Wir schreiben das Jahr 4073. die wissenschaftliche Konferenz zur endgültigen Klärung der religiösen Gepflogenheiten des sogenannten “Homo stulpus ferox”, der einst die Erde bevölkerte, kommt zu einem befriedigendem Ende. Die zu tausenden, überall gefundenen, aus einem simplen Polyethylen gefertigten Opfergefäße gaben bis hierhin ein Rätsel auf. “Klar ist, dass sich ‘Homo stulpus ferox’ in kleinen bis mittleren Gruppen auf sogenannten ‘Parties’ zusammenfand, um die Waren für ihren einen Gott, den großen Tupper - Geber und Nehmer des Lebens, auszutauschen”, so beginnt Dr. phil. E. Hahre, ein von einer künstlichen Intelligenz gesteuerter Flachlandgorilla, seine Abschlussrede. “Bis heute war jedoch nicht geklärt,” so brüllt er weiter, “was genau in diesen, extra als Tupperware gekennzeichneten, Gefäßen gewesen sein soll.” Stolz schwebt er an seinem Cyberpult und seine Assistenten trommeln ihm kurz auf die Brust. “Nun ist es endlich einer Gruppe Wissenschaftler gelungen, den letzten Puzzlestein aufzudecken, und zwar im sogenannten ‘Internet’, dem primitiven Hauptkommunikationsmittel der verschollenen Art.” Tosender Applaus, selbst die Delegation der Bakterien nickt anerkennend, wenn man ganz genau hinsieht. Der einzig verbliebene Overheadprojektor, eine Leihgabe der Boris-Becker-Gesamtschule Dessau, wird hereinteleportiert, und mit ihm eine bedruckte Folie. Ein Raunen geht durch den Saal. “Flaschenfleisch”, murmelt es allenthalben, vereinzeltes Gekicher, später schallendes Gelächter. “Wie sie sehen,” Dr. phil. E. Hahre wischt sich eine Lachträne aus dem Gesicht, “kommt das ‘stulpus’ nicht von ungefähr.” Guten Hunger (Küsse an alle Einsender)!









