Exotica. One of my FAV cars ever, made it’s way out in public. Mike Young (RIP) owned. Gary Howard (RIP) built. One of a Kind. GNRS 2023.

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Exotica. One of my FAV cars ever, made it’s way out in public. Mike Young (RIP) owned. Gary Howard (RIP) built. One of a Kind. GNRS 2023.
Nazar - Narkose Review
Da liegt es nun auf meinem Schreibtisch, das lange erwartete Narkose-Album von Nazar. Die Fakkeredition war leider ausverkaut, also muss ich mich mit der regulären Version begnügen und auf die vier Bonustracks verzichten. Album rein und narkotisieren lassen!
Was auf den Videoauskopplungen nicht sehr deutlich hervorging, sticht umso mehr heraus wenn man das Album in seiner Gesamtheit hört: der Sound geht stark in Richtung amerikanische 808-Beats. Schwer nachzuvollziehen ist die Aussage, dass der eine oder andere Track aus dem Album im Club laufen könnte, da viel mit dissonanten Melodien experimentiert wird, für die sich der durchschnittliche Dorfdisco-DJ nur bedingt begeistern wird.
Und hier sind wir auch schon beim grundsätzlichen Problem einer Bewertung des Albums: die Beats sind pure Geschmackssache. Jeder Track ist sehr professionell ausproduziert, der Sound ist rund und konsequent durchgezogen, aber zumindest bei mir möchten die Instrumentals nicht wirklich zünden. Etwa habe ich das "O.Z. Interlude" schon beim ersten hören skippen müssen, da mir nach der Hälfte des Tracks schlichtweg der Nerv gefehlt hat, an diese unhörbare Beatkonstruktion noch eine weitere Minute meines Lebens zu verschwenden. Wer mutige Produktionen auf Rap-Alben hören möchte, dem empfehle ich die Backpacker-Legenden El-P und Aesop Rock, doch hier geht die Rechnung nicht auf. Die Kombination aus zittrigen Snare-Rolls, chromatischen Tonleitern und bis zur Unkenntlichkeit verstümmelter Vocal-Fetzen ist für meinen Geschmack etwas zu viel, um das auf Albumlänge zu zelebrieren.
Umso mehr hervorzuheben ist natürlich die Tatsache, dass der Großteil von Nazars Rapkollegen mit derart verspulten Instrumentals heillos überfordert wäre, während der Wiener fast mühelos alle paar Takte neue Flows zum Besten gibt und dabei stets perfekt auf dem Beat bleibt. Dies zeigt sich auch an der knappen Featureliste: Ausnahmespitter Motrip und Rapveteran Sido sind die einzigen Rapper die sich auf der Standard-Edition die Ehre geben und das ist vermutlich auch gut so. Besonders das Duo Trip / Nazar bleibt eines der wenigen Highlights des Albums, hier zeigen beide, warum sie zu Deutschlands technischer Elite gezählt werden (Fun Facts: O.Z. benutzt hier scheinbar die selbe Soundlibrary wie Ahzumjot, siehe das Outro von Jack Shepard).
Weiterhin sind zwei Sänger gefeaturet, von denen ich Gary Howard als englischsprachigen Gast nicht unbedingt gebraucht hätte, da mir schon das Thomas Aizer-Feature auf dem XOXO-Album sauer aufgestoßen ist. Was bei Manuellsen hingegen immer wieder auffällt, ist die Tatsache, dass er zu gesanglichen Höchstformen aufläuft, sobald Nazar seine Goldkehle an die Leine nimmt und so mag auch "Tristesse" gefallen.
Insgesamt ist Narkose zwar kein schlechtes Album, das durchaus einige Lichtmomente hat, doch der Großteil der Tracks bleibt bei dem halbgaren Versuch, amerikanische 808-Bretter zu adaptieren, was lediglich auf dem Titeltrack gelungen ist, welcher ironischerweise nicht von O.Z. produziert wurde. Nazars raptechnische Hochleistungen können da leider auch nicht mehr viel rausreißen aber so kommen zumindest Fans von komplexen Flow- und Stimmvariationen à la Nicki Minaj voll auf ihre Kosten, sofern sie mit den Instrumentals etwas anfangen können. Ich hingegen bleibe lieber bei Amirap, wenn ich Amibeats hören will.
2.5 / 5
GARYYYYYYYYYYYYYY stop giving me plot-bunnies... the fucker.