Es sei bereits exzentrisch, festzustellen, dass Exzentriker durchaus zentriert seien.
(Im Sinne von: nur nicht um das Zentrum der spiessbürgerlichen Götzen wie Fernsehen, neuestes Mobiltelefon, Mode, - allgemein Geltungsdrang, Macht und Geld, herum sondern um durch bewußte wenngleich vielleicht etwas ungewöhnliche und meinetwegen auch gewöhnungsbedürftige Reflektion ins Zentrum Gesetztes kreisend.)
Dagegen halte ich: in einer Umgebung in der die Norm geisteskrank ist, ist es eine angenehme Auszeichnung, als abnorm anerkannt zu gelten.
Insofern sehe ich auch zentrisches und stimmiges Denken in Bahnen, die aber zwar abnorm aber wohldurchdacht sind (man denke hier auch insbesondere an religiöses Denken) sicher als das richtige Denken und das stupide Nachäffen von gesellschaflichen Normen wie Fußballbegeisterung von der Couch aus, Politisieren am Stammtisch Voyeurismus im Internet oder Nachbarn denunzieren, wie es in Österreich Volkssport Nr. eins ist, als krank.
Vor 20 Jahren war jemand, der eine Schlange oder andere legale Exoten als Haustiere hielt, ein Exzentriker, heute ist er als normal.(Ratte detto, nur eher auf 40 Jahre Horizont verglichen. Hamster detto, nur auf 70 Jahre.)
Aber er hat damals wie heute einen Aspekt im Blick: die Haustiere, die nicht jeder hat. Das ist durchaus stimmig und zentriert. Was Ausschlag gibt, ob er damit Exzentriker ist oder nicht ist nur die Norm, die aber rein gar nichts über krank oder gesund, gut oder schlecht, nützlich oder schädlich, etc. aussagt.
Im kaiserlichen Wien war unter Männern gehobener Kreise der Besuch von Prostituierten die Norm.
Jemand der es sich leisten hätte können, aber keine Prostituierten besuchte, war insofern in der Tat bereits ein Exzentriker - der mußte wohl schwul sein.
Soweit ich das beurteilen kann, ist das unter Geschäftsführern heute immer noch so: es gibt nichts, was dem kranken Ego mehr Kick gibt, als auf Firmenkosten ins Puff zu gehen und das Geilste überhaupt ist: die Buchhalter kriegen's mit dürfen aber nichts sagen.
Ist die Norm aber eben krank und morbid, wie heute, kann niemand gesund sein, der nicht Exzentriker wäre.
Das heisst nicht, dass jeder Exzentriker automatisch gesund ist.
Aber es heisst, dass keiner, der nicht Exzentriker wäre, gesund im Kopf sein kann.
Exzentrizität ist keine hinreichende aber eine notwendige Bedingung für Normalität geworden, so krank und verrottet, ja im eigentlich Sinn des Wortes: so tot, ist die Gesellschaft heute.
Exzentriker leben - nicht alle, aber die meisten. Normkonforme Menschen hingegen vegetieren nur.
Und wenn der Normmensch schlicht zu blöd ist, um einen geraden deutschen Satz zu schreiben, so werde ich mich auch dieser Norm nicht beugen und den ganzen Tag telenovelas schauen, statt zu denken, zu schreiben und zu lesen.
Himmelschreiend ist die Volksverdummung, aber skandalös ist, dass diese allen Verschwörungstheorien zum Trotz eben nicht darin Ihren letzten Grund hat, dass Rockefeller das in seinem Plan der Welteroberung so will, sondern darin, dass das Volk von sich aus verblödet und den Schund, den Rockefeller und Konsorten Medienmogule produzieren lassen mit Wonne auch noch freiwillig ansehen!
Beweis: Sonst hätte die EU das schon längst verpflichtend eingeführt, wie jeden anderen Dreck, den die Lobbies begehren, wie Quecksilbervergiftung der Bevölkerung,Verbannung der Religionsfreiheit aus dem öffentlichen Leben, legales Mineralöl in der Nahrung durch Dispersion und so weiter.