Synchronizität
Als ich vor einer ganzen Weile die ersten drei Folgen von Big Little Lies sah, dachte ich: Hey, diese Celeste and Perry Geschichte (Vorsicht, Spoiler!), so in etwa hätte ich mir das bei der Physiotherapeutin und ihrem Eventmanager gewünscht! Wenn sich schon (nicht einvernehmliche bzw. kontrollierte) Gewalt unter extreme Leidenschaft mischt, dann wenigstens als Thema, das hässlich anzusehen ist und Bauchschmerzen bereitet.
Aber ich wollte nicht schon wieder den größten “Urgh!”-Moment, den ich als Zuschauerin der Seife erlebt habe, in einem Text thematisieren, also beließ ich es bei dem Gedanken. Doch, wer kennt das Phänomen nicht? Man denkt zufällig an eine*n alte*n Bekannte*n, die*den man lange nicht mehr gesehen hat und wenig später läuft man sich über den Weg.
Wie heraufbeschworen steht sie also plötzlich da, die neue Nachbarin. Vor dem Spiegel, in ihrer frisch bezogenen Wohnung, überschminkt sie die Spuren eines Übergriffes, den die Seife uns zunächst wieder einmal vorenthält. Wir dürfen nur teilhaben am vor- und nachher, bis eine Rückblende dann doch noch jene Hässlichkeit offen legt, die Bauchschmerzen bereitet und genau deswegen auch beim letzten Mal nicht hätte ignoriert werden dürfen.








