[Ein Pandaren liegt am Strand. Er bewegt sich nicht mehr. Der Wind streicht ihm durch sein Fell, die Wellen erreichen seinen Körper aber nicht. Neben ihm liegt ein Stock. Eine Leinentasche liegt einige Meter entfernt. Ein Nachtelf kniet neben ihm, sein Kopf ist gesenkt eine Hand hat er auf die Brust des Pandaren gelegt. Dann steht er auf und geht weg um wenig später mit weiteren Elfen wiederzukommen und den Leichnam zu bergen. Ein Elf nimmt den Stock und die Leinentasche, so bringen sie den Pandaren zu Orendils Zuflucht. Der Leichnam wird behandelt, wie es der Brauch verlangt. Stumm wird er dann in der Natur beigesetzt. Kein Stein zeigt wer hier liegt, kein Zeichen deutet hier auf ein Grab. Nur eine Botschaft wird nach Darnassus gesendet.]
Irgendwie hat uns der Sturm abgetrieben. Eigentlich sollten wir in Lor’danel landen, doch wir landeten am Zoramstrand. “Etwas weiter südlich und unsere Köpfe würden auf Orc-Spiessen stecken. Und der Sturm hat die Naga verscheucht – Euer Glück, Pandaren!” Soso. Den Erhabenen sei Dank, wollte ich sowieso nach Astranaar und von dort aus weiter in das Steinkrallengebirge. Ich möchte gerne auf diese Tauren treffen… Dafeng hat es also gut damit gemeint mich direkt in das Eschental zu schubsen.
Vom Strand aus folgte ich dem Finger dieses Elfen und stolperte dann über ein kleines Elfenlager. Von dort wurde ich weiter zu “Orendils Zuflucht” geschickt. Nun, das Schicksal wollte wohl, dass ich hierher gelange… Ich traf auf einen Elf, er stellte sich als Lamfadas vor und überreichte mir einen Leinenbeutel und einen krummen Holzstab, an dessen Spitze ein kleiner Kristall angebracht war. Fragend sah ich den Elf an. Er wies mich an ihm zu folgen – so folgte ich ihm zurück an den Zoramstrand zu einer Stelle, wo Wald und Sand aufeinander treffen. Zwischen einer kleinen Felsgruppe erkannte ich einige kleine Hügel – es war ein Friedhof.
“Er war ein Pandaren wie Ihr. Samoto Blumenfreund war sein Name.” Er verneigte sich und ließ mich dort zurück.
Etwas unschlüssig stand ich dort. Den fremden Beutel um meine Schulter und diesen Stab in der Hand. Ohne genau zu wissen was ich tat, ging ich also rüber zu dem frischen Grab und kniete mich davor. Den Stab steckte ich in die noch lockere Erde und dann nahm ich aus dem Beutel ein kleines Buch. Neben mehreren Zeichnungen fand ich einige begonnene Briefe. Ich blätterte zu dem letzten Eintrag in dem Buch und begann zu lesen…
als Du damals nach Lor’danel an die Dunkelküste kamst, muss dies ein schöner Ort gewesen sein. Nunmehr ist es ein zerrissener Landstrich. Auch wenn der Cataklysmus schon einige Jahre her ist, traf ich immer noch Flüchtlinge an den Seiten des Weges. Die Zerstörungen wechseln sich untereinander ab… Wasser, Fels und Feuer… die Elfen werden auch den entstehenden Kulten nicht mehr Herr. Es ist gefährlich dieser Tage die Dunkelküste zu bereisen.
Lichtblick ist der Hain der Uralten, eine kleiner Ort, der offenbar ein wenig Vergangenheit des Landes bewahrt hat. Hier machte ich eine kurze Rast auf meinen Weg ins Eschental. Die Druiden rieten mir den nächsten Weg nach recht zu nehmen an einigen Ruinen vorbei, der direkt zum Zoramstrand führt. Dort gäbe es ein kleines Elfenlager nahe der Küste.
Nachdem ich die Ruinen passierte, führte mich der Weg auf einen kleinen Pfad zwischen der Hügelkette hindurch, die das Eschental von der Dunkelküste trennt. Mittlerweile ist es Nacht und ich sehe kaum mehr meine Hand vor meinen Augen. Zwar höre ich die Wellen an den Strand rollen, doch eine Weiterreise macht jetzt keinen Sinn. Das Feuer flackert nervös und bietet nur wenig Licht um diese Zeilen zu schrieben. Die Elfen warnten mich vor den Naga, die wohl immer noch am Strand ihr Unwesen treiben. Ebenso gäbe es hier ein Höhlensystem, dass die “Tiefschwarze Grotte” genannt wird.
Du weißt, meine liebe Ketsumi, dass ich kein abenteuerlustiger Pandaren bin. Doch diese Reise bis hierher hat einen Funken in mir gezündet… da hat sicher Huo seine feurigen Finger im Spiel. Ich mache mir also eine Fackel und versuche den Strand zu erreichen….
Die Zeichnungen, die diesem Eintrag beiliegen sind wohl einige Eindrücke seiner Reise die Dunkelküste entlang hinunter bis zu seinem Lager. Samoto hat sich selbst in seinen Bildern verewigt…
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Ich bleibe noch eine Weile sitzen, dann schultere ich den fremden Beutel und stehe auf. “Ich werde die Augen nach Eurer Ketsumi offen halten, Samoto. Mögen die Erhabenen über Euch wachen.”
Langsam gehe ich zurück zu Orendils Zuflucht und verbringe dort die Nacht, in Gedanken immer noch bei Samoto und Ketsumi…
[ooc] Samoto Blumenfreund ist gestorben. Das Abenteuer wird aber fortgesetzt – Zendho Glimmtatze wird übernehmen und die Reise fortsetzen. Eine kleine Einführung zu Zendho werde ich in meinem nächsten Beitrag zu diesem Thema schreiben… :)
Aktueller Standort: Orendils Zuflucht, Eschental
Ruhestein gesetzt: Astranaar, Eschental
3. Samoto Blumenfreund – der Tod am Strand Irgendwie hat uns der Sturm abgetrieben. Eigentlich sollten wir in Lor'danel landen, doch wir landeten am Zoramstrand.