Jungs in meinem Alter meckern oft über die traurigen Beiträge von Teenies in Facebook. Ist es gerechtfertigt? Ich glaube nicht. Als kleines Kind war mein größtes Problem wahrscheinlich das, dass ich nicht das bekommen habe, was ich wollte. Als 21 Jähriger nun eine Kleinigkeit, aber damals hat es mir wahrscheinlich das Herz gebrochen. Als Kind war mein größtes Problem wohl möglich die Schule. Der ganze Stress, das Lernen, die Lehrer und das gemeine Mobben unter den Schülern. Heutzutage würde ich darüber lachen, aber damals war es schon hart. In der Pubertät dann die erste große gescheiterte Liebe, wirklichen Ärger mit guten Freunden und Probleme mit den Eltern. Was gehört noch dazu? Geheimnisse vor sämtlichen Menschen haben, Lügen erfinden und sich zwischen besten Freunden oder Mädchen entscheiden müssen. Damals wurde ich in die Situationen hineingeworfen und wusste nicht damit umzugehen, heute würde ich die ganzen Dinge ganz anders angehen und souverän meistern. Und nun bin ich in dem Alter, wo ich über mich selbst damals gemeckert hätte. Heute ist es der Leistungsdruck, Geld verdienen, Verantwortung, Rechnungen bezahlen und irgendwie versuchen Freundschaften zu retten. Es hat sich theoretisch nichts verändert, nur die Schwerpunkte haben sich verlagert bzw. die Probleme haben sich eine neue Verkleidung gesucht. Vielleicht werde ich die heutigen Probleme in 20 Jahren besiegen und dann neue haben, aber eins ist sicher - egal ob man 14 oder 21 oder 46 ist, jeder hat Probleme. Nur weil man in einem anderen Lebensabschnitt ist, heißt es nicht, dass es Andere leichter haben.