genießt den letzten Tag in Freiheit, ab morgen geht der Ernst des Lebens wieder los…”, seufzte Nayeon und zog einen Flunsch.
“Ach wieso, ist doch eh bald Chuseok!”, grinste Dahyun, Chaeyoung nickte zustimmend.
“Dir ist klar, dass du nur nach Hause kannst, wenn du einen Schnitt von wenigstens 1,5 hast, oder? Sonst heißt es hier bleiben und Lerngruppe…”, erinnerte Nayeon sie mit einem spöttischen Lächeln, doch tätschelte den beiden Blondinen nachsichtig die Köpfe.
“...oh.”
Der allgemeine Trubel ging wieder um den Tisch und als einige aufstanden, um anderen Tätigkeiten nachzugehen, klatsche Jihyo noch einmal in die Hände.
“Nochmal zur Erinnerung: als TWICE werden wir das Mittagessen unter der Woche in der College Mensa zusammen mit den anderen aus der TOP3 zu uns nehmen. Ziemlich leicht zu finden, es sind die Tische ganz oben in der Lounge.”
“TOP3?”, hakte Tzuyu verwirrt nach, Momo hing einen Arm um ihre Schultern: “Na die Boys! Aber leider gehört dein Mister Lover von gestern abend nicht dazu~”, zwitscherte sie, was die Jüngste erröten lies.
Eunsook warf Yunhee einen alarmierten Blick zu. Diese verdrehte nur die Augen und zuckte die Schultern. Das ging nicht an Mina vorbei, die neben ihnen stand, doch sie wandte rasch den Blick ab.
“Außerdem haben wir eine gemeinsame Lerngruppe gebildet und auch in der Bibliothek sind ganz oben unter’m Dach für uns Tische reserviert, wo ihr euch stets zusammenfinden könnt. So, und jetzt bereitet euch gut vor, Küken, nicht, dass mich einer von euch blamiert!”, scheuchte Jihyo Dahyun, Chaeyoung und Tzuyu auf; Eunsook und Jisuk wichen ihnen aus und warfen sich einen belustigten Blick zu und nahmen mit Yunhee die Treppe anstelle des Fahrstuhls.
“Blamieren… Das können wir nach gestern ja wohl vergessen”, murmelte Eunsook, die die bunten Bilder von gestern Nacht versuchte, in eine vernünftige Reihenfolge zu bringen. Es schien trotzdem nicht so wirklich zu passen.
“Was heißt denn hier ‘wir’? Ich war total artig und hab mich köstlich amüsiert”, grinste Jisuk und warf sich die immer noch leicht gelockten Haare über die Schulter. Ihr Grinsen verrutschte jedoch, als Eunsook fies grinsend zurück schoss: “Oho? Ich glaub, es haben einige von Jinyoung’s Eifersuchtsdrama mitbekommen, oder?”
Yunhee stieß sie auffällig unauffällig in die Seite und Eunsook hing sich rasch über Jisuk’s Schulter: “Aber mal ehrlich: alles gut mit diesem Sunbaenim? Der sah ja gruselig aus…”
“Das war doch noch gar nichts…”, murmelte Jisuk mit verschränkten Armen, ihre großen Augen wirkten kurz abwesend, sie schien weit weg zu sein und ihre Unterlippe bebte leicht. Die beiden anderen warfen sich einen alarmierten Blick zu.
Eunsook presste ihre langen Finger auf Jisuk’s Wangen: “Yah, Jisukie?! Wenn jemand gemein zu dir ist oder dich bedroht, musst du uns das sagen!”
“Den assassinieren wir”, bestätigte Yunhee trocken und nickte einmal bestimmt, was Jisuk ein wackeliges Lachen entlockte.
“Pff, schon okay… Jinyoung war halt mal, ist aber nicht mehr. Fällt ihm schwer, das zu akzeptieren. Aber egal~”, grinste Jisuk und nickte ruckartig, bevor sie als erste den Fahrstuhl verließ. Sie zog Eunsook bestimmt am Handgelenk hinter sich her und sie gingen gemeinsam in die gemütliche Ecke am Ende des Flurs, wo eine Sitzecke aus Leder vor der verglasten Wand stand und sie über die Hügel hinunter bis ins College Dorf schauen konnten. In der Ferne glitzerte das Meer in der Sonne.
“Aber mal weg von Jinyoung - wie läuft’s mit… wie heißt Sunbaenim noch?”, hakte Eunsook interessiert nach; sie hatte die Beine über eine Lehne des Sessels vor Kopf geschwungen und ein Kissen vor die Brust gedrückt während sie verträumt zum Meer sah. Yunhee sah ebenfalls interessiert von ihrem Blatz von dem einen Sofa auf, wo sie den Kopf auf drei gigantischen Kissen gebettet hatte. Jisuk hob unschuldig den Kopf von den verschränkten Armen, sie lag träge mit den Beinen wedelnd auf dem Bauch.
“Huh? Wen meinst du?”
“Ich bitte dich!”, schnaubte Yunhee belustigt und warf ihr einen eindeutigen Blick zu, Jisuk kicherte und hatte den Anstand, rot zu werden.
“Meinst du Sungjin-Oppa, den Gitarrist?”
“SUNGJIN OPPA… DER GITARRIST!”, rief Eunsook dramatisch aus und klatsche die Handflächen auf die Wangen während sie gespielt verliebt gen Himmel starrte. Dann grinste sie Jisuk an: “Aber mal ehrlich: wie lief’s gestern abend noch?”
Jisuk spielte mit einer Haarsträhne und scrollte durch ihr Handy; um ihre Lippen spielte ein verlegenes Lächeln. “Ganz gut, denk ich?”
“Sie haben ein Date”, mutmaßte Yunhee ohne aufzusehen, Jisuk stand der Mund offen: “Woher weißt du das?”
“Wusste ich nicht, aber du hast es ja gerade bestätigt”, grinste Yunhee listig und musste ebenfalls lachen, als Eunsook lauthals los wieherte über Jisuk’s betretenes Gesicht.
“Aber Jisukieee~ Das ist doch phantastisch!”
“Zumindest besser als euer Rosenkrieg - was ging denn gestern ab?”, schoss Jisuk zurück und musterte die beiden mit gerunzelten Brauen fragend.
Eunsook sah zu Yunhee herüber, die zur Decke starrte. Ja, was war da gestern passiert?
“Wie war’s eigentlich im Schrank?”, hakte Eunsook in dem belanglosen Tonfall nach, der zeigte, dass es sie sehr interessierte. Yunhee konnte es ihr nicht verdenken. Sie holte unauffällig Luft und versuchte an dem Etwas, das auf ihrer Brust saß, vorbei zu atmen.
“Langweilig. Er hat mir erzählt, dass mich auch ja keiner vermisst. Ich hab ihm klar gemacht, dass er seinen Atem auf was Anderes verschwenden soll, als mit mir zu reden…”
Eunsook schürzte die Lippen um sich ein Grinsen zu verkneifen. “Schiffe versenkt, würd ich meinen.”
Yunhee wandte ihr den Kopf zu: “Apropos versenkt, wie war’s im Pool? Raff ich immer noch nicht so ganz.”
Jisuk kicherte los und schüttelte den Kopf: “Hyungwon ist ein Perverser! Der wollte doch einfach Mädels in den Pool kriegen.” Eunsook verdrehte die Augen.
“So ein Bastard. Namjoon und ich sollte halt im Whirpool bleiben, aber Mister Kim ‘Ich bin der Leader und widersetzte mich allem’ Namjoon hat halt seinen kleinen Schwanz eingezogen- “
“-friend!”
“-und hat sich verp-”
“-ist ja gut”, unterbrach Jisuk Eunsook, immer noch grinsend, und bewarf sie mit einem Kissen, Eunsook’s Brille verrutschte. Sie war an einem Sonntag zu fau, gewesen, Kontaktlinsen zu tragen.
“Ist doch wahr! So ein Penner, ey. Was denkt der sich?”
“Dass es dich aufregt. Klappt doch?”, mutmaßte Yunhee leise und Eunsook wurde still. Mit heißen Wangen und wütend funkelnden Augen starrte sie aus dem Fenster und hob ihren Daumen zum Mund doch bevor sie daran knabbern konnte, hatte auch Yunhee sie mit einem Kissen beworfen.
“YAH!”
“Genug jetzt von unserem Selbstmitleid?! Wir haben alle jemanden, dem wir am Liebsten nie wieder begegnen wollen. Denen gehen wir einfach aus dem Weg und haben ein wundervolles Studentenleben ohne sie”, schloss Yunhee bestimmt, doch Eunsook warf das Kissen zurück. Da Yunhee die angewinkelten Beine hochriss sprang es von ihren Füßen ab und flog in Jisuk’s Richtung, die es auffing und den Kopf darauf bettete.
“Aus dem Weg gehen ist gut - wolltest du mir irgendwann mal mitteilen, dass die TOP3 zusammen ESSEN und LERNEN?”, schnaubte Eunsook vorwurfsvoll und ruckte ihren Kopf ulkig zu den Seiten, Yunhee ließ den Kopf fallen und legte die kleinen Hände aufs Gesicht.
“Ach! Da ist trotzdem genügend Platz, ihnen aus dem Weg zu gehen und sie zu ignorieren! Glaubst du, Namjoon setzt sich auf deinen Schoß und fragt dich, ob du seine Hausarbeit überfliegst oder was?”
Eunsook verzog bei dem Gedanken angewidert das Gesicht.
“Pfui! Nee, das nicht. Aber… trotzdem”, schloss Eunsook leise und rutschte etwas tiefer in den Sessel, starrte mürrisch zu den Fenstern, die im Dach eingelassen waren.
Jisuk rollte sich ebenfalls auf den Rücken und seufzte.
“Also gut. Wir passen aufeinander auf und gehen diesen Bangtan’s; Monstern und Park Jinyoung aus dem Weg, oke? Das wird schon”, meinte sie doch klang nicht wirklich überzeugt.
Wie sie so dalagen und zum blauen Himmel hochstarten waren sie sich nicht so sicher, ob ihre Aussichten auf ein ruhiges Studentenleben so einwandfrei waren der Anblick, den sie just in diesem Moment genossen.
+
Am nächsten Morgen fuhren zwei rosafarbene Shuttles vor die Mension der TWICE Frat und der Großteil von ihnen stand poliert und zeitlich am Tor. Zwar waren einige von ihnen mehr als müde - denn die erste Nacht vor dem Schulbeginn ist bekanntlich immer zu kurz - aber herausgeputzt waren sie zweifellos alle.
Jisuk schob sich die Baseballcap, die farblich zum senfgelben oversized Hemd passte, etwas tiefer in die Stirn und trat von einem nackten Bein auf’s andere. Sie trug, ähnlich wie Yunhee, eine Jeansshorts mit dem Unterschied, dass Yunhee’s an den Enden ripped und ausgefranst war. Auch war Yunhee’s overzised Hemd grün kariert und die trug ein gelbes Beret auf dem Kopf, das zu den Chucks passte. Sie wirkte ähnlich wie Jisuk müde, allerdings war es Eunsook, die unruhig neben ihnen von einem Fuß auf den anderen trat. Von dem Leinentop und der weiten, knöchelfreien Jeans mit Band zum zuschnüren und der kurzen Jeansjacke war alles babyblau bis auf ihre weiß-roten Gucci Sneakers.
“Wenn du weiter so rumhampelst, brat ich dir eine über”, drohte Jeongyeon, die neben Yunhee stand und zerrte gespielt an der massiven Tote Bag von Yunhee als wolle sie diese nehmen, um Eunsook zu enthaupten.
Eunsook machte ein weinerliches Geräusch und fuhr sich mit der Hand durch’s Haar; sie war viel zu müde um irgendwas in ihrem Kopf zu speichern. Geschweige denn Biologie. Oder Management. Rasch wandte sie sich an Jeongyeon: “He, wir haben zusammen Managament, oder?”
Jeongyeon schüttelte verwirrt den Kopf: “Ich bin Oberstufe, Süßie. Yunhee Unnie und ich haben Management zusammen, ich mein du hast mit Tzuyu?”
Tzuyu hakte sich bei Eunsook unter, die sich beinahe zu Tode erschreckte.
“Aish?! Kündige dich gefälligst an”, seufzte sie und linste zu Yunhee herunter.
“Mit dem habt ihr Management?”
Yunhee lächelte blasiert und legte den Kopf schief: “Meinst du, welcher Prof?”
Eunsook verdrehte die Augen; sie wusste, dass Yunhee wusste, dass sie ihre Mit Lernenden meinte. “Mhm, ich steh auf alte Männer! Bitte erzähl mir mehr von deinem Prof”, knurrte sie, als sie hinter Yunhee in das eine Shuttle krabbelte.
Nayeon, die vor Yunhee eingestiegen war, warf ihnen einen irritierten Blick zu. “Unser Prof ist stockschwul! Meiner Überzeugung jedenfalls… was man von einigen anderen Studenten zum Glück nicht behaupten kann”, grinste sie verspielt, Jeongyeon eine Reihe weiter hinten langte ihr an die Schulter und schüttelte die Ältere. “Ooooh, Unnie! Hast du dir etwa jemanden ausgeguckt?”
“Bestimmt deinen Bruder”, sagte Mina trocken, die neben Jeongyeon saß, der die Gesichtzüge entgleisten. “Was?!”
“Also außer den Yoo Geschwistern und Nayeon sind noch dieser eine Bauer aus der MONSTA Frat, Seokjin und Hoseok in unserem Manegement Kurs. Wenn das deine Frage beantwortet”, schloss Yunhee nüchtern, Eunsook seufzte theatralisch.
Jihyo, die mit Jisuk vorn neben dem Fahrer saß, drehte sich auf ihrem Sitz um.
“Ich kapier einfach nicht, was ihr gegen die Jungs habt! Klar sind wir Rivalen in der Hinsicht, dass wir die besten Parties hier schmeißen - aber ansonsten ist die Idee, dass wir als TOP3 kooperieren und hier Freundschaften schließen, die uns bei der Übernahme der Firmen und Geschäfte unserer Familien helfen und unterstützen”, ratterte sie mit ernstem Gesicht herunter, Eunsook verschränkte die Arme und sank tiefer in ihren Sitz.
“Ändert nichts daran, dass einige von denen trotzdem ‘n bisschen scheiße sind”, murmelte sie, Nayeon neben ihr riss mit einem skandalsüchtigen Grinsen Mund und Augen auf, Jeongyeon machte lahm “Yah!” doch Yunhee verdrehte nur grinsend die Augen.
+
Dank des letzten Schuljahres war es Yunhee bereits gewohnt, in der ersten Reihe auf den besten Plätzen für alle ersichtlich neben den Jungs der anderen Frats auszuharren und die Lesungen über sich ergehen zu lassen. Heute war nicht anders als vor den Sommerferien; Shownu saß normalerweise neben Hoseok, der neben Seokjin saß und der neben Kihyun; dann kam ein Spalt zum Emporsteigen des Hörsaals und dann kam Jeongyeon, neben ihr Nayeon und in der Ecke saß Yunhee und der Platz neben ihr war stets leer.
Heute allerdings fehlte Hoseok, was Yunhee auffiel, sie aber nicht weiter beschäftigte. Zwar fehlten die Jungen nicht mehr so regelmäßig wie in der Schule - was sie sich nun wirklich nicht erlauben konnten - aber es gab immer noch frühe Lesungen, in denen Seokjin unauffindbar war.
Als die Tür sich allerdings fünf Minuten nach Beginn der Lesung öffnete und Hoseok herein stolperte, kniff Yunhee die Lippen zusammen und sah verstohlen zur Seite. Alle Plätze waren bereits voll. Zu beginn der neuen Semester kamen auch immer mal Tranfser-Studenten und der letzte freie Platz war an diesem Morgen natürlich…
“Verdammt”, zischte sie und zog ihre Tasche langsam näher zu sich heran, sodass Hoseok etwas Platz hatte neben ihr auf der Bank.
Er war gerade fertig mit seinem Gezappel und Gelache und einer wortreichen Entschuldigung und fuhr sich mit der heilen Hand durch das wirre Deckhaar, dass etwas wirr zur Seite abstand. Er trug es neuerdings in einem Untercut, was leider gar nicht mal so schlecht aussah.
Hoseok hüpfte leichtfüßig die Stufen hoch und Yunhee stellte fest, dass er ein dunkelgrünes T-shirt trug, das ziemlich genau das ihres Hemdes war. Das T-Shirt war eng und in seine helle ripped Jeans gestopft, an den Füßen trug er schwarz-gelbe Balenciaga passend zu dem schwarzen Gürtel. Er grüßte die Jungen und erkannte dann recht schnell, wo er heute zu sitzen hatte. Sein Gesicht verrutschte merklich; die Mundwinkel zuckten nach unten und er fuhr sich erneut durch’s Haar, bevor er sich zwischen Nayeon und Yunhee fallen ließ.
Yunhee vergrub sich mit pochendem Herzen in ihrem Hemd und ließ sich ihr Haar ins Gesichts fallen. Dann versuchte sie sich weiterhin auf die Worte des Prof’s zu konzentrieren, allerdings fiel es ihr zunehmend schwerer. Hoseok’s Geruch war erschlagend; nicht, dass er schwitze aber sein Eigengeruch und der seines Haargels mischte sich gerade richtig mit dem seines Parfüms.Yunhee fragte sich, ob er einfach verschlafen hatte, er wirkte nicht allzu sehr außer Atem und eher frisch und energetisch. Nicht, dass es sie interessierte…
Im Laufe der Zeit merkte sie, dass er nichts tat außer dazusitzen. Er hatte die Ellen auf den Tisch gestützt und seinen Kopf in die Hände und schien zuzuhören, allerdings wippte er auch nervös mit einem Bein und Yunhee spürte, wie ihre Herzfrequenz davon auch wieder hochging. Musste er so nervös sein?
Durch einen Schleier von Haaren linste sie auf seine eine Hand; da waren nur gut verheilte Narben, wo der Mittel- und der Zeigefinger hätten sein sollen. Hatte er keine Unterlagen dabei? Kein Tablet, keinen Block, keinen Stift? Wollte er nicht mitschreiben? Ein paar Plätze weiter unterhielten sich Kihyun und Seokjin, immer wieder kicherte einer. Allerdings waren sie eher mit sich beschäftigt.
Yunhee runzelte die Stirn und stellte fest, dass Hoseok Schweißperlen auf der Stirn stehen hatte, dabei war er gar nicht außer Atem. Plötzlich huschten Hoseok’s Augen umher und er fand ihren Blick. Irritiert zuckte ein Grinsen über seine Lippen, es war zwar ziemlich verkniffen und drückte Grübchen in seine Wangen und er sah heftig blinzelnd wieder weg, aber es reichte, um Yunhee’s Herz stolpern zu lassen.
Rasch sah Yunhee ebenfalls weg und ruckte verwirrt mit dem Kopf, was war nur los mit dem Kerl? Sie versuchte sich wieder auf sich und ihre Notizen zu konzentrieren, allerdings wurde Hoseok immer hibbeliger. Bald hatte er sein Gesicht mehr oder weniger in die Hände geschoben und blinzelte immer mal wieder über seine Fingerspitzen hinweg. Das Wibbeln mit seinem Bein wurde auch nicht besser.
Nayeon auf der anderen Seite schien es kaum zu bemerken, sie tuschelte immer mal wieder mit Jeongyeon. Yunhee presste die Lippen zusammen und wusste nicht so recht, was sie tun sollte. Hoseok wirkte so, als würde er jeden Moment in einem Anfall vom Stuhl kippen. Wie ein Psycho, der seine Tabletten nicht genommen… Moment mal! Mit großen Augen sah Yunhee zu Hoseok herüber; nahm er etwa Tabletten? Es würde sie nicht wundern, nach allem, was geschehen war. Was, wenn er sie vergessen hatte und es ihm deswegen dreckig ging? Nichts, was sie beunruhigen sollte, richtig?
Sie ließ den Kopf kurz auf die Tischplatte sinken und verfluchte sich selbst für ihr Mitgefühl; es sollte ihr egal sein, aber sie brachte es nicht über’s Herz, nicht zumindest zu fragen. Dass er damals vor zwei Jahren ihren Ordner in Flammen hatte aufgehen lassen und vom Schuldach geschmissen hatte erschien ihr nichtig nebst all dem, was sie danach erlebt hatten. Und auch, wenn sie sich gegenseitig sicher als Rivalen sahen, so war das hier doch was anderes. Am Ende würde sie noch wegen unterlassener Hilfeleistung dastehen, sollte er wirklich kollabieren…
Da Yunhee sich denken konnte, dass Hoseok damit nicht hausieren ging, schlug sie eine Seite ihres Blocks um und kritzelte rasch etwas nieder, um es Hoseok unauffällig hinzuschieben. Er blinzelte irritiert, als die Ecke des Blocks seine Elle anstieß und seine Augen huschten über Yunhee’s ordentliche Handschrift:
Hast du deine Meds vergessen? Wirkt so.
Hoseok presste die Lippen zusammen, wobei wieder kleine Grübchen in seinen Wangen auftauchten, dann ließ er die Hände von seinem Hals sinken und verschränkte sie vor der Brust, lehnte sich in seinem Stuhl zurück und nickte ruckartig, ohne Yunhee anzusehen. Sie musterte, wie eine Sehne in seinem Kiefer sprang, als er die Zähne zusammenbiss. Sie erkannte nun auch Schweißperlen in seinem Nacken, er war blass und seine Pupillen erschienen riesig. Yunhee holte tief Luft, verfluchte sich selbst und kritzelte erneut etwas nieder und tippte mit dem Stift auf die Worte. Hoseok legte leicht den Kopf schief und linste über den schmalen Nasenrücken auf’s Papier herunter.
Ich kann dir helfen.
Hoseok sah überrascht zu ihr hoch. Er sah ziemlich müde aus, seine Lippen beschrieben einen unglücklichen Bogen nach unten. Doch er grinste verkniffen und wedelte abwehrend mit einer Hand. Nicht nötig. Yunhee zog die Brauen hoch und starrte ihn einfach nur von der Seite an. Ein Schweißtropfen rann von Hoseok’s Stirn über die Nase und er wischte ihn mit bebenden Händen aus dem Gesicht und blinzelte irritiert. Yunhee traf eine Entscheidung.
Mit einem relativ lauten Stöhnen beugte sie sich nach vorn und presste die Hände auf ihre Mitte, ihre Stirn knallte auf den Tisch vor sich. Ein Murmeln zog durch die Reihen und der Professor unterbrach sich.
“Miss Lee? Gibt es ein Problem?”
“Ahh. Mein Bauch… Ich muss was Falsches gegessen haben…”, sagte Yunhee gequält und linste unter einem Schleier aus rotbraunen Locken bedeutungsschwer zu Hoseok hoch, der äußerst verdutzt zu ihr herunter gestarrt hatte. Es schien zu klicken und plötzlich sprang er auf und packte in einer gespielt hilfbereiten Geste nach ihren Schultern:
“Ooooh, arme Yunhee-ah~ Ich werd’ sie in den Krankenflügel begleiten, verlassen Sie sich auf mich, Prof! Ahh, die Arme, sie ist doch so allergisch gegen…”
Hilfesuchend sah Hoseok zu Nayeon herunter, deren Brauen beinahe im Haaransatz verschwanden.
“Milchprodukte?”, warf Jeongyeon langsam und ebenfalls fragend ein, Nayeon zeigte zustimmend auf Jeongyeon und nickte heftig, Yunhee presste ein gequältes “Jaa…” hervor und sie ließ sich von einem zappeligen Hoseok nach draußen geleiten, der Professor hatte gar keine Chance etwas zu sagen.
Und obwohl Hoseok’s Worte übereinander zu stolpern schienen und er stets so wirkte, als würde der Wind in sofort umpusten können und davontragen, so war sein griff an ihren Oberarmen doch fest und seine Brust in ihrem Rücken ziemlich warm und stark.
Als die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel, ließ er sie beinahe vorsichtig los. Sie machte einen Ausfallschritt und drehte sich dann langsam zu Hoseok um. Verwirrt zeigte er auf sie, kratzte sich mit einer freien Hand im Nacken.
“Du… hast keine Bauchschmerzen, oder?”
Yunhee starrte ihn einige Sekunden ebenso fassungslos an, dann kicherte sie los und schlug ihm auf den Oberarm, er zuckte merklich zusammen.
“Nein, Pabo! Ich wollte dich da raus kriegen- mein Gott, bist du ein schlechter Schauspieler”, schloss sie immer noch grinsend, er stieß einen erleichterten Lacher aus und presste sich eine Hand auf die Brust.
“Oh Mann, aber du bist ziemlich gut - für ‘ne Sekunde wusste ich nicht, ob du simulierst, oder nicht…”
Sie sahen sich verlegen grinsend an, dann blinzelte Hoseok wieder heftig und betrachtete seine zitternden Hände. Yunhee zeigte mit dem Kinn den Gang runter. “Ab mit dir, das sieht nicht so lustig aus. Die Krankenschwester hat da bestimmt was.”
“Ah… ja, wahrscheinlich”, murmelte Hoseok, sogar seine Stimme war dünner als sonst. Kleinlaut linste er zu ihr hoch und lächelte, und es war echt.
“Danke, Yunhee-ah. Hast einen gut!”
Sie verzog gespielt entnervt das Gesicht: “Das hab ich schonmal von ‘nem BANGTAN Mitglied gehört, lass stecken. Bis dann”, schloss sie und winkte ihm zu, bevor sie sich umdrehte um die nächste Toilette aufzusuchen.
Aber das leise, raue Lachen von Hoseok und seine hastigen Schritte hörte sie noch und beides hallte in ihr nach. Es waren die ersten Stunden des ersten Tages nach den Sommerferien und schon passierten wunderliche Dinge…
“Dass man nicht einmal seine Ruhe haben kann”, seufzte Yunhee und zückte ihr Handy, um Nayeon und Jeongyeon Entwarnung zu geben.
8
I’m so fucking angry at times but you’ve to understand that I’m not mad at you, I’m so mad at myself, my actions, behavior and ways of thinking I just despise myself so, so very much and you’ve to trust me, I’m sorry if it fires in your direction or that you think it could have anything to do with you because oh darling, no. No, it’s not you, it’s me.
sometimes connecting with a person means to disconnect with another one, regardless of them knowing each other or not. you don't even want to, you're forced to, it's just happening but oh boy is it heartbreaking
what scares me is that I'm too exhausted to care. I'm sitting here breathing in and out the fog of a fire clawing at my bones and ramming its teeth into my flesh and I barely even flinch and tiredly blink as everything gets swallowed in heat and darkness; everything is too exhausting and I'm too tired to care at this point. I just want to lie down on the surface of the ocean drop through get swallowed and suffocate into eternal sleep.
the reason why i don’t take selfies these days isn’t bc i think i’m ugly it’s bc i can see there’s no soul behind my eyes, there’s no light no spark and the smile on my lips seems grotesque and out of place and i hate it, god i hate is sm
every Positivity post I see around is like “just get rid of whatever it is holding you back!!! cut the negativity and toxic ppl out of your life!!!!” BINCH ITS ME how am I supposed to cut myself out and get out of my effing face lmao