Mal wieder ein Rückblick...
... wenn ich sonst zu nichts komme, dann wenigstens 5 Minuten, um das vergangene Jahr mental abzuschließen.
Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen 2019 ist eine schizophrene Hexe, die gar nicht weiß, wen sie als nächstens in ihren Bann ziehen soll - gut oder schlecht? Freundlich oder böse?
Es gab viel Schönes, neue Menschen, die einem begegneten und für viel Freude gesorgt haben, verrückte Freunde, die mich zum Ylachen gebracht haben, neue Leben in den Armen halten zu können, war besonders, auch wenn ich selbst nur für kurze Zeit am Lebenswunder teilnehmen durfte. Musikalische Erlebnise für die ich dankbar bin, Schritte ins Ungewisse, die Mut gekostet haben, sich aber als richtig erwiesen haben. Selbstachtung ohne Rücksicht auf andere nicht zu verlieren. Helfen, ohne selbst in Not zu geraten, all das würde ich mir auch für 2020 wünschen.
Doch blicke ich zurück, muss ich mir selbst eingestehen, dass 2019 mir gezeigt hat, wie wenig man anderen vertrauen darf und kann. Wie wertlos vieles plötzlich wird, wenn es nicht mit Ehrlichkeit geschieht. Wir stecken in so vielen gesellschaftlichen Mühlen fest, dass es niemandem wundert, wenn man unter die Räder gerät: emotional, finanziell, mental. Am Boden zu liegen ist scheisse, aber aufzustehen ohne Ziel noch viel beschissener. Für 2020 geht der Kurs klar nach vorne. Ob das richtig ist?!
Seitdem mein Kompass fehlt, ist jede Fahrt eine Fahrt ins Ungewisse. Ich bin die letzte kleine Maus auf einem sinkenden Boot, die sich für einen Matrosen hält. Das weisse Fähnchen ist zerrissen und der Motivator ist der Gedanke, entweder weiter zu machen oder unter zu gehen. 2019 ließ mich Fata Morganas erkennen, so schön sie waren, so falsch waren sie auch. 2019 war ein Sternenkompass, den man plötzlich ausgeknipst hat, wenn es um die Routenfindung geht. 2019 war die Hoffnung, eine Insel zu erreichen, die gar nicht existiert- 2019 war ein blindes Herumrudern auf hoher See ohne Ruderschein. Aber lehrreich.
Ich wünsche mir für 2020 ein Rettungsboot oder zumindest ein Stück Land in Sicht. Möge es noch so weit entfernt sein.
Euch allen wünsche ich Sicherheit, Gedundheit, einen festen Rettingsanker und einen steten Wind voraus.
In diesem Sinne: Stay plüschig!
















