April 2017
Aufwühlende Anzeigetafelentwicklungen am Zürcher Hauptbahnhof
Im Vergleich zu uns Bahnhofsanzeigetafelspottern führen Trainspotter vermutlich ein ereignisreiches Leben, aber es hilft ja nichts: Wenn man erst mal anfängt, darauf zu achten, sieht man überall die interessantesten Anzeigetafeltechniken. Der Zürcher Hauptbahnhof beherbergt diverse Generationen von ihnen. Werbeplakate aus Papier oder vielleicht auch von hinten beleuchteter Folie:
Grob gepixelter Zugzielanzeiger aus zwölf kleinen LCD-Panels, vermutlich etwa fünfzehn Jahre alt:
Die Pixel sind auf meinem Foto nicht so gut zu sehen, aber die Tafel hängt halt an der Decke, ich kann nicht näher herangehen.
Die Tafel im Vordergrund besteht aus riesigen LED-Displays, drei für die Abfahrtszeiten und ein viertes für Werbung. Die Auflösung ist so gut, dass ich sie zuerst für reguläre hochaufgelöste Displays halte, aber aus der Nähe sieht man dann doch die einzelnen LEDs.
(Selbes Problem wie oben, die Auflösung meiner Handykamera ist nicht gut genug für die Entfernung. Aber man kann das Vorhandensein von LEDs erahnen.)
Im Vordergrund rechts ist ein hochaufgelöstes Display der Qualität und Größe, die wohlhabende Leute derzeit als Fernseher verwenden. Über dem Ausgang im Hintergrund hängt Werbung ohne sichtbare Pixel. Ich stehe lange davor und warte ab, ob sich das Bild vielleicht ändert. Es ändert sich nicht. Ich glaube, es handelt sich um bedruckte und von hinten beleuchtete Folie. Ein Unterschied in der Bildqualität zum Display rechts ist nicht zu erkennen, aber wahrscheinlich gibt es so große Displays in dieser Auflösung wirklich noch nicht.
(Kathrin Passig)







