Juli/August 2017
This is the story all about how I watched a sitcom on my phone
Ich lache immer wieder still in mich hinein, wenn eins meiner — trotz aller Zukunftspositivität — Technikvorurteile fällt. So habe ich zwar seit inzwischen sechseinhalb Jahren ein Smartphone, aber für mich war immer klar, dass ich — der Filmwissenschaftler, der 40 mal im Jahr ins Kino geht — damit so einiges machen, aber auf dem vergleichsweise winzigen Display bestimmt nichts gucken würde, was mehr narrativen Wert hat als ein Katzenvideo.
Und dann liege ich nach einem langen Tag, an dem wir 20 km gewandert sind, abends mit meiner Frau in einem Bed & Breakfast an der schottischen Küste, in dem es WLAN gibt, im britischen Netflix-Angebot haben sie “The Fresh Prince of Bel Air” und im linearen Fernsehen läuft nur Mist — also gucken wir halt doch vier Folgen auf einem iPhone SE, das ich für uns beide auf angenehmen Sehabstand in die Luft halte. Und am nächsten Abend tun wir es wieder.
(Alexander Matzkeit)








