Widerstand sei nötig gegen die, die pöbeln und agitieren, schreibt Martina Fietz auf focus.de.
Im Internet zeige sich eine Hemmungslosigkeit und Skrupellosigkeit, die fassungslos mache. Jeder Anstand scheine verloren.
“Natürlich sind Hetze und Aggression so alt wie die Menschheit. Mit Hilfe der neuen Kommunikationswege aber sind sie spielend hunderttausendfach geteilt, finden sie in Windeseile Zustimmung und schaffen eine Stimmung voller Konfrontation. Und das alles, ohne dass irgendeiner die eigenen vier Wände verlassen müsste. Gleichgesinnte muss man nicht suchen oder gar pflegen. Sie werden frei Haus geliefert, ohne dass sich die wahren Beweggründe jedes einzelnen ergründen ließen. Masse macht nicht nur gemein, sondern auch stark. Anonyme Masse verhilft offenkundig zu einem Machtpotential, an das die, die sich daran ergötzen, im wirklichen Leben nicht denken können.”
Das Phänomen an sich sei besorgniserregend. Fietz stellt die Frage, ob es auf eine Destabilisierung des gesellschaftlichen Zusammenhalts angelegt sei.
Es bleibe nur die Hoffnung, dass die Zahl der mündigen Bürger, die sich breit informiere und die Seriosität von Nachrichten einzuschätzen wisse, nicht zu sehr schrumpfe, angesichts einer sich immer breiter auffächernden Informationslandschaft und der Tendenz, zunehmend solche Quellen zu nutzen, die den eigenen Standpunkt bedienen.
“Der Gesetzgeber mag sich Maßnahmen ausdenken, um die Betreiber von Internetplattformen zu verpflichten, so genannte Fake News zu löschen.”
Das sei aber kein einfaches Unterfangen, wie die Beharrungskräfte globaler Unternehmen wie Facebook zeigten.
Es werde also darauf ankommen, denjenigen, die am lautesten pöbeln und am dreistesten agitieren, Paroli zu bieten:
“Es gilt, die Demokratie zu verteidigen.”
Quelle: focus.de
Was Martina Fietz in ihrem Artikel leider nicht bietet sind konkrete Vorschläge, wie dieses Paroli bieten aussehen könnte. Nötig wäre hierzu meines Erachtens die Vernetzung von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, die dazu eine Strategie entwickeln würden.
Und ja: Drohungen und Hassmails zielen auf die Destabilisierung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.










