Thjaaaa, Wo soll ich anfangen? Also nachdem wir unseren Van endlich aus der Werkstatt abgeholt haben, wollten wir nur noch so schnell wie möglich weg von dem schlechten Wetter. Also sind wir direkt am nächsten morgen losgefahren. Alles war vorbereitet, wir haben uns ein WWOOFing Host organisiert (für alle denen das nichts sagt, (=WillingWorkersOnOrganicFarms) man hilft also auf einer bio Farm mit, und dafür bekommt man die Unterkunft und Verpflegung gestellt, grundsätzlich sind 4-6 stunden täglicher Arbeit dafür vorgesehen. ), ich habe mir den Weg rausgesucht und unser Van kam frisch aus der Werkstatt. Im nachhinein zwar immer noch ziemlich blauäugig in einem 19 Jahre alten, noch völlig fremden Van (zum Van in einem anderen posting noch mehr) in einem fremden Land (mit Linksverkehr) eine 670km lange fahrt an einem Tag zu machen, aber wir haben es ja geschafft. Naja bis auf Freds Navigations Künste (ich habe noch nie ein so orientierungslosen und navigationsunfähigen Menschen gesehen) und darauf, dass wir uns, weil wir uns mehr aufs reden als aufs gehen konzentriert haben, in Melbourne noch mal verlaufen haben und deswegen 2 stunden später kamen hat alles super geklappt. Und da waren wir nun auf einer kleinen 1 Personen Farm mitten im nichts zwischen Cobargo und Wandella in New South Wales. Und was soll ich sagen, es war eine durch und durch positive Erfahrung. Nicht nur das Christa (unsere Gastgeberin) eine unglaublich nette und coole Powerfrau ist, auch die Gemeinschaft um Cobargo war unglaublich nett und hat uns echt mit sehr offenen Armen empfangen. Und naja irgendwie waren es alles Hippies (auf eine gute Art) (mir gefällt das Hippie sein ja). Selten habe ich so viele interessante und nettes Menschen auf einmal kennen gelernt (ausser vielleicht unsere Rockharz Truppe). Wir kamen ("leider") direkt zur Vorbereitungsphase zu den 'Cobargo Field days' (praktisch eine messe zum Thema Bio Farmleben und Handarbeit) wo wir die ersten Tage ziemlich mit eingespannt waren. Das hiess für uns bon morgens bis abends auf den Festival Gelände mal hier mal dort mal überall mit anfassen, war aber auch nett, und vor allem haben wir so direkt kontakt zur Dorfgemeinschaft gewonnen. Als die Field Days dan, auch mal vorüber waren (noch viel mehr super nette Hippies kennengelernt), ging dann der ganz normale alltags Wahnsinn los. Die Hunde, sieben an der Zahl, von klein bis groß, von flauschig bis glatt, haben sich langsam an uns gewöhnt, und ich ihre Namen gelernt (Billy, Bandy und Cat (die drei Celpies(australische Hütehunde), Tyke (der faule alte Sack (irgendwie wie Lucky)), Gisel (die Verrückte), Emmy (die Unerzogene) und Bro (der Ängstliche)) Naja Christa hat selber gesagt sie hat lieber Hunde als Kinder, die machen weniger ärger und kosten weniger (jedoch hinterlassen Hunde etwas mehr Haare). Naja und dann waren da noch die Kühe, die Schafe, die Hühner, die Enten, die Gänse, die Kamele und die Ziegen die täglich gefüttert werden wollen. Aber alle zusammen waren sie doch eine grosse flauschige Familie, die und sehr schnell akzeptiert hat. Mal haben wir hier etwas Stroh umgelagert, mal dort einen Zaun gebaut und dort mal ein paar Bäume gefällt, Arbeit gab es reichlich, aber an Motivation hat es mir nicht gefehlt (Fred hin und wieder jedoch schon). Ich hab mich jedoch sehr schnell zuhause gefühlt, und Christa hat uns viel interessante Sachen gelehrt, von australischer Kultur (sie sind schon etwas komisch die Ozies) bis hin zu Zäune Bau, und sie hat uns mehr gegeben als die hätte müssen. So hat sie uns mal einen Tag frei gegeben und ist mit uns nach Bermagui gefahren, Wo sie uns ihre Lieblings Fish & Chips ausgegeben hat und uns danach noch zu gezeugt wie wir Wale erkennen. (angeblich sollen wir auch viele gesehen haben, ich glaube ich brauche mal ne neue Brille) Und vor allem könnten wir ohne ihr nicht schon im Van leben. Sie hat uns mit Rat und Tat unterstützt, wir durften ihre Werkzeuge benutzen, ausserdem hat sie uns einiges geschenkt (von Kühlboxen über Stühle bis hin zu einer super Matratze)! Also noch einmal vielen Dank Christa. Wie es der Zufall so will hat sie sogar Verwandtschaft in Bramstedt. Klein ist die Welt. Also was ist nach den vier Wochen WWOOFing bei Christa geblieben? Vor allem gute Erinnerungen, den Wunsch selber Kamele als Haustiere zu halten ( sorry Mama) (Man kann so unglaublich gut mit Kamelen kuscheln!), und Hundehaare die so schnell nicht wieder die Klamotten verlassen. Das soll es für den Anfang auch gewesen sein, kurze Zusammenfassung der letzten vier Wochen. Die nächsten Tage wird es weiterhin solche Rückblicke geben, wenn ich mal wieder die Zeit und Lust zum schreiben finde. So nun wirds aber nun auch wirklich Schlafenszeit, es ist svhon halb zwölf und Fred schläft auch schon seit einer halben Stunde. Damit nun gute Nacht, Ich genieße nun die Tolle Soundkulisse des Federal Highways nordöstlich von Canberra See you