#9: Cape Reigna und wie man gut zwei Wochen Sand mit sich rumschleppt. Und zwar überall.
Zwei Tage bei den Jungs am 90miles Beach war wirklich genug, also sind wir endlich zum Cape Reigna aufgebrochen. Endlich. Nachdem ich schon jedem davon erzählt hatte und wir immernoch nicht da waren. Supi Isa, suuupi. Egal jetzt. Also, wir sind endlich aufgebrochen und ans obere Ende Neuseelands gefahren. Und ich muss sagen, dieses End-of-the-world-feeling kommt wirklich von alleine. Wir haben uns zwar verfahren, bzw. sind einfach eiskalt am Campingplatz vorbeigefahren, aber dadruch sind wir einfach schnurstarks die Straße weiter, die direkt zum Cape führt entlangegekommen, also die Straße die beim Lichthouse(Leuchtturm) endet. Da wir aber eigentlich erst unseren Campingplatz-Platz beziehen wollten haben wir nach kurzem Umschauen wieder umgedreht und sind dann auf einer ziemlich kurvigen und ungemütlichen Gravel-Road zum Platz. Wie zu erwarten war, war der ziemlich voll und wir haben einen richtig tollen Platz gleich beim Klo. Nicht. Aber egal. Hauptsache wir sind angekommen, können essen und dann schlafen um morgen frisch-fröhlich zum Cape und dem Lighthouse aufbrechen zu können. Denkste Nachts, kurz nachdem Conny zum schlafen ins Auto kam hat es meega angefangen zu regnen und das die ganze Nacht durch. Mein Auto ist auch nicht unbedingt komplett dicht, aber es tropft nirgends und ich hoffe einfach, dass ich in der Karre nicht irgendwann ertrinkte. Der Regen hat dann den ganzen nächsten Tag angehalten und wir haben beschlossen einfach in den Autos zu bleiben. War auch ganz gut, weil ich Mittags irgendwann glaub ein bisschen Fieber hatte und dementsprechend den ganzen Tag fast nur geschlafen und im Auto gelegen hab. Der darauf folgende Tag, zum Glück, war dafür aber umso schöner und wir konnten endlich das Cape anschauen. Natürlich waren relativ viele Touristen unterwegs, aber das hat die Schönheit dieses Ortes um keinen Grad gemindert. Der Weg runter zum Leuchtturm war mit mega interessanten Informationstafeln beschildert, auf englisch und maori. So wurde dir z.B. auf einem erzählt, dass hier die Stelle ist an der im Glaube der Maori das weibliche Meer (die Tasmansee) und männliche Meer(pazifischer Ozean) sich in Liebe vereinen. Ziemlich cool. Außerdem gilt für die Maori das Cape Reigna sozusagen als Absprungschanze für die Toten, d.h. in deren Glauben beginnt dort die Totenreise. Nachdem wir das also bestaunt hatten, hatten wir noch einen halben Tag übrig und auf Flos Iniative hin sind wir Sand-surfen gewesen. Oben im Norden gibt es nämlich eine Region, in der riesige Sanddünen sozusagen wachsen. Und wenn ich riesig sage, meine ich das. Man fährt auf den Parkplatz, nachdem man sich irgendwo ein sogenanntes Sandboard ausgeliehen hat, und von jetzt auf nachher wechselt die Landschaft von Wald und grün zu absoluter Wüste. Und dann stiefelt man erstmal einen knapp 50 Meter hohen Sandberg hoch und rutscht ihn auf dem Bauch oder wie man eben möchte, wieder hinunter. Klingt halb so spannend wie es ist und 50 Meter schon eine ziemlich beeindruckende Höhe. Die Faulheit lebt, also bin ich das ganze nur dreimal hochgelaufen. Aber dafür hat es sich trotzdem gelohnt. Der Wind pustet dir den Sand in Ohren, Augen, Nase und sonst wohin, es ist heiß und trocken, der Berg viel zu hoch aber wenn man da runterrodelt wie im Winter den Berg, macht das so unglaublich viel Spaß! Trotz des ziemlichen Crash, den ich mit Flo hingelegt hab. (Es gibt Beweis-Videos... ziemlich... witzige.) Und da das Ganze aber auch nur eine drei-Stunden-Beschäftigung war sind wir danach gleich zum aktuellen Woofing-Platz und gleichzeitg Holidaypark von Conny gefahren. Da haben wir uns auch den Sonnenuntergang am Ninty-Miles-Beach angeschaut... auch wenn uns die Wolken die letzten 10 Min. einen ziemlich Strich durch, vor allem Flos und meine Pläne machten. Mir ist übrigens aufgefallen, dass es hier Tagsüber bis zu 24° und heißer sein kann und abends kühlt es ziemlich schnell auf bis zu 5° ab... ziemlich nervig eigentlich, weil man das im Auto ganz schön merkt und in unserem Fall eben auch abends am Strand, wo man zusätzlich auch noch ganz schön Wind abbekommt... aber trotzdem war es schön! Mein Gott... ich kling hier als würde ich mir 24/7 nur beschweren und das es schlecht ist :D dabei ist es wirklich so wunderschön hier! Ich vermiss das jetzt schon! Aber um das hier jetzt nicht noch weiter in die Länge zu ziehen: Am nächsten Tag haben wir mit Conny noch gefrühstückt und uns dann vollends getrennt. Ich bin nach Auckland aufgebrochen und Jana und Flo in Richtung 90-Miles Beach um darauf zu fahren.










