Ganz einfach: Artischoken
Zutaten:
1-2 Artischoken pro Person (je nach Größe und Hunger)
1 Zitrone evt.
1-3 Eier (oder auch mehr je nach wieviele Artischoken es sind)
Joghurt
Senf
Salz, Pfeffer
Kräuter (nach Geschmack und Verfügbarkeit)
OPTIONAL: Olivenöl, roter Pfeffer, Weißwein (für verfeinerte Variante)
Zeit: Artischoken kochen dauert 40-60' je nach Größe, die Sauße ist in 10' zubereitet
Neulich am Markt mit Freundin P.: Ich kauf mir zwei Artischoken. Sie meint, die seien ihr zu kompliziert zu kochen. Ich: kompliziert??? Das muss nicht sein. Schnell erklärt und schon überzeugt. Bei P. gab's dann am Wochenende schon welche und sie haben sehr gemundet, hab ich mir sagen lassen ;-)
Für alle denen's ähnlich geht: Keine Angst vor Artischoken. Sie sind super einfach zuzubereiten, schmecken wahnsinnig gut und sind ebenso wahnsinnig gesund - und kalorienarm und und und ... Einfach in einem großte Topf (zB Nudelkochtopf) Wasser mit etwas Salz und ein paar Zitronenscheiben (optional, es geht auch ohne) zum Kochen bringen. Von den Artischoken den Stil knapp abschneiden, evt. auch mit einer Schere die Spitzen der Blätter etwas kürzen (muss aber nicht unbedingt sein). Die Artischoken dann ins kochende Wasser setzen und geduldig warten. Sie brauchen eine Weile - so 30-60 Minuten je nach Größe. Zwischendurch mal an den unteren Blättern ziehen, wen sie sich leicht lösen lassen, sind sie gar. Inzwischen die Sauße zusammenrühren. Also Eier hart kochen, schneiden, mit Joghurt, Senf, Gewürzen, Kräutern, evt. auch Essig und Öl vermischen.
Sauße in ein Schüsselchen geben, Artischoken auf Teller und schon geht's los mit der fröhlichen Blatt-für-Blatt-Esserei. Für Artischoken-NovizInnen: Einfach die Blätter rausziehen - in die Sauße tauchen (ode auch nicht) - und dann das Fleisch an der unteren Blattinnenseite mit den Zähnen "abschaben" (klingt jetzt nicht so toll, macht man aber so und ich wüßte nicht, wie ich's anders beschreiben soll).
Bevor man dann ans viel geliebte "Herz" der Artischoke kommt, werden die Blätter klein und wenig/er genießbar und können zusammen mit dem fasrigen "Heu" am besten weggeschnitten werden, so dass nur mehr der köstliche weiche Boden übrig bleibt und - mit Messer und Gabel geteilt und in Sauße getaucht - genossen werden kann. Wer sich das nach dieser Beschreibung gar nicht so recht vorstellen kann, hier gibt's einen anschaulichen - trocken-witzigen - Kurzfilm von einem deutschen Hobbykochkollegen zum Zubereiten und Essen einer Artischoke (übrigens kein schönes Exemplar, die Artischoke in diesem Film, finde ich)
Wer's verfeinert und gern etwa aufwändiger mag, kann die Artischocken etwas früher rausnehmen - wenn sie noch nicht ganz fertig sind - und sie in Olivenöl anbraten, mit Weißwein aufgießen, ein paar rosa Pfefferkörner, Kräutlein nach Geschmack und Zitronenscheibe dazugeben, einige Zeit darin weiterdünsten und mit der eingekochten Weißweinbrühe servieren. Zusätzliche Sauße ist dann nicht mehr notwendig. Nur gutes Brot. Schmeckt herrlich. Und wurde in Wien am besten von Una Abraham gekocht. Aber derzeit gibt's ja kein Lokal mehr von ihr, also heißt es selber Artischoken kochen.










