Zimmermann & de Perrot – Hans was Heiri
»Jemandem das Gewohnte wegnehmen, jemanden zu verunsichern, jemanden dazu bringen – fast nötigen – eben wieder da »herauszukommen«... eine neue Art zu reagieren. Da wird's spannend. Wenn jemand das Gewohnte, die Sicherheit verliert, da erzählt er viel von sich, da wird er fragile. Und da ist der Mensch berührend und schön. Das interessiert uns alles – und das wollen wir auch zeigen.«
Wer »Hans was Heiri« gesehen hat, ahnt, dass die tiefste Weisheit am Ende ein großes Gelächter sein könnte. Denn nichts ist gewiss, nicht einmal das. Und so verwandeln und verdrehen Martin Zimmermann und Dimitri de Perrot in ihrer neuesten Arbeit mit diebischem Vergnügen alles, was ihnen in die Finger kommt: Menschen, Gegenstände, Räume und Situationen.
Es ist ein Theater ohne Worte, aber mit umso beredteren Bildern, die mit der Illusion spielen, was man sehe, das wisse man auch. Dafür nutzen sie überaus wandlungsfähige Bühnenelemente – kippende Wände, ein rotierendes Haus, zweckentfremdete Möbel – die alle nicht bleiben, was sie zu sein scheinen. »Hans was Heiri« ist Schwyzerdütsch und heißt so viel wie »Jacke wie Hose«, Hans oder Heinrich, ist doch egal. Mit Schalk und Witz, aber auch Wut und Tiefgang zeigen Zimmermann & de Perrot zusammen mit Zirkusartisten und Tänzern das Einerlei im Allerlei, das verborgen Gemeinsame hinter den Fassaden der Individualität. Denn was ist das Leben schon anderes als ein großes Scheitern bei dem Versuch, individuell und einzigartig zu sein? _
Movimentos - Festwochen der Autostadt, Wolfsburg 16. – 19. Mai 2012 _
Homepage von Martin Zimmermann und Dimitri de Perrot http://www.zimmermanndeperrot.com
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