# Day 37 - Doubtful Sound und Scenic Route nach Milford Sound
An diesem Tag erwartete uns eine aufregende Tour zum Doubtful Sound in der Region Fjordlands. Die Anreise war gar nicht so leicht, denn es gibt in dieser Region keine einzige öffentlich zugängliche Straße. Daher ging es zuerst einmal eine gute Stunde lang über den Lake Manapouri mit einem Katamaran. Pünktlich zur Abfahrt setzte der Regen ein - was uns jedoch nicht davon abhielt, uns ein Plätzchen an Deck zu sichern, um die jetzt schon beeindruckende und mystisch erscheinenden Fjorde zu bewundern. Eher im Gegenteil, der Regen und die Wolken, die sich sanft über die Berge an beiden Seiten des Sees legten, verliehen der Szenerie eine ganz besondere Stimmung. Nach der Überfahrt ging es dann mit dem Bus weiter über den Wilmot Pass - mit $80 pro Quadratmeter jedenfalls Neuseelands teuerste Straße und die einzige Straße in diesem Land, die nicht mit dem öffentlichen Straßennetz verbunden ist. Diese Straße führte mitten durch den Regenwald und vorbei an zahlreichen permanenten und temporären Wasserfällen. Und dann begann endlich die dreistündige Fahrt auf dem noch größeren Katamaran am eigentlichen Highlight, dem Doubtful Sound. Hier waren die Fjorde noch höher und beeindruckender und die vielen Abzweigungen gaben nur einen kleinen Ausschnitt davon, wie riesig und naturbelassen dieses Fjordland in Wirklichkeit ist. Nicht umsonst nennen die Maori diesen Ort Patea, was übersetzt soviel heißt wie der Ort der Stille. Unser Kapitän stellte daher den Schiffsmotor für fünf Minuten aus und verbot uns in dieser Zeit Fotos zu machen bzw. uns an Deck zu bewegen. Was wir dann hörten, war wirklich magisch - der Klang des Regenwaldes mit zahlreichen Vogelstimmen. Auch wenn sich das Wildlife an diesem Tag eher versteckt hielt, sahen wir dennoch einige Robben und Robbenbabies einer Robbenkolonie auf Shelter Island. Die Wasserfälle an diesem Tag waren dafür umso zahlreicher. Und dann ging es den ganzen Weg wieder zurück.
Als wir nach einigen Stunden wieder festen Boden unter den Füßen hatten, machten wir uns auf den Weg zum nächsten Fjord, genauer gesagt zum Milford Sound, für den wir am nächsten Tag eine Kajaktour gebucht hatten. Glücklicherweise kam uns die Strecke überhaupt nicht weit vor, da entlang dieser Scenic Route zig schöne Stopps lagen. So sahen wir zum Beispiel die Mirror Lakes, die das Bergpanorama im Wasser widerspiegelten, verschiedenste Lookouts und The Chasm, einen gewaltigen Wasserfall inmitten des Regenwaldes. Zu guter Letzt mussten wir noch durch den Homer Tunnel fahren, der 19 Jahre lang von Hand in den Berg gesprengt wurde, um zu unserer Unterkunft der Milford Sound Lodge zu gelangen.















