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Aljoscha seeing an angel (✿ ♡‿♡)
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i will always choose you
Tatort Münster
Auf keinen Fall verpassen.
11.07.2021 20.15 Uhr DAS ERSTE - Spieglein, Spieglein
11.07.2021 21.45 Uhr DAS ERSTE - Lakritz
Zwei der absolut besten Tatort Münster Folgen an einem Abend. Wahnsinn. Ich habe Schwierigkeiten mich zu entscheiden, welche Folge besser ist. Muss man sich entscheiden? Eigentlich nicht. Beide Folgen genießen. Das reicht.
Vienna, Austria 05.10.2020
“a moment in vienna” / Vienna / Austria / ©julialametta
Wenn das goldgelbe Laub von den Bäumen gefallen ist und nur noch schwarze knorrige Äste zurücklässt und wenn selbst die Sonne an immer mehr Tagen nicht mehr genug Kraft hat, um sich durch die graue Wolkendecke zu kämpfen, dann sehne ich mich am meisten nach comfort reads, die mir dabei helfen dem kargen Wetter den Rücken zu kehren und mich stattdessen mit Kuscheldeckencape, schummriger Kerzenbeleuchtung und handwarmen Teetassen in literarischen Weiten zu verlieren. Am besten ergänzen bei mir Fantasy und Middle Grade Romane diese Stimmung und diese Kombination findet sich auch ziemlich oft in Kinderbuchklassikern wieder. Manche von ihnen las ich schon als Kind mit Vorliebe, in andere habe ich mich erst später verguckt.
Was mir bei der Zusammenstellung dieser Liste schmerzlichst auffiel, ist die fehlende Diversität. Alle Autor*innen sind weiß, nur zwei sind Frauen und nur eine davon kommt nicht aus den USA oder Großbritannien. Das sagt natürlich viel über den in westlichen Ländern herrschenden Kanon aus, vor dem auch die Klassiker der Kinderliteratur und ich selbst nicht verschont geblieben sind. Da es sich bei diesem Post aber um meine persönlichen Favoriten handelt, ist das momentan noch die Lage. Ich hoffe, ich kann ihn eines baldigen Tages mit einer vielseitigeren Liste ergänzen.
1 | Peter Pan Den fliegenden Jungen aus Neverland lernte ich zuerst durch diverse Filmadaptionen kennen, allen voran der Disney Zeichentrickfilm aus den Fünfzigern. Erst 2013, also in meinen Zwanzigern, las ich den Originaltext von J.M. Barrie und war positiv überrascht von dem quirligen Ideenreichtum und der Liebe zum Detail. Das Mädchen Wendy und ihre jüngeren Brüder werden eines nachts von Peter Pan besucht und ins fantastische Neverland eingeladen, wo Kinder niemals erwachsen werden. Sie müssen sich außerdem Peters Erzfeind Captain Hook und dessen Piratenbande stellen. Nebem dem quirligen Abenteuerspaß, lässt sich auch literaturwissenschaftlich viel aus dem Roman herausholen, vor allem mit Hinblick auf die klassischen Genderrollen. Peter will schließlich nicht erwachsen werden und sucht in all den jungen Damen, die ihm hoffnungslos verfallen sind, stets nur eine Mutterfigur.
2 | Howl’s Moving Castle Auch HMC begegnete mir zuerst als Film aus dem Anime-Studio Ghibli und zwar als ich schon ein Teenager war. Ich war sehr angetan von den magischen Geschöpfen wie Calcifer dem Feuerdämon, dem exzentrischen Howl und seinem Schloss der unendlichen Möglichkeiten. Das Mädchen Sophie wird von einer Hexe verflucht und muss fortan in einem stark gealterten Körper leben. Auf der Suche nach einem Gegenmittel trifft sie auf das wandelnde Schloss des Zauberers Howl, der es angeblich auf die Herzen junger Mädchen abgesehen hat. Ähnlich wie Peter Pan ist Diana Wynne Jones’ Roman kreativ, witzig (Howl ist sooo eingebildet!) und kunterbunt. Am Ende wird es sogar richtig verzwickt.
3 | Roald Dahl Bei Roald Dahl fällt es mir schwer, nur eins seiner Kinderbücher zu nennen, denn sie sind alle so quirlig, herzlich und voll von charmanten Wortspielen. Da wäre die Geschichte von dem Waisenkind Sophie, die nachts von einem Riesen entführt wird (The BFG) oder der verarmte Charlie, der in einer Schokoladentafel ein goldenes Ticket findet und die weltberühmte Süßigkeitenfabrik von Willy Wonka besuchen darf (Charlie & the Chocolate Factory). Besonders im Gedächtnis ist mir aber seit meiner Kindheit Mathilda geblieben. Obwohl Mathilda überdurchschnittlich intelligent und sensibel ist, halten ihre Eltern sie für eine Last. Als sie eines Tages von ihrer Schuldirektorin provoziert wird, regen sich plötzlich magische Kräfte in ihr. Als ich das Buch in meinen Zwanzigern erneut las, war ich überrascht davon, wie aktuell viele der angesprochenen Themen noch sind, sei es die Unterforderung hochtalentierter Kinder oder die Unterdrückung der Schwächeren. Allerdings will ich hier ebenfalls anmerken, dass Dahl oft unsensibel mit Körpertypen umgeht, die meisten seiner Bösewichte sind dick.
4 | Die Mumins Bei den Mumins handelt es sich um eine Familie nilpferdartiger Trollwesen aus Finnland (schaut hier). Von dieser Favoritenliste sind sie mir vermutlich die liebsten, einerseits weil sie so unfassbar niedlich sind, andererseits weil ihre Lebensphilosophien auch für ältere Leser:innen eine unglaubliche Tiefe bereithalten. Die Mumins leben im Mumintal, wo sie erst nach einer langen Flucht angekommen sind (Parallelen zum zweiten Weltkrieg, den die Autorin Tove Jansson miterlebte). Dort bestreiten sie verschiedene Abenteuer mit verzauberten Hüten oder bekommen Besuch von allerlei anderen Kreaturen. Es gibt z. B. die Morra, ein schauriges, kaltes Wesen, das an Melancholie und Depressionen erinnert oder Mumins besten Freund Snufkin, den das Fernweh immer wieder in die Welt hinauszieht.
5 | The Wizard of Oz bzw. Der Zauberer der Smaragdenstadt Der Zauberer von Oz ist inzwischen auch in Deutschland ein bekannter Bestandteil der Popkultur, ich persönlich bin aber mit dem russischen Pendant Der Zauberer der Smaragdenstadt aufgewachsen. Dabei handelt es sich um eine “Nachdichtung” von Alexander Wolkow, in der Namen verändert und ganze Kapitel dazu erfunden wurden. In beiden Versionen wird ein junges Mädchen (Dorothy/Ellie) samt ihres Hundes und Hauses von einem Sturm erfasst und ins zauberhafte Land Oz getragen. Um wieder zurück nach Hause zu gelangen, muss sie den Zauberer Oz aufsuchen und trifft auf ihrem Weg allerhand Gestalten, die ebenfalls einen Herzenswunsch hegen. Das Original habe ich erst deutlich später gelesen und dabei ganz entzückt festgestellt, dass es noch 13 weitere Bände gibt, die in Oz spielen. Seit nun mehr zwei Jahren arbeite ich in gemütlichem Tempo daran, jeden Winkel des magischen Landes kennen zu lernen. Manche Abenteuer gefallen mir dabei deutlich besser als andere, z. B. solche in denen die neun kleinen Schweinchen oder Orte wie Bunbury vorkommen, in denen alles aus Brot und Kuchen besteht (inklusive der Bewohner:innen). Diese kunterbunten, bis ins Absurde gesteigerten Möglichkeiten sind es, die ich so an Oz liebe.
6 | Winnie the Pooh & Paddington Bear Dieser Platz ist ein wenig geschummelt bzw. teilen ihn sich zwei Bären. Sowohl Winnie the Pooh als auch Paddington Bear sind in den letzten Jahren wieder vermehrt über die Leinwand geflimmert, ihren Ursprung haben sie aber in der Literatur. Beide Bären legen einen ganz ähnlichen Charakter an den Tag: gemütlich, ein bisschen dusselig und dabei unheimlich liebenswert und manchmal voller überraschender Weisheiten. Während Winnie seine Abenteuer mit seinen tierischen Freunden im Hundred Acre Wood erlebt, bringt Paddington das Menschenleben der Familie Brown in London mit seinem Auftauchen durcheinander. Ich liebe an ihren Geschichten vor allem den Humor, der meistens ganz ungewollt von den Bären erzeugt wird, während sie einfach nur ihrem bärigen Charakter nach handeln.
Welche Kinderbücher lest ihr bis heute mit Nostalgie und Vorliebe? Und welche habt ihr erst später entdeckt? Sind eure Kindheitslieblinge genauso arm an Diversität wie meine? Erzählt es mir gern in den Kommentaren.