Unantastbar
Die Würde des Menschen ist unantastbar. Dieser erste Satz des Grundgesetzes ist nicht verhandelbar. Er impliziert, dass jeder einzelne von uns etwas in sich trägt, dessen Einfluss von außen niemandem zusteht. Wir nennen es Würde, Integrität, Selbstwert oder Eigenverantwortung. Jeder von uns ist grundsätzlich und vor allem anderen gleich wertvoll.
Besonders in komplizierten Zeiten zeigt sich, wie ernst eine Demokratie diesen Grundsatz nimmt. Indem sie seine Bürger ernst nimmt. Durch Transparenz, Kritikfähigkeit, Augenhöhe, respektvolle Sprache, dem Zugestehen echter Wahlmöglichkeiten ohne konstruierte Konsequenzen und dem konstruktiven Eingestehen von Irrtümern würde eine Regierung den Bürgern den Respekt erweisen, der jedem Menschen von Natur aus zusteht. Subjekten, von denen jeder gleich wertvoll ist, und die sich ihre Würde nicht mit angepasstem Verhalten verdienen müssen. Sie ist unantastbar.
Einzig und allein derjenige, der diesem Grundsatz Taten folgen und seinem Gegenüber einen gleichwürdigen Umgang zuteil werden lässt, hat dessen Vertrauen, Wertschätzung und Kooperationsbereitschaft im Gegenzug verdient.











