Es ist mal wieder Seifenjubiläum, deswegen wird nicht auf dem Balkon, sondern auf Mallorca gegrillt. Zu dritt stehen die Männer ums Feuer, trinken Bier aus Flaschen und sind sich einig. Für sie gibt es Steaks, der Tofukram ist schließlich nichts für echte Kerle. In der Finca präsentieren sich unterdessen die Frauen mit einem Gläschen Sekt in der Hand gegenseitig ihren Kofferinhalt vor einem großen Spiegel.
Die Eventmanagerin fühl sich sichtlich unwohl, und als sie zu protestieren beginnt, besteht für einen kurzen Moment die Hoffnung, dass sie das zu kurze Kleid, welches ihr zum Anprobieren gereicht wurde, einfach beiseitelegt, in T-Shirt und Jeans hinaus geht, sich ein Bier nimmt, fragt, ob es sich bei den Steaks um Rind oder Schwein handelt und nicht dennoch, sondern deshalb für den Aufreißer die schönste Frau des Abends ist.
Doch natürlich passiert dies nicht. Stattdessen setzt die Seife auf den alten Hollywood-Trope, bei dem - durch ein sexy Outfit, einer neuen Frisur und Make-up - aus dem Entlein ein bezaubernder Schwan wird; oder in dem Fall: aus der Eventmanagerin endlich das, was die Übersetzung ihres Namens wohl von Anfang an versprochen hat. Weg mit der Lederjacke, dem dicken Lidstrich und roten Lippenstift, ihrer krassen Ausdrucksweise und ihrem etwas prolligen Verhalten! Her mit “süß”, “charmant” und “angenehm”!
Wie Models auf einem Catwalk präsentieren sich die Frauen. Male Gaze in Slow Motion. Der Aufreißer ist sprachlos. Ja, was soll man dazu noch sagen?