Kapitel 1
Das erste Kapitel widme ich dir.
Mit 4 Jahren, kam ich im Kindergarten in deine Gruppe. Es war schicksal, ob du es glaubst oder nicht. Wir wurden die besten Freunde, du wohntes quasi neben an. Wir haben uns jeden Tag gesehen und das nicht nur im Kindergarten, nein, wir haben uns auch so getroffen. Warum ich dir die erste Geschichte widme? Weil ich denke, dass du zum Teil schuld daran bist, was mit mir passiert ist! Ja, du liest richtig. Weißt du warum ich das denke? Verdammt, weil du mich im stich gelassen hast! Wir sind vom Kindergarten aus, zusammen in die Grundschule. Erinnerst du dich? Hand in Hand standen wir da, wir wussten nicht genau wohin und wir hatten Angst! Doch wir waren stark, denn wir waren zu zweit! Wir haben in der Grundschule viel durch gemacht. Nach zwei Jahren Grundschulzeit, da hatten wir des Öfteren Stress. Ja und weißt du noch warum? Genau! Wegen ihr, wegen einem Mädchen für das es sich nicht hat gelohnt zu streiten! Wir haben viel durchgemacht, doch wir sind stark geblieben? Oder sehe ich das jetzt falsch? Ehrlich gesagt nicht, denn jedes Mal haben wir uns aufgerafft und jedes Mal, da war uns klar, sie kann nicht zwischen uns stehen. Wir waren die besten Freunde! Und dann, dann kam der Wechsel. Es war klar das wir nicht auf die selbe Schule gehen würden, du warst ja auch schlauer als ich. Da trennten sich die Wege schon etwas. Doch was uns zusammen hielt, war das wir so nah bei einander wohnten. Jeden Abend ging ich dennoch mit Dir mit deinem Hund und jedes Mal hätten wir uns Stunden unterhalten können. Natürlich war ich noch zwischen durch bei dir, aber sind wir ehrlich, wir haben beide gemerkt, wie viel weniger es geworden ist, bis es sich nur noch auf das spazieren mit dem Hund reduzierte. Doch eins vergesse ich nie. Ich habe viel für dich getan. Doch es kam nie was zurück. Ständig wolltest du Mutter, Vater, Kind spielen, doch wir waren nur zu zweit.. wir spielten Mutter und Vater, ich würde nicht sagen, dass es ein Trauma ist, aber ich habe nie mit jemandem darüber geredet, wir waren noch Kinder! Ich wollte es nicht spielen und jedes Mal sagtest du „noch ein letztes Mal, bitte“ und jedes Mal habe ich mich geschlagen gegeben. Und dann wurden wir älter. Wir sahen uns noch ab und zu. Doch dann.. dann ist deine Oma verstorben.. es war schlimm.. ich war für dich da, auf ihrer Beerdigung! Es tat so weh, dich so traurig & leidend zu sehen. Und dann seid ihr umgezogen.. sehr weit weg von mir. Natürlich nicht unerreichbar, aber der Wille hat auf einer Seite gefehlt! Auf deiner! Du konntest es nicht mehr! Unsere Freundschaft war für dich doch schon abgeschrieben! Und dann, dann zogt ihr noch einmal um. Seit 3 oder 4 Jahren wohnt ihr bestimmt schon dort. Und es ist immer noch nicht unerreichbar. Doch du meldest dich nicht. Ich habe es oft getan. Seit 2016 habe ich jedes Jahr Versucht dich einmal zu sehen. Und es hat genau 2 mal geklappt. Du hast dich von mir abgewendet. Das musste ich akzeptieren. Aber nun gut, deine Entscheidung. Du bist der Anfang, du bist der Anfang meiner Geschichte. Dennoch danke, danke dafür das du meine Kindergarten- & Grundschul beste Freundin warst. Du hast immer ein Platz in meinem Herzen. Denn das hier, Annalena, ist dein Kapitel, aber meine Geschichte.










