Rezension: Halb so schlimm von Roxane Gay
Inhalt:
,,Halb so schlimm'' ist eine Sammlung von Essays über das Thema ,,Rape Culture''. Die sogenannte ,,Rape Culture'' beschreibt eine ,,Kultur'', in der gesellschaftliche Strukturen sexuelle Gewalt ermöglichen und fördern. Dabei spielen oft auch Täter-Opfer-Umkehr oder die Tabuisierung der sexuellen Gewalt eine Rolle.
Jeder Essay wird von einer anderen Autor*in geschrieben, wodurch sehr unterschiedliche Erfahrungen erzählt werden. Es geht unter anderem um gebrochenen Konsens, sexuelle Manipulation, Coping-Mechanismen, missbräuchliche Beziehungen / Familien/ Bildungseinrichtungen und um den Umgang von Polizei und Justiz mit sexueller Gewalt.
Meine Meinung: Nicht Empfehlenswert (1/5)
Obwohl das Thema sehr wichtig und aktuell ist, fand ich die Auswahl der Essays leider nicht gelungen. Alle Essays sind sehr persönlich und ohne politische/ gesellschaftliche Einordnung geschrieben. Dadurch konsumieren wir als Leser*innen tatsächlich 29 Geschichten, in denen in JEDER jemand vergewaltigt/ sexuell genötigt wird.
Manchmal hatte ich den Eindruck, dass das Buch eher eine Ansammlung an Tagebucheinträgen ist, als dass es über ,,Rape Culture'' aufklären sollte.
Zudem werden die Gewaltszenen größtenteils sehr ausführlich und bildlich beschrieben, ohne dass es vorher Triggerwarnungen gibt, was es schwierig macht, sich auf die Essays mental vorzubereiten.
Daher bekommt das Buch von mir leider nur 1 von 5 Sternen und ist nicht empfehlenswert.
Trotzdem könnte es für diejenigen interessant sein, die sich durch sehr persönliche und bildhafte Geschichten mit dem Thema „Rape Culture“ auseinandersetzen möchten.
Vielen Dank an das Bloggerportal & den btb-Verlag für das Rezensionsexemplar! :)
















