Ganz ehrlich: Das ist einfach kein Gericht. Ich weigere mich, das als eine Mahlzeit zu akzeptieren. Das ist besoffen in den Kühlschrank gegriffen und gehofft. Das ist in erster Linie ein Angriff auf Augen und Zunge. Und das ist ein Affront gegen Hawaii, ein Affront gegen Wien, ein Affront gegen Indien und ein Affront gegen Ketchupland. Man möchte den Teller auf den Boden schmettern und ein Handtuch darüber werfen, auf dass man diesen Unfall nicht weiter sehe. Man möchte dem “Koch” mit glasigen Augen entgegentreten und sagen: “Es tut mir leid, aber hier wurde eine Grenze überschritten. Geh!” Als einzige versöhnliche Eigenschaft dieser Kreation bleibt die subtile Sozialkritik, hat doch das eine Würstchen von seinen Vorortseltern alle drei Ananasscheiben geerbt, und das andere geht komplett leer aus. Wie auch im richtigen Leben ist das arme Würstchen dabei meist das sympathischere. Guten Hunger!










