Kennst du das, wenn dich jemand anrempelt, dein Handy runterfällt und du beim Aufheben merkst, dass der Screen zersplittert ist, obwohl du 'ne dicke Panzerfolie drauf hattest? Und jetzt stell' dir vor es kommen immer wieder Leute vorbei, die sich danach bücken, um es, statt es dir zu geben und dir zu helfen, einfach nochmal auf den Boden werfen. Du siehst dabei zu, wie sie es dir vor der Nase wegschnappen, bevor du es vor mehr Zerstörung retten kannst. Immer und immer wieder. Einfach weil sie Spaß daran haben dich leiden und verzweifeln zu sehen, nachdem sie dir Hoffnungen gemacht haben. Irgendwann kommt einer vorbei, der so tut als würde er dir helfen wollen - du bist unendlich dankbar. "Endlich jemand, der es nicht noch mehr zerstören will!". Aber was macht er? Er wirft es so lange mit Vollkaracho gegen eine Wand, bis außer Einzelteilen, Splittern und Staub nichts mehr davon übrig ist und verschwindet dann, weil es nichts mehr zu zerstören gibt und er sich wahrscheinlich nurnoch selbst daran verletzen würde. Plötzlich bist du alleine und verstehst die Welt nicht mehr, aber weil du den Haufen Schrott da nicht so liegen lassen willst, weil du nicht willst, dass sich noch mehr Leute daran verletzen, versuchst du schließlich nach brauchbaren Überresten zu suchen - kleine Teile, die du vielleicht noch retten und wieder zusammensetzen kannst. Du versuchst dich krampfhaft an den vorherigen Zustand zu erinnern, aber weißt überhaupt nicht, wo du anfangen sollst. Die Teile, die du nach einiger Zeit identifizieren kannst, wollen, egal was du versuchst, einfach nicht zusammenpassen.
Manchmal müssen Dinge einfach so krass kaputtgehen, dass es kein Zurück zum ursprünglichen Zustand mehr gibt, damit man gezwungen ist aus den Splittern was neues zu bauen, weil das Alte einen auf lange Sicht nicht weitergebracht hätte. ☝🏼✨