Namibia, Botswana, Simbabwe 2024/25 - Tag 25
Herrschaften und Oukies!!!
Heute frühstücken wir aller in Ruhe und schauten noch einmal auf den Okavango.
Die Frühtour der verschiedenen Lodges hat begonnen. Boot um Boot schippert auf dem Fluss entlang.
Wir begeben uns in unsere Chalets um zu packen.
An der Rezeption stellt sich dann heraus, dass unsere Rechnung nicht stimmt. Irgendein Vollpfosten hat auf unsere Zimmer mehrere Lunch plus Getränke verbucht oder verbuchen lassen. Insgesamt über 40 Euro (umgerechnet) sind zu viel darauf. Zum Glück hat Micha da genau hingesehen und nicht ungesehen akzeptiert.
Die Damen an der Rezeption sind etwas pikiert, aber es nutzt ja nix. Dann muss die Chefin geholt werden, die uns jetzt eine genaue Kostenaufstellung vorlegen muss, bevor Micha die Rechnung begleicht. Für diese unterirdische Performance gibt es Null-Komma-Null Trinkgeld. In so einer Unterkunft, die diesen Standard beansprucht und entsprechende Preise aufruft, geht so etwas überhaupt nicht.
Ein langer, ziemlich ereignisloser Fahrtag steht an, mit insgesamt 380 Kilometern. Zunächst holpern wir die Zufahrtspiste zurück zur Straße, dann fahren wir die 14km auf glattem Teer bis Divundu. Dort tanken wir voll und lassen die Reifen aufpumpen.
Es ist sehr angenehm zu fahren, die B8 in einem Topzustand und nur wenig Verkehr. So sind wir flugs auch schon in Rundu.
In Rundu tobt das Leben rechts und links der Hauptstraße. Unterwegs begegnen uns viele gut gekleidete Menschen – man scheint auf dem Weg zu Familienbesuchen oder Feierlichkeiten zu sein.
Schnurgeradeaus geht es jetzt für die nächsten 1 1/2 Stunden in südlicher Richtung, bis wir wieder den Veterinär Checkpoint "Mururani" erreichen.
Der Knaller war der Veterinär Check, denn es zu passieren galt. Zum besseren Verständnis muss man hier erläutern, dass unterschieden wird zwischen kommerziellem Farmland (überwiegend weiß) und kommunalem Farmland (fast immer schwarz). Auf dem kommunalem Farmland kommt es immer wieder zu Ausbrüchen von Tierseuchen, die einzudämmen ziemlich schwierig ist.
Jedenfalls gibt es hier, kurz vor dem kommerziellem Farmland, so einen Veterinär Check Point. Dort saß das Personal wieder herum und war extrem beschäftigt: mit dem Handy!
Jetzt haben wir "nur" noch so um die 60 Kilometer zu bewältigen, bis wir unser heutiges Ziel erreichen: die Gästefarm Wildacker.
Nach rund 20 Kilometern biegen wir von der Teerstraße auf die geschotterte D 3016. Dieser folgen wir nun für etwa 25 Kilometer.
Danach biegt die D 3016 rechts ab, wir fahren jedoch geradeaus weiter, auf den Zaun zu.
Nun kommt wieder unser Lieblingssport: Farmtore öffnen und schließen.
Die letzten 10 Kilometer geht es über eine Tiefsandpiste. Hier kommt nun einmal mehr unser 4x4 zum Einsatz, bis wir die Farm endgültig erreichen.
Nach den letzten Regenfällen ist die Piste in einem, sagen wir mal "nicht PKW-tauglichem", Zustand.
Die Farm liegt quasi im letzten Zipfel des kommerziellen Farmlandes und ist ein Traum - wenn man hier nicht leben muss.
5 zauberhafte Bungalows, Pool, Wasserlöcher und ein reizendes Gastgeber-Ehepaar: Helgaard und Christine.
Um 16 Uhr gibt´s traditionell Kaffee mit selbst gebackenem Kuchen. Lecker oder lekker (afrikaans)!
Wir freuen uns sehr, dass wir nach so vielen Jahren, die wir jetzt nicht hier waren, doch noch alte Bekannte unter dem Personal wieder treffen: Cäcilia und Elisabeth, die Perlen der Farm, sind hier immer noch tätig. Wie schön. Das hat man doch sehr selten, dass Angestellte so konstant bleiben.
Etwas platt von der langen Fahrt sind wir dann doch und ruhen uns daher mal ein Stündchen (oder zwei) im Zimmer aus.
Nach einer erfrischenden Dusche gehen wir zum Abendessen, das für alle - inklusive Gastgeber - im Hauptgebäude serviert wird.
Am Abend gibt es eigentlich immer ein zünftiges Lagerfeuer, da sitzt man zusammen, gemütlich im Kreis und um 20 Uhr geht man gemeinsam zum Abendessen. Gegessen wird dann zusammen mit den Gastgebern.
Leider ist das Feuer kaum entzündet, kommt schon der nächste Regenguss und alles ist dahin. Die Küchenfee, Cäcilia, erklärt das von ihr zubereitete Essen auf Englisch und Afrikaans.
Wir plaudern noch eine Weile mit den Gastgebern, die wir schon seit 10 Jahren kennen. Wir lernten uns damals in Dortmund auf der Messe, Jagd & Hund, kennen.
Und im darauf folgenden Jahr, 2015, besuchten wir die Gästefarm bereits das erste Mal. Immer wieder begegneten wir uns mal auf der Messe, doch es dauerte bis zum Jahr 2025, bis es zu einem weiteren Besuch kommt.
Um 22 Uhr ist auch hier das bekannte Farmers Midnight und wir begeben uns alle zu unseren Bungalows. Am Abend wurde schon der "Donkey" (Badeofen) von einem Angestellten angezündet, so dass einer schönen Dusche nichts mehr im Wege steht.
Wir lesen noch etwas, schreiben Tagebuch und checken unsere Nachrichten.
Lekker Slaap!
Angie, Micha, Mama & der Hasenbär









