In liebevollen Händen und auf Jobsuche
Samstag und Sonntag, 28. und 29. Juni 2014
Die Nacht war viel zu kurz… als die letzten Partypeople am Morgen gegangen ist, bin ich zurück ins kuschelige Bett gekrochen… ich liebe es! Gegen frühen nachmittag sind wir aufgestanden und haben die Wohnung geputzt, dazu gab es Croissants. Danach habe ich mich aufs Sofa gelegt und nach Jobs gestöbert. Bei Facebook hat eine Frau einen Farmjob in der Nähe von Darwin gepostet, der wäre perfekt… morgen ruf ich die Farmer mal an. Aber das wäre schon mega Glück… alleine neun Leute haben die Anzeige kommentiert, darunter auch viele Jungs (die ich an deren Stelle bevorzugen würde).
Im Internet schaut es ziemlich schlecht aus, kann echt froh sein, wenn ich irgendwas finde. Und in Innisfail ist leider gerade keine Bananen-Saison… somit fällt das auch weg. Abends haben wir Süßkartoffelbrei, geröstetes Fladenbrot und einen leckeren Salat gemacht, danach haben wir Slumdog Millionär angeschaut. Puh, heftiger Film… super gut, aber auch echt hart… die Szene mit den Augen! Und überhaupt, INDIEN! Um Gottes Willen… bin so froh, dass ich nur nach Goa gehe (alle, die in Indien waren, sagen, Goa ist gar nicht richtig Indien). Also, normalerweise würde mich das stören, aber in diesem Fall bin ich sogar richtig froh darüber… diese Kultur ist einfach ultra krass.
Der Tag ist wie im Flug vergangen, und auch der heutige Sonntag rennt… trotz Nixtun, oder gerade deshalb? Francois hat sich am Vormittag Wohnungen angeschaut, ich habe geduscht, ein bißchen aufgeräumt und weiter nach Jobs geschaut. Es gibt einen in einer neu eröffneten Ben & Jerrys Eisdiele! Das wäre natürlich ein Traumjob. Nur nützt mir der leider nichts fürs 2nd Year Visa… außerdem ein Hostess-Job für eine Karaoke-Bar, auf den ich mich ebenfalls bewerben könnte. Aber mein primäres Ziel ist jetzt echt Farmwork… hoffentlich finde ich was! Als Francois zurückgekommen ist, hat er mir Organic Coconut Müsli und Medikamente mitgebracht… wie lieb ist das denn!!!
Bin leider ziemlich krank, habe einen ekelhaften Husten, die Nase läuft und der Hals tut immer noch weh. So ärgerlich! Und schlapp bin ich auch. Danach hat er Rigatoni mit Carbonara-Sauce gekocht, ultra lecker! Ach ja, und ein Ü-Ei habe ich bekommen! Ich will hier nicht mehr weg... das ist nach der kurzen Zeit schon wie ein Heim für mich. Und es tut so gut, jemand dermaßen liebevolles um mich zu haben!!! Genieße es so sehr und bin mega dankbar! Heute abend gehen wir noch mit ein paar seiner Freunde, die auch auf der Party waren, essen. Schönes Leben...