200-year-old abandoned church hidden deep in the Romanian woods, with no clear path leading to it.
Hours of trekking led us to a breathtaking discovery. The church remained untouched.
The walls were adorned with intricate paintings and symbols, even the decor was still intact.
It is clear that this church has a history, but even the signs of natural deterioration have not taken away from the breathtaking beauty that surrounded us.
[ID: Ellek is crouching down, while booping vee’s nose. Vee is a robot in the form of a cat girl. Her design consists if black and red. She has a sad look on her face. Ellek’d eyes sre closed and he is smile, while reassuring vee. They are in front of the sonitii gates.]
Grisande läuft über das Kürbisfeld ihrer Eltern. Auf dem Feld verstreut wachsen Silberblattbüsche, die blauen Blüten liegen auf dem Boden. Die reifen Kürbisse sind mit Raureif überzogen. Sie zittert. Wieso ist es so kalt?
Dunkelheit senkt sich über das Feld.
Die Kürbisse sind verschwunden. Stattdessen breitet sich eine Eisfläche unter Grisande aus. Kaltes blaues Eis, bedeckt von blauen Blumen.
Sie rutscht auf dem glatten Eis aus und schlägt hart auf dem Boden auf. Etwas Warmes läuft über ihre Wange und gefriert auf dem Eis. Sie möchte schlafen, hinabtauchen in das dunkle Eis. Aber eine durchdringende Stimme zerrt an ihrem Bewusstsein, kalt, befehlend.
Die Stimme ruft sie, zieht an ihr. Dringt in ihren Kopf ein, in ihre Gedanken, erfüllt sie mit kalter Angst.
Sie versucht sich zu konzentrieren, sich auf das zu fokussieren, was sie gelernt hat, doch die Stimme klirrt kalt in ihrem Kopf, versucht in jeden Winkel zu dringen. Sie zittert vor Kälte. Ein von magischem Feuer erleuchteter Citrin taucht vor ihrem inneren Auge auf und sie hält sich an dem Bild fest.
Blaue Blüten wehen über das Eis. Sie kommen ihr bekannt vor aber ihr fällt der Name nicht mehr ein. Sie streckt ihre Hand aus und greift nach einer der Blüten. Die Blüte ist wichtig aber sie weiß nicht mehr, warum. Blasse, kalte Finger schließen sich um die Blüte. Ist das ihre Hand?
Die Stimme befielt ihr, aufzustehen. Eisig. Unnachgiebig. Die Stimme duldet keinen Widerspruch.
Langsam richtet sie sich auf. Ihre Glieder fühlen sich seltsam steif an. In ihrem Kopf dröhnt die Stimme, laut und allumfassend, alles andere verdrängend.
Grisande hebt den Kopf und schaut sich um. Sie steht auf dem Innenhof einer kleinen Farm. Einige Gebäude brennen. Soldaten laufen herum und durchsuchen die Gebäude. Sie steckt die Blüte in ihre Gürteltasche.
Vor der Wand des Hauptgebäudes liegt der verkohlte Körper eines riesenhaften Dieners. Sein Leib bedeckt den Eingang zu einem alten Sturmkeller. Einige Soldaten versuchen, den Körper wegzuziehen. Eine Erinnerung durchzuckt sie, schmerzhaft und hell.
"Nein!" mit einer rauen Stimme, die sie nicht kennt, herrscht sie die Soldaten an. "Hier gibt es nichts mehr zu holen."
Die Soldaten murren, doch sie wenden sich von dem toten Diener ab. Einige Meter von dem Körper entfernt liegt ein alter Stab mit einem erloschenen Citrin. Grisande hebt den Stab auf. Ein Funke beginnt im Inneren des Steins zu glimmen.
Dann hört sie den Befehl zum Abmarsch. Die Soldaten verlassen den Hof, folgen einem Lich zurück zum Hauptteil der großen Armee. Grisande schließt sich ihnen an. Langsam durchschreitet sie das Hoftor, ohne einen Blick zurück. Sie darf nicht vergessen. Aber was ist es, an dass sie sich erinnern muss?
Zeit vergeht und scheint gleichzeitig stillzustehen. Die Armee der Geißel marschiert weiter durch Lordaeron und Grisande wird von der Stimme mitgezogen. Menschen brüllen ihr hasserfüllte Worte entgegen. Sie hört ihre verzweifelten, angsterfüllten Schreie, doch der eisige Griff um ihre Seele läßt keine Regung zu. Sie sieht die Menschen fallen und mit leerem Blick wieder aufstehen.
Ihre Vergangenheit ist im Eis versunken, ihr Dasein und ihre Zukunft gehören der Stimme. Zeit hat keine Bedeutung mehr. Die Stimme ist die einzige Konstante, wie ein eisigblauer Leuchtturm im grauen Nebel. Ein Sog ins Nichts und zugleich der einzige Daseinsgrund.
Manchmal gelingt es ihr, sich eine Weile vor der Stimme zu verstecken, in der verblassten Erinnerung an einen Ort, den sie einmal sehr geliebt hat. Ein Ort, der nach altem Leder und verstaubtem Pergament riecht, der vom seltsamen, violetten Leuchten der arkanen Lampen erhellt wird, ein Ort, an dem nur manchmal das verwunderte Blöken eines Schafs die konzentrierte Stille durchschneidet. Dort, und nur dort, lässt sie zu, dass der glühende Wille nach Freiheit sie durchströmt. Der Wille, sich vom Joch der Stimme zu befreien hält ihre Seele lebendig und schützt sie gegen die alles durchdringende Kälte. Zumindest einen Moment lang, bevor die Stimme sie findet und zurück in die kalte graue Leere zieht.
Bis eines Abends etwas Ungewöhnliches passiert.
Grisande sitzt an einem kleinen Lagerfeuer und wärmt ihre Hände. Das blaue Kleid ist zerrissen und hängt in Fetzen um ihre Schultern. An einigen Stellen ihres Körpers sind die nackten Knochen zu sehen. Ihre früher hellblonden Haare hängen stumpf und strähnig in ihr bleiches eingefallenes Gesicht.
Ihr gegenüber sitzt eine Frau mit struppigen dunklen Haaren, die damit beschäftigt ist, einen Dolch sehr langsam und sehr sorgfältig zu schärfen. Ein violettes Leuchten umspielt die Spitze des Dolchs. Die Frau trägt eine alte, abgewetzte Stoffrüstung, aus der ihre Ellenbogen bleich und knochig hervorschauen. In den Saum ihres Kleides sind einige dämonische Runen eingestickt. Zu ihren Füßen hockt ein mürrisch wirkender Wichtel, der gelangweilt ins Feuer starrt.
Neben ihr sitzt ein Mann am Feuer, der in einen alten grünen Umhang gehüllt ist und leise immer wieder eine Hymne vor sich hinsummt. Seine linke Hand klammert sich an einen alten Priesterstab.
Plötzlich geht ein unruhiges, verwirrtes Murren durch die lagernde Armee. Hektische Rufe der Leutnants werden mit zornigen Befehlen des Lichs, der lautlos durch die Reihen gleitet, beantwortet.
Grisande hebt den Kopf und blickt in die wachsamen Augen der Hexe. Diese macht eine warnende Handbewegung, dann wird ihr Blick leer und sie starrt mit hängendem Kiefer ins Feuer. Grisande und der Mann machen es ebenso, als der Lich mit prüfendem Blick hinter ihnen vorbeigleitet.
Als er sich entfernt hat, zischt die Hexe leise "Merkt ihr etwas?"
Der Priester schüttelt ungläubig lächelnd seinen Kopf. "Ich höre die Stimme nicht mehr!"
"Ganz genau."
Grisande flüstert erstaunt "Seine Kraft scheint nachzulassen?"
Der Priester lacht aufgeregt "Wenn das wahr wäre! Wenn ich zurück in mein Dorf könnte. Zurück in meine Kirche. Ach, was für eine Freude!"
Grisande wirft der Hexe einen Blick zu, die ihre Augen verdreht und mit ihrem knochigen Zeigefinger eine kreisende Bewegung an der Stirn macht. Sie runzelt die Stirn. "Tja also, zurück können wir sicher nicht mehr."
"Was? Natürlich können wir das! Wir könnten wieder unser altes Leben führen!" Der Priester flüstert in beschwörendem Ton auf die beiden Frauen ein.
Grisande seufzt. "Wann hast du das letzte Mal in einen Spiegel geguckt, Arvael?"
"Was meinst du damit? Warum sollte ich? Ich weiß, wie ich aussehe. Nun ja, meine Haare könnten mal einen Kamm vertragen aber so etwas gibt es hier ja nicht." Irritiert starrt er Grisande aus gelb leuchtenden Augen an. Ein Stück seines Unterkiefers fehlt und man sieht eine Reihe schwärzlicher Backenzähne.
"Sie meint damit, dass wir tot sind, Arvael. Es gibt kein Zurück für uns. Finde dich endlich damit ab!"
"Komm schon, sieh es positiv. Die Wahrscheinlichkeit zu Ertrinken, wenn mal wieder dein Levitationszauber versagt, ist dramatisch gesunken." Grisande grinst den Priester an, der sie fassungslos anstarrt.
"Aber, aber wenn ich nicht zurück kann ... dann macht es doch keinen Sinn, sich zu wehren." Leise beginnt der Priester wieder damit, seine Hymne zu summen, bricht jedoch nach kurzer Zeit ab. Er starrt mit leerem Blick ins Feuer und sein Oberkörper schaukelt leicht vor und zurück.
Die Hexe zuckt gleichgültig mit ihren knochigen Schultern. Doch dann beginnen ihre Augen gelb zu leuchten und sie zischt zornig."Wenn ich hier je rauskomme, werde ich Kirschgrog saufen, bis er mir zwischen den Rippen wieder herausfließt. Und danach töte ich diesen Lich und wenn es das Letzte ist, was ich tue."
Grisande lächelt grimmig. "Ich bin dabei."
Dann setzt die Stimme wieder ein, wie ein eisiger, wütender Wind, der durch das Lager weht.
Doch noch ein anderes Geräusch dringt an Grisandes Ohr, bevor sie sich wieder in ihre Studierstube zurückversetzt. Ein leiser, fast unhörbarer Gesang in einer alten Sprache, die sie schon einmal gehört hat, vor langer Zeit. Ist das Thalassisch?
"Hast du das gehört?" Grisande blickt der Hexe in die Augen, die ihren Blick prüfend erwidert und dann fast unmerklich nickt, bevor sie sich wieder ihrem Dolch zuwendet.
Etwas scheint geschehen zu sein, denn in den nächsten Wochen wiederholen sich diese Momente, in denen der Bann der Stimme für kurze Zeit nachlässt. Die immerwährende eisige Umklammerung beginnt ihren Griff zu lockern. Gerüchte verbreiten sich unter den untoten Sklaven der Geißel. Gerüchte über Untote, denen es gelungen ist, der Macht der eisigen Stimme zu entkommen. Gerüchte über eine dunkle Fürstin, eine Banshee, die diesen Untoten eine Zuflucht bietet.
Und schließlich fassen Grisande und einige andere den Plan, zu fliehen.