"No Games No Fun" (feat. J. Mascis & C.H.I.F.F.R.E.) from the album No Games No Fun ( http://amzn.to/VVKB4U ) Directed by PVirus of Virus Films Hopefully PVirus will post an HD version before long.

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"No Games No Fun" (feat. J. Mascis & C.H.I.F.F.R.E.) from the album No Games No Fun ( http://amzn.to/VVKB4U ) Directed by PVirus of Virus Films Hopefully PVirus will post an HD version before long.
Hast du dieses Interview von FM4 zum CSD schon gelesen. Ich finde es einfach mal wieder großartig. Es gibt davon glaube ich sagar drei Teile.
https://fm4.orf.at/stories/3033326/
Ja omg, das Interview ist so toll! Ich liebe vor allem diese Janolli-Anspielungen:
Liebe das so sehr ❤️🏳️🌈 (und ich brauche jetzt unbedingt eine Storytime zu dem Kuss)
INT: I know from my daughter that there are younger girls who really like your music. And I saw a conversation on Twitter. There was this old interview, which was in your typical ironic mood, almost hypersexist. You were talking about tits and all that. When we thought, being young, that the irony was obvious...
DAMON: Yes, of course. But there comes a point where you can’t behave like that anymore. And so the young start censoring us because they’re concerned that it’s...
INT: They say "I never knew he said stuff like that." I look at it from a nowadays perspective, and I can totally understand it, that would seem totally outrageous now.
DAMON: What she has to understand is that... how do I put this... back in the nineties, you know, I was a pretty young boy, and life had a different energy to it, as anyone who’s young and in that position knows. And if you’re going to make a judgement about the past, then you have to know history, you have to do your research. If you saw how I behaved within the spectrum, you’ll see that the things I was doing... if you followed my work, you’d see that it all contradicts. And there’d never be some consistent kind of validation of anything. You could say that I was commenting on sexism and nationalism. All I can say is that, you know, I was just... I was young.
FM4 RADIO interview, nov 2021
Austrian radio station FM4 talks about the new Manics album + a short interview with James
März 2020
Plötzlich ist alles so interessant
Ich habe seit dreißig Jahren keine Zeitung mehr abonniert oder regelmäßig gelesen, höre nie Radio und verlasse normalerweise den Raum, wenn meine Mutter die Tagesschau sieht, weil ich mich nicht für Männer vor Aktenregalen interessiere. Über das Coronavirus fühle ich mich durch Twitter und den Drosten-Podcast gut informiert, und anders als Aleks Scholz nehme ich das Handy gern mit ins Bett, um nachts mehrmals nach dem Weltgeschehen zu sehen.
Aber im Haushalt der Mutter, wo ich mich derzeit aufhalte, läuft meistens das Radio, morgens kommt eine regionale und eine überregionale Tageszeitung ins Haus und abends wird die Tagesschau geguckt. Das alles finde ich zu meiner Überraschung viel interessanter als früher. Ich glaube, es liegt daran, dass so viel passiert. Jeder Tag ist nachrichtentechnisch wie ein ganzer Monat, es werden nicht von früh bis spät irgendwelche Nicht-Nachrichten wiedergekäut, ständig gibt es etwas Neues zu sehen, zum Beispiel Ministerpräsidentinnen in zum Kleid passenden Mundschutz oder kontaktarme Interviewtechniken. In Interviews erfahre ich Details aus fremden Arbeitswelten, in denen von heute auf morgen alles umgekrempelt werden muss. An irgendwelchen Orten stattfindende Ereignisse, die bestenfalls für die Menschen an diesen Orten von Interesse sind, spielen keine Rolle mehr. Außerdem wird viel weniger abfällig über meinen Freund, das Internet, gesprochen, als das jemals in den letzten dreißig Jahren der Fall war.
Mehrmals muss ich eine Stunde mit dem Auto fahren, um meine Mutter (nicht coronabedingt) ins Krankenhaus und zurück zu bringen. Wenn ich öfter Gelegenheit hätte, alleine Auto zu fahren, hätte ich sicher irgendwas mit Podcasts vorbereitet, aber so gibt es eben nur das Autoradio. Leider werden dort nicht durchgehend die interessanten Corona-Nachrichten gesendet, sondern nur zur vollen und zur halben Stunde, dazwischen läuft schlimme Musik. Ich drücke alle Knöpfe des Autoradios, es ist überall dasselbe. Außer beim letzten Knopf, dort ist der österreichische Radiosender FM4 voreingestellt. FM4 sagt mir was, ich kenne Menschen, die dort arbeiten und besitze sogar eine FM4-Tasse. Nur gehört habe ich den Sender noch nie. Dabei wird dort, wie ich jetzt merke, sehr schöne Musik gespielt! Es läuft irgendwas namens “Social Disco Dancing”, eine Anspielung auf das derzeit überall geforderte und irreführend benannte “Social Distancing”.
Ich höre eigentlich gar keine Musik mehr (nicht nur zu Hause nicht und inzwischen nicht mal mehr montags), weil ich mich immer so über Spotify ärgere. Franziska Nyffenegger vergisst manchmal tagelang, dass es Musik gibt, ich habe es jetzt schon zum zweiten Mal mehrere Jahre lang vergessen. Diese mit FM4 verbrachte Stunde ist klar mein bestes Musikerlebnis seit langer Zeit. Die Nachrichten werden irgendwann wieder in ihren langweiligen Vor-Corona-Zustand zurückfallen. Aber mit FM4 könnte ich mich dauerhaft anfreunden – vorausgesetzt, ich vergesse diese Absicht nicht gleich wieder, wie es mir z.B. hiermit und damit passiert ist.
Update: Etwa zwei Tage nach dem Niederschreiben dieses Beitrags interessiere ich mich wieder nicht mehr für die Nachrichten und bleibe liegen, wenn meine Mutter zur Tagesschau geht.
(Kathrin Passig)
vienna.