Von Ikea zurück zu französischem Kitsch
Da wir die Zeit bis zur Designweek in Mailand noch überbrücken mussten, suchten wir uns noch eine weitere Workaway-Stelle. In den Bergen über Cannes bot ein Selbstversorger-Hotel Renovierungsarbeiten. Das konnten wir uns beide gut vorstellen und da es die nächsten Tage ziemlich viel regnen sollte, freuten wir uns über ein warmes trockenes Zimmer. Die ersten beiden Tage gab es für uns leider keine Aufgaben, doch wir hatten Strom, WLAN, konnten Wäsche waschen und duschen. Valerie und Toni, zwei Engländer, die dieses Hotel vor fünf Jahren gekauft hatten, waren etwas überarbeitet und überfordert. Mit uns waren noch fünf weitere Arbeiter vor Ort. Eine Argentinierin in unserem Alter, mit der wir ein paar nette Abende verbrachten und eine ältere Gruppe bestehend aus einem deutsch-englischen lesbischen Pärchen, einer Schottin mit Zahnspange und einem Türken, der immer mit drei Bierdosen unterm Arm zu sehen war. Ein herrliches Team!
Man hatte dort die Möglichkeit entweder vier Stunden fünf Tage die Woche zu arbeiten oder sechs einhalb Stunden drei Tage. Wir entschieden uns für Variante zwei und schafften es in drei tagen in einem Zimmer die Tapete abzureißen, die Wände kunstvoll zu verspachteln, neu zu streichen, einen Schrank, eine Tür, ein Fenster und die Fußleisten zu lackieren.
Es war eigentlich eine angenehme Arbeit, wäre Valerie nicht alle fünf Minuten gekommen, um uns zu zeigen, wie man die Dinge richtig macht. Aber zu zweit ist sowas ganz gut auszuhalten.
Nach drei Tagen Arbeit, blieben wir noch zwei Tage und nähten Rucksäcke aus einem alten Banner von der Jahresausstellung unserer Hochschule und sorgsam zusammengesuchten Materialien, wie Schnallen, Gurtbänder und Isomatten. Sieben Stück sind am Ende entstanden, die wir nun auf unserer Reise verkaufen können.
Als wir uns bei unseren Gastgebern verabschiedeten, waren sie unglaublich traurig, so gute Arbeitskräfte gehen zu lassen. Die sonst sehr schroffe Valerie sagte: „ You are my angels, sent from heaven!“
We had a lot of time left, before we could drive to the Designweek in Milan. So we were looking for another workplace. In the mountains ontop of Cannes offered a self-catering hotel renovation work. We both could imagine to work there very well and since the next days should rain a lot, we were happy about a warm dry room.
The first two days there were unfortunately no tasks for us, but we had electricity, WLAN, could wash our clothes and get a shower.
Valerie and Toni, two Englishmen who had bought this hotel five years ago, were somewhat overworked and overwhelmed. We had five more workers on the ground. An Argentinian at our age, with whom we spent some nice evenings and an older group consisting of a German-English lesbian couple, a Scottish woman with braces and a Turk, always with three beer cans under his arm. A wonderful team!
We had the opportunity to work either four hours five days a week or six and a half hours three days. We opted for variant two and managed to strip off the wallpaper in one room, paint the walls, paint a cabinet, a door, a window and the skirting boards.
It was actually a pleasant job, if Valerie wouldn't come along every five minutes to show us how to make things right. But twos it is quite good to bear.
After three days of work, we stayed two more days, sewing backpacks from an old banner from the annual exhibition of our university and carefully gathered materials, such as buckles, straps and camping mats. Seven pieces have emerged at the end, which we can now sell on our journey.
When we said goodbye to our hosts, they were incredibly sad to leave such good workforce. The otherwise very rugged Valerie said: "You are my angels, sent from heaven!"














