Heute bist du dunkel, denn mein Licht ist schon lange aus. Also starre ich in die leere, in die dunkle Stille. Kein Geräusch umgibt mich. Nur mein Kopf ist der, der laut ist, denn er ist in Gedanken mal wieder bei dir. Wie kann er so viel an dich denken, obwohl du nicht an mich denkst? Weiß er nicht, dass er das nicht tun sollte? Wieso denkt er so viel, dass er gar nicht mehr weiß wohin mit den Gedanken? Er versucht sie zu sortieren. Öffnet Schubladen, schaut hinein, schließt sie wieder. Das andere mal öffnet er eine Tür, die falsche. Die Gedanken strömen wie ein Schwarm Fische in ihn hinein. Kaum aufzuhalten, so schnell sind sie. Sie sind überall, diese Gedanken. Wie kann ich sie nur fangen und woanders platzieren? Vielleicht hilft ein Netz voller anderer Gedanken. Es versucht die Fische zu fangen, jedoch hat das Netz ein Loch. Die Fische fliehen & verteilen sich wieder in dem großen Gedankenmeer. Ein Teil von mir will diese Gedanken nicht mehr haben, ein anderer Teil kann ohne diese Gedanken nicht mehr leben. Alles erinnert mich an dich, ich halte es kaum aus. Ich will dich, doch du willst mich nicht. Die Fische, sie schwimmen in alle Richtungen, sind verwirrt. Ein Fisch winkt alle zusammen, sie sind wieder in ihrem Schwarm, schwimmen in eine Richtung. Schwimmen immer weiter, wieder zurück in ihre Tür. Sie schließt sich, doch ein Fisch schafft es nicht. Dieser Fisch bleibt, in meinem Kopf, trottet alleine vor sich hin. Dieser Fisch bin ich, nicht gefangen in einem Netz, aber gefangen in meinem Kopf. In meinem Gedankenmeer, welches sich nur noch um dich dreht. Ich kann nicht fliehen, sitze fest. Hier werde ich nun bleiben, bis die anderen irgendwann merken, dass sie mich vergessen haben & vielleicht holen kommen.