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Menschen der Eisenzeit EN
Die Täter, die die Goldmünzen von #Manching gestohlen haben, wurden zu langen Haftstrafen verurteilt. Zur Rückerlangung des Beuteguts haben sie nicht beigetragen – im Gegenteil hatten sie auf Freispruch gehofft. #Eisenzeit #Oppidum #Archäologie 🏺 @Archaeodons group @antiquidons group #Numismatik #histodons CC BY-SA 4.0 by Chris 1964
Auf den Spuren der Kelten: der Krieger von Bonlanden im Landesmuseum Württemberg. Es ist die älteste bisher nördlich der Alpen gefundene eisenzeitliche Skulptur. Um 600 v. Chr. ist er von den Kelten in der Hallstattkultur geschaffen worden. Mehr zu den Kelten unter www.deutschland-geliebte-bananenrepublik.de #kelten #eisenzeit ##bonlanden #kriegervonbonlanden #Ditzingen ##hallstattzeit #landesmuseumwürttemberg #skulptur #sculpture (hier: Stuttgart, Germany) https://www.instagram.com/p/Clqk1GVttq2/?igshid=NGJjMDIxMWI=
[Deutsch unten] In Germanys' biggest lake, the Bodensee, archeologists found thousands of wooden piles, where people of the Bronze- and Iron Age built their houses into the water. 🛖🛖🛖 They reconstructed the houses and built a museum to show how life could have been 5000 to 3000 years b.c. Inside the museum, they show stone knifes, pottery and other exibibits that were found around these ancient villages. 🛖🛖🛖 Im Bodensee fanden Archäologen tausende von hölzernen Pfählen unter der Wasseroberfläche. In der Bronze- und Eisenzeit siedelten hier Menschen auf Pfahlhäusern 5000 bis 3000 Jahre vor der Zeitenrechnung. 🛖🛖🛖 Diese Pfahlhäuser wurden rekonstruiert und das Leben dieser Menschen nachgestellt. Im Museum werden Fundstücke, z.B. Steinmesser und Tongefäße ausgestellt. 🛖🛖🛖 #pfahlbauten #bodensee #unteruhldingen #bronzezeit #eisenzeit #bronzeage #ironage #woodenpiles #reiseblogger #travelblog #gabrielaaufreisen #museum #archeology #archäologie #fundstück #pfahlbautenmuseum_unteruhldingen #imwasser #urzeit #mitkindernimmuseum #allgäu #urlaubambodensee #sommerurlaub (hier: Pfahlbauten Museum Unteruhldingen Bodensee) https://www.instagram.com/p/CS7Y3fYsgc4/?utm_medium=tumblr
Ferienwohnung ohne Komfort, dafür mit Aussicht... #eisenzeit #zugspitze (hier: Alpen) https://www.instagram.com/p/CDQdG-cI4_ynyIRg2eWYrUPL5YRi1MT_Bq_X0k0/?igshid=1sbk5nanrhi4q
#teleperformance #portugal #ralphhauptmann #eisenzeit #vorlesung #kelten #teleperformanceportugal (hier: Teleperformance Portugal) https://www.instagram.com/p/CC82PScl17aNH0wsl0BRjEhqBIC9eW3Qr8ghh80/?igshid=1j30ec50lqm20
Was für eine Woche!
Montag
Der Tag verflog nur so, obwohl ich nicht zur Schule musste: Blogpost schreiben, Mami interviewen, Dänischkurs, Momo lesen etc.
Dienstag
Den Dienstag verbrachte ich in der Schule: morgens Philosophieren mit Momo, am Nachmittag hatten wir die Performance von Cats In The Cradle. Sie kam bei allen sehr gut an, und fast niemandem ist aufgefallen, dass ich vor lauter Nervosität einmal ziemlich aus dem Rhythmus gefallen bin 😆 Nach der Suppe mit Knoblibrot zum Abendessen verbrachte ich damit, das Interview aufzubereiten und in einen Comic zu verpacken (ihr findet die englische Version wie den letzten Comic im Menü unter Diverses). Danach stand packen auf dem Plan: wir würden die nächsten 3 Tage und 2 Nächte in einem Eisenzeit*-Dorf in Vingsted verbringen (http://bit.ly/2pkMAC3).
(*Eisenzeit: ca. 800 vor bis 750 nach Christus)
Mittwoch
Um 7.20 marschierten wir mit Sack und Pack zur Uni, wo wir in einen Bus verladen wurden, der uns in knapp einer Stunde nach Vingsted brachte.
Das Eingangstor
Wir erhielten einen kurzen Rundgang durch das Dorf, luden unser Gepäck ab und begannen mit den Vorbereitungen für das Mittagessen. Bereits im Voraus waren wir in drei Gruppen eingeteilt worden, welche jeweils ein anderes Handwerk ausprobieren würde: Schnitzen, Schmieden und Körbe flechten. Die Schnitz-Gruppe war am grössten und wurde im Haus des Chiefs untergebracht. Die anderen beiden Gruppen waren jeweils halb so gross und erhielten jeweils ein kleineres Haus, welches vor ca. 2000 Jahren von normalen Dorfbewohnern bewohnt wurde. Ich würde in der zweiten Hälfte des Trips Körbe flechten. Die erste Hälfte verbrachte ich mit meiner Gruppe damit, für uns und die Schmiede zu kochen, während diese ihre Messer herstellten.
Wohnhaus der Schmiede, Küche und Essgelegenheit der Schmiede und Korbmacher
Wir verbrachten jeweils 2-6 Stunden, um eine Mahlzeit zuzubereiten. Für den Porridge zum Mittagessen kochten wir Beeren ein um daraus einen Saft und eine Art Kompott, gesüsst mit Honig, als Topping zu machen. Viel Kraft und Ausdauer benötigten wir, um den Hafer mit Steinen zu mahlen und den Rahm mit Stöckchen zu Schlagrahm zu schlagen.
Wir assen die gesamten drei Tage nur aus diesen Tassen und mit einem Holzlöffel. Fleisch und Brot ass man von Hand und trinken konnten wir entweder vor oder nach dem Essen, aber nicht gleichzeitig, da wir die Tasse ja für’s Essen brauchten.
Am Nachmittag ging es weiter mit den Vorbereitungen für das Abendessen: Weizen für’s Brot mahlen, Teig herstellen und die kleinen Fladen auf einem Stein backen, Gemüse schnippeln und in grossen Töpfen neben dem Feuer kochen, Fleisch (Rind und Schwein) grillen, Butter mit den gleichen Stöckchen schlagen und rühren (dauert ca. 2 Stunden), Frischkäse herstellen etc.
Der Gemüse-Eintopf war köstlich, die kleine Fladenbrote mit selbstgemachter Butter und Käse waren schnell gegessen und das Fleisch vom Grill war saftig und sehr gut gewürzt. Ich konnte nie sagen, ob wir genial gekocht hatten, oder einfach so hungrig waren, dass alles gut schmecken würde 😄
Einige von uns durften die Kuh Gudrun besuchen und sie von Hand melken. Selbstverständlich hackten wir das Holz zum Kochen selber.
Nach dem Abendessen spielten wir ein umgekehrtes Versteckis: jemand versteckt sich, und die ganze Gruppe versucht diese im Dunkeln zu finden. Sobald jemand den Versteckten entdeckt hat, versteckt er/sie sich auch dort, bis alle Suchenden sich auch verstecken. Danach sangen wir Lieder am Lagerfeuer im grössten Haus, inkl. Gitarrenbegleitung. Wir hatten alle keine Uhr an (gab’s ja vor 2000 Jahren noch nicht) und wir dachten um 9.30 Uhr, dass es bestimmt schon bald Mitternach sein müsste. Müde von diesem anstrengenden Tag zogen wir Schichten über Schichten an, kuschelten uns in die Schlafsäcke und deckten uns mit Schaffellen zu. Trotz all dieser Massnahmen erwachte ich mehrmals in der Nacht, weil ich so fror.
Donnerstag
Bereits um halb Sieben wurden wir geweckt, um das Frühstück vorzubereiten. Da die andere Gruppe die Glut nicht in einem Topf aufbewahrt hatte, verbrachten wir erstmal viel Zeit, ein Feuer anzuzünden (gar nicht so einfach, wenn alles etwas feucht ist und man keine Zündwürfel hat😜). Zum Glück hatten wir den Hafer schon am Vorabend gemahlen und in Wasser eingeweicht, so mussten wir nur noch die Äpfel kleinschneiden und einkochen und den Porridge aufkochen.
Nach dem Frühstück zeigten uns die Angestellten, wie man eine Forelle ausnimmt. An alle Zartbesaiteten: ich beschreibe detailliert, wie das geht! Hört auf zu lesen und überspringt diesen Abschnitt und die Fotos, wenn ihr es nicht aushaltet! Viele weigerten sich, selber einen Fisch in die Hand zu nehmen, ich zu Beginn auch. Aber als ich eine Vegetarierin sah, wie sie furchtlos einem Fisch ein Messer in den Bauch rammte, überwand ich mich doch. Eine grosse Herausforderung war, bei der eisigen Kälte mit tauben Fingern den Fisch festzuhalten, damit er nicht davonglitt. Nach dem Aufschneiden des Bauches packt man die Innereien und reisst sie heraus. Eventuell muss man mit dem Messer nachhelfen. Das Auskratzen der Niere war nicht gerade einfach. Zum Schluss spülten wir den Fisch unter eiskaltem Wasser ab und aus, bevor er innen und aussen gesalzt wurde.
Fertig Fisch-Ausnehmen: es ist wieder sicher weiterzulesen 😜
Den Rest des Morgens bereiten wir das Mittag- und Abendessen vor: mehr Gemüse-Eintopf mit etwas Rindfleisch und geräucherte Forelle mit Eintopf.
Ein Highlight kam am Nachmittag: wir schlachteten das Huhn, welches wir am Donnerstag essen würden.
Danach tauschten wir die Arbeit und wir konnten endlich mit unseren Körben anfangen, während die Schmiede ihre Messer fertig hatten und für uns kochen konnten.
Julias Messer und Thors-Hammer-Kette aus einem Nagel
Wir verwendeten Stroh und Bast, um die Körbe zu machen. Eine Holzscheibe bildete den Boden und ein ausgehöltes Stück Holz führte die Halme, damit wir sie mit einer Nadel festnähen konnten:
Wegen der Kälte, die uns die gesamten 3 Tage das Leben schwer machte, deckten wir uns mit Schaffellen zu und machten kurze Spaziergänge, um uns aufzuwärmen.
Das Abendessen war köstlich! Sogar ich mochte die geräucherte Forelle. Dazu gab es wieder Eintopf und Butter mit Brot und Frischkäse.
Da wir alle in der Nacht gefroren hatten und es in den anderen Häusern Platz gegeben hatte zogen wir aus unserem dunklen, kalten, unheimlichen Haus in das des Chiefs. Am Lagerfeuer erzählten wir verschiedene Legenden aus unseren Heimatländern:
Schweiz: Wilhelm Tell (was sus?🤣)
Belgien: La chatte d’or
Japan (weiss leider den Namen nicht mehr)
Danach hörten wir noch einige Gutenachtlieder auf der Gitarre von Mads (sprich: Mäs), der in einer Band spielt und verdammt gut singt. In der Nacht fror ich auch wieder. Ich war zwar in einem wärmeren Haus, aber wir lagen viel weiter auseinander, weshalb ich niemanden zum Kuscheln in der Nacht hatte😁
Freitag
Nach einem weiteren Porridge-Frühstück mit Beeren und Schlagrahm, zubereitet von den Schmieden, machten wir die Körbe fertig und wärmten uns lange am Feuer auf.
Das Poulet war eingefroren, obwohl es nur für 2-3 Stunden auf dem Tisch in der Hütte stand:
Den Gemüse-Poulet-Eintopf assen wir alle gemeinsam im Chiefs Haus. Dort stellten wir auch unsere Arbeit der vergangenen drei Tage vor: geschnitzte Holzlöffel und Figuren, geschmiedete Messer mit geschnitzem Griff und Ledertasche und unsere Körbchen.
Danach ging’s schon ans Aufräumen: Rucksäcke packen, Feuerstellen reinigen, alle Schaffelle und Wanddecken (damit’s nicht in die Hütten zieht) ausschütteln und in Säcken verpacken.
Ein letztes Gruppenfoto und wir machten uns durchgefroren und nach Rauch stinkend auf den Heimweg.
Glaubt mir, die Dusche zu Hause war die beste meines Lebens! Anne und Adi (sind nicht in diesem Outdoor-Learning-Kurs) machten uns Pizza zum Abendessen. Es war so komisch, keinen Eintopf zu essen, an einem Tisch zu sitzen und das Essen zu erkennen 😂
Wir hatten einigen Dänen aus dem Organisationsteam versprochen, an die Hawaii Party am gleichen Abend zu gehen. Also warfen wir uns in Schale (nichts Spezielles, aber im Vergleich zu den letzten drei Tagen sahen wir fantastisch aus) und kämpften uns durch den Wind in die Stadt. Leider waren nur sehr wenige Leute dort, was sehr schade war, denn der Anlass war gut organisiert und der Festsaal dekoriert. Natürlich spielten wir auch hier eine Runde Beerpong:
Samstag
Nach einer kurzen Nacht beschlossen wir, uns um 9 Uhr in den Bus in Richtung Vejle zu setzen. Dort schauten wir uns den gefrorenen Hafen und die Innenstadt an. Wir sind uns einig, dass wir noch mehr geforen hatten, als im Eisenzeit-Dorf zuvor. Nach einem leckeren Burger spazierten wir weiter durch die Stadt und besuchten ein tolles, interaktives Museum. Leider waren wir erst 40 min vor Schluss dort, weshalb wir ziemlich schnell durch die Ausstellungen liefen.
Bächlein stauen
die Wärmebildkamera ist nicht optimal, um die Hände in Herzform festzuhalten
Pascal und Romain hatten schon mit dem Gratin Dauphinois begonnen (die ganze Woche hatten sie uns verarscht, es gäbe Delphin) und ich konnte endlich meine geräucherten Kleider aus dem Plastiksack holen und waschen.
Mehr Fotos aus der Eisenzeit und aus Vejle findet ihr im Menü unter Fotos.
Jetzt muss ich noch einige Sachen für die PH zu Hause erledigen, die Vorlesungen fassen sich nicht von selbst zusammen 😝
Bis nächste Woche, eure Fabienne
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