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2.6.2016
Erhellende Flatulenz
Ein Bekannter, der hier – wie vielleicht gleich nachvollziehbar – nicht genannt werden möchte, erzählte mir eben folgende Geschichte:
"An mein Bett ist seitlich ein Nachtschränkchen montiert. Darunter ist ein nach vorn offener Hohlraum. Da wohnen nicht nur einige Wollmäuse, sondern es liegt dort auch ein Dreifachstecker für Nachttischlampe und Wecker. Ein Stecker war frei. Dort habe ich nun ein Nachtlicht mit einem Bewegungsmelder hineingesteckt. So muss ich kein Licht einschalten, wenn ich nachts mal raus muss. Sobald ich einen Fuß aus dem Bett strecke, glimmt das kleine Lichtlein auf.
Kürzlich gab es zum Abend einen deftigen Bohneneintopf. Als ich so im Bett liege, rumort es in meinem Bauch. Ich liege auf der Seite, mit dem Gesicht dem Nachtschränkchen abgewandt und ziehe die Bettdecke etwas hoch, um einen kräftigen Darmwind ins Freie zu lassen, was ja wohl jeder in seinem privatesten Umfeld mal macht. Ich wundere mich ein bisschen über die frei gewordene Energie, aber mehr darüber, dass es unter dem Nachtschränkchen plötzlich hell wird.
Bei genauerer Betrachtung verfügt das Nachtlicht gar nicht über einen Bewegungsmelder, sondern über einen Wärmesensor. Der, angeregt durch meine Darmtätigkeit, gab dem Licht das Signal zum Einschalten.
Ich habe nun allerdings davon abgesehen, diese Technik zu verfeinern, sondern habe festgestellt, dass man auch mit einem kräftigen Lupfer der Bettdecke genügend Warmluft in Richtung Nachtlicht wabern lassen kann, so dass es sich einschaltet, ohne dass man den Fuß aus dem Bett zu strecken braucht."
(Markus Winninghoff)