Es gibt ja diese Phase bei Kindern, da besteht Welt und Wortschatz zu 90% aus Fäkalien.
Ein Beispiel:
„Lili*! Draußen ist alles weiß. Voller Vogelscheiße“, freut sich meine Tochter. „Lilo*, das ist Schnee. Und wenn er gelb ist, ist alles voll Pipi“, antwortet ihre Schwester lachend. „Iiih, gelber Schnee, iiih Vogelkacka. Später fahren wir Schlitten und essen gelben Schnee.“
Ein Machtwort muss her. „Mädels, es ist 6 Uhr morgens. Ruhe jetzt und hier isst niemand gelben Schnee. Ich kann’s nicht mehr hören. Kein Pipi und Kacka mehr“, sage ich und drehe mich zwischen die Kissen. Links von mir kichert eine bebende Decke, rechts von mir der schlafende Vater.
„Mama?“
„Mh.“
„Spielst du mit uns Ich sehe was, was du nicht siehst?“
„Mh.“
Lilo* schaut sich im Zimmer um, ich stemme mich gegen meine Augenlider. „Ich sehe was, was du nicht siehst und das ist...braun.“
Ein prustendes Deckenknäul mit vier Armen und Beinen stürzt über die Bettkante.
„Ich hab nicht Kacka gesagt!“