Geld, Geld, Geld
Einer der skurrilsten Orte, den ich jemals gesehen habe, ist der Money Market von Erbil, der Hauptstadt von Irak Kurdistan. Er wurde im Jahre 1992 nach dem Golfkrieg gegründet.
Jeder darf den Markt betreten. Bis auf ein paar Kameras gibt es kaum Sicherheitsmaßnahmen. Man schlendert an Vitrinen vorbei, die nur mit einem kleinen Schloss gesichert sind. In und auf den Vitrinen stapeln sich die Geldscheine. Und dabei handelt es sich nicht nur um Geldberge aus irakischen Dinar, türkischer Lira, oder iranischen Rial. Nein, bei näherer Betrachtung entdeckt man Stapel an 200 Euroscheinen, 500 Euroscheinen und 100 Dollarscheinen.
Es heißt auf diesen Markt liegen mehr als zwei Millionen Dollar einfach so ungesichert herum. Und wenn um 17 Uhr Feierabend gemacht wird, werden die Geldscheine gezählt, in den Vitrinen verstaut, mit dem kleinen Schlüssel abgeschlossen und nach Hause gegangen. Angst vor Diebstahl existiert nicht, denn der wird ausgeschlossen in Irak, Kurdistan.














