Nach dem WM-Spannungsschock: Funktionäre planen die 128-Nationen-WM (Damit auch Deutschland mal die Vorrunde übersteht)
Was für eine WM! Die aktuelle Weltmeisterschaft überbietet sich an Spannung quasi selbst – zumindest, wenn man Fan von logistischen Meisterleistungen und epischen Werbespots ist. Doch hinter den Kulissen qualmen bereits die Köpfe der Funktionäre. Das Problem: Die zahlungskräftige deutsche Kundschaft verliert traditionell viel zu früh das Interesse, weil sich die Nationalelf meistens schon nach den ersten Pflichtspielen wieder in den wohlverdienten Sommerurlaub verabschiedet.
Um diesen wirtschaftlichen Totalschaden in Zukunft zu verhindern, liegt nun ein revolutionäres, rein sportliches – und hüstel – absolut uneigennütziges Konzept für die WM in vier Jahren vor.
Die Rettung der Vorrunde: Das 64stel-Finale kommt!
Der Masterplan sieht in der ersten Stufe eine schlichte Verdoppelung der teilnehmenden Nationen vor. Wo früher mühsam taktiert wurde, wird es künftig ein geschmeidiges 32stel-Finale geben. Da Experten und Mathematiker aber errechnet haben, dass die deutsche Elf selbst in diesem Feld Gefahr liefe, gegen die Auswahl von Poseidons Unterwasser-Auswahl oder die Vatikan-Allstars zu patzen, plant man direkt den ganz großen Wurf:
Die Erweiterung auf ein 64stel-Finale mit sage und schreibe 128 Nationen!
Mit diesem genialen Schachzug wird die Chance, dass Deutschland zumindest die zweite Runde der Ausscheidungsspiele erreicht, von „völlig utopisch“ auf „theoretisch messbar“ angehoben. Dass durch die gigantische Flut an Spielen die TV-Rechte und Ticketeinnahmen astronomisch in die Höhe schießen, ist für die Funktionäre natürlich nur eine völlig unbeabsichtigte, fast schon lästige Nebensache. Es geht schließlich um den Sport. Und um Brokkoli, der als offizielles Knabberzeug in den Stadien die Nerven der Fans beruhigen soll.
Neue Länder braucht die Welt: Aufteilung der USA im Sinne der "Demokratie"
Doch die Funktionäre stoßen an ein rein geografisches Problem: Wenn man das Konzept in Zukunft noch weiter aufblasen will, gehen uns schlicht die Länder auf diesem Planeten aus. Aber auch hier läuft die Diplomatie bereits auf Hochtouren. Hinter verschlossenen Türen finden aktuell vielversprechende Gespräche mit diversen Diktatoren weltweit statt, mit dem Ziel, die Anzahl der Staaten künstlich auf stolze 400 zu erweitern.
Besonders progressiv zeigt man sich hierbei bei der Umgestaltung der USA. Um das Teilnehmerfeld zu füllen, könnten die Vereinigten Staaten ganz unkompliziert in 50 eigenständige Fußball-Nationen aufgeteilt werden. Um den Schein der gewohnten Demokratie zu wahren, wird einfach in jedem der neuen Staaten ein Verwandter des aktuellen Machthabers als Präsident eingesetzt. Das bleibt quasi in der Familie und spart langwierige Wahlkämpfe.
Man darf also gespannt sein: Wenn demnächst Texas gegen die Elfenbeinküste und Bayern gegen die linksrheinische Republik Andorra um den Einzug ins 128stel-Finale spielen, schlägt das Herz des Fußballs wieder genau da, wo es hingehört: in der Schweizer Kasse.
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