Grabes[stille]
Hunderttausend Seelen schlafen tief. Ruhen Tag und Nacht zusammen, Dort, wo Chaos nach den Toten rief, Steht mein schlagend Herz in Flammen .
Im Mondlicht und bei Sonnenstrahlen, Dicht umhüllt von Nebelschwaden, Liegen mit Gras bewachsene Graben, Nummeriert mit dreißig Zahlen.
Bald versank die Zeit in trübem Traum Als die Gräber ausgehoben, Quecksilber bedeckt gleich grauem Flaum, Den sonst grünen, nassen Boden.
Von Efeuranken, dickem Staub verdeckt, Gemeißelt in weißen Grabstein, Verheißt die Inschrift unentdeckt: Das hier, das soll dein Grab sein!
- Scherbengestalt










