Samstag, 26. Mai 2018 im Naturerlebniszentrum HohneHof:
Der Harzklub e.V. machte es möglich: Natur zum Anfassen, Erleben, Kennenlernen, zum Mit- und Nachmachen, Spielen, Sehen, Hören, Genießen ... beim jährlich stattfindenden Naturschutztag - mit Verleihung des Naturschutzpreises (was wiederum die Hermann-Reddersen-Stiftung möglich machte).
Auch der Nationalpark Harz machte Lust auf Natur, nicht zuletzt mit seinen Juniorrangern.
Offizielle Eröffnung: Der Herr in Pink und Grün ist Dr. Oliver Junk, Präsident Harzklub e.V. (und Oberbürgermeister von Goslar, @oliver-junk), an seiner rechten Seite der Leiter des Nationalparks, Andreas Pusch und linkerhand der Hauptnaturschutzwart des Harzklubs, Michael Thätner. Der Herr mit der Sonnenbrille ist Volker Friedrich, Vorsitzender des Harzklub Zweigvereins Wernigerode und daselbst stellvertretender Oberbürgermeister.
Die Besucher/innen:
Heimische Pflanzen zum Anschauen, Erraten und Erschnuppern:
Der Kettensägen-Künstler Michael Sulies aus St. Andreasberg bei der Arbeit:
Die Jagdhörner rufen zur Jagd - die allerdings anschließend nicht auf dem Programm stand :
Die Gewinner des Naturschutzpreises:
Zum Abschied noch einen Blick auf das Harzer Rote Höhenvieh geworfen:
Lust auf den Harzklub. Das habe ich heute noch mehr als vor vier Jahren. So schnell vergeht die Zeit, möchte man sagen. Denn vor vier Jahren bin als Nachfolger von Michael Ermrich zum Präsidenten des Harzklubs gewählt worden. Verantwortung für über 12.500 Mitglieder in 88 Zweigvereinen. Heute bin ich in Wieda wiedergewählt worden, erneut für vier Jahre. Mir macht dieses Ehrenamt richtig viel Spaß.
Deutlich über 200 Mitglieder und Gäste waren heute anwesend und 194 Delegierte haben die 12.250 Mitglieder in 87 Zweigvereinen respräsentiert.
Die 192 JA-Stimmen und 2 Gegenstimmen geben mir kräftig Rückenwind für den eingeschlagenen Kurs. Denn der Harzklub wandelt sich und ich möchte diesen Traditionsverein weiter verändern.
Nicht bei unseren Themen und Inhalten, die sind stärker denn je. Umwelt- und Naturschutz gehört zu unseren Säulen, das Thema Heimat und zuletzt das Thema Wandern. Absolute Trend-Themen.
Die interessieren mich genauso wie das Thema Harz insgesamt. Denkt z. B. an die von mir initiierte EIN-HARZ Initiative. Aber der Harzklub verkauft seine Themen noch nicht jung und frisch genug. Ein verstaubtes Image haftet uns an. Und wir verlieren leider immer noch Mitglieder. 1,5 Prozent im Vorjahr – auf jetzt „nur“ noch 12.250 Mitglieder. Wir haben Luft nach oben!!!
Und ich weiß, dass wir keine Dinos sind. Vereinsmeierei ist nicht spießig und nicht überkommen. Natürlich sind heute junge Menschen anders als vor einer Generation. Mobiler, die Angebote sind breiter, werden immer attraktiver, sind zu vielfältig. Und natürlich bedeutet der wachsende Individualismus eine Veränderung für Vereine; Lebensweisen ändern sich. Die Lust an Bindung und Verpflichtung in Vereinen wird geringer. Der Stellenwert von Kindern und Familien ist größer geworden, Zeit wird lieber zu Hause als in Vereinen verbracht.
Fakt ist aber auch: Die Anzahl von Vereinen und Vereinsmitgliedern insgesamt steigt. Deutschland bleibt ein Land der Vereine. Heute gibt es um die 600.000 in Deutschland. Und unsere Motivation für den Harzklub ist groß: Wir wollen was tun für unsere Heimat, für unsere Dörfer und Städte, für unseren Harz. Und wir spüren, dass wir überall vor Ort wichtige Ansprechpartner für die Politik sind.
Es gibt absolut immer mehr Vereine, die Konkurrenz um die Mitglieder ist also groß, und Fakt ist auch, dass damit die traditionellen Männergesangsvereine, Schützenvereine und Wandervereine leiden. Aber: Unsere Themen stimmen, unser Auftritt stimmt. Wir haben es wirklich nicht mit einer Harzklub-Krise zu tun. Insbesondere das Thema Sport und Freizeitaktivitäten sowie das Engagement für Naturschutz zieht aktuell. Hier wäre die Frage nur schlüssig zu beantworten, wie wir das vielleicht stärker in den Vordergrund stellen können: Auftritt? Angebotsformen? Veränderung von Formaten?
Wir brauchen nicht nur Mitglieder, sondern auch Vorstände!
Eine Krise entsteht allerdings an anderer Stelle, ist sichtbar, macht mir Sorge. Obwohl wir also eine ungebrochene Vitalität des Vereinswesens feststellen können gibt es auch im Harzklub ein stärker werdendes Problem. Offenbar schrumpft die Zahl der Menschen, die einen Verantwortungsposten übernehmen. Der Zweigverein Benneckenstein löst sich auf, nicht weil es keine Mitglieder mehr gibt, sondern weil es keinen Vereinsvorstand mehr gibt. Allgemein gesagt: 1999 sahen sich noch 38 Prozent aller freiwillig Engagierten in einer verantwortlichen Rolle. Zehn Jahre später waren es nur noch 32 Prozent.
Die Bereitschaft, sich langfristig zu binden und „notfalls“ auch mal den Kopf hinzuhalten, nimmt also ab. Das ist natürlich fatal, denn Vereine brauchen nicht nur Fußballer, sondern auch Vorstände. Harzklubzweigvereine brauchen nicht nur Wanderer, sondern auch Wanderführer.
Der Harzklub ist attraktiv – immer noch und mehr denn je. Trotz aller Krisen und Probleme. Viele Zweigvereine haben Zulauf. Schwerpunkt unserer Arbeit muss bleiben: Wie gewinnen wir Mitglieder? Wie gewinnen wir Vorstandsmitglieder?
Ich sage herzlichen Dank für das Vertrauen! Ich sage Dank für die Ja-Stimmen. Der Harzklub bleibt mir Herzenssache.
12.02.2019, 17.00 Uhr : Der Harzklub hat seine im Jahr 2018 durchgeführte qualifizierte Befragung unter Wanderfreunden und -freundinnen im Harz ausgewertet und sieht in den Ergebnissen Bestätigung und Ansporn zugleich. Der Harz wird eindeutig als attraktive Wanderregion wahrgenommen, die im Vergleich mit anderen Regionen Deutschlands zahlreiche Pluspunkte zu bieten hat...
Jagdhornblasen, Birkenblattblasen, Jodeln oder Peitschenknallen: Im 1886 gegründeten Harzklub in Langelsheim wird Brauchtum gepflegt, wie Reporter Sven Tietzer erfährt.
Meine zweite Reise mit dem EcoBus führte mich nach Altenau in den Oberharz. Dort hatte ich einen beruflichen Termin im Zusammenhang mit dem Harzklub e.V.
Meine Wunsch-Abfahrtszeit konnte der EcoBus nicht erfüllen, also nahm ich, was ich kriegen konnte - und landete bereits 1 1/2 Stunden vor Beginn der Sitzung in Altenau. Wunderbar, so hatte ich ausreichend Zeit, den Ort und die Altenauer Bergwiesen zu erkunden. Bei herrlichem Wetter.
Die Rückfahrt hatte ich dieses Mal sicherheitshalber gleich im Zusammenhang mit der Hinfahrt gebucht. Hat dann auch fast gut geklappt. Ich wurde nur etwas unruhig, als der Bus zur angekündigten Zeit nicht kam. Leicht panisch organisierte ich mir dann lieber eine private Mitfahrgelegenheit. Die aber dann doch überflüssig wurde. Der EcoBus kam verspätet, aber er kam! Ist ja schließlich alles noch in der Erprobungsphase...