Aufsteiger bangt vor dem Spiel bei Topteam Bamberg gleich um vier wichtige Spieler. Towers-Coach Taylor reagiert auf seine Art.
Basketball-Bundesligist Hamburg Towers bangt vor dem Punktspiel beim neunmaligen deutschen Meister Brose Bamberg am Dienstag (19.00 Uhr) um den Einsatz mehrere erkälteter Spieler. Das Mitwirken von Heiko Schaffartzik, Justus Hollatz, Jannik Freese und Prince Ibeh beim Tabellenachten ist fraglich.
Trainer Mike Taylor gibt sich dennoch zuversichtlich: "Es ist großartig, dass bald das nächste Spiel ansteht. Das bietet uns direkt die Gelegenheit, die neuerliche knappe Niederlage abzuhaken und endlich wieder zu gewinnen“, sagte der US-Amerikaner im Rückblick auf das umkämpfte 92:98 im Heimspiel am vergangenen Sonnabend gegen Ludwigsburg.
Towers müssen zweitbeste Verteidigung knacken
"Natürlich könnten wir unserer Frustration nach diesem Spiel freien Lauf lassen. Ich habe die Jungs allerdings ermutigt, den Fortschritt zu betrachten, den wir seit Wochen machen“, ergänzte Taylor. "Wir waren erneut in der Situation, ein Match für uns zu entscheiden. Nun müssen wir lediglich lernen, einen Vorsprung über die Zeit zu bringen."
Allerdings verfügen die Gastgeber aus Bamberg, die das Hinrundenspiel in der Hansestadt mit 89:59 für sich entschieden hatten, aktuell über die zweitbeste Verteidigung der Liga und sind zudem stärkstes Rebounding-Team der Liga. Die Towers liegen dagegen in Sachen Punktausbeute auf dem vorletzten Rang.
Heiko Schaffartzik von den Hamburg Towers spricht über spielerische Fortschritte, Heimschwäche, Teambuilding und das Niveau der BBL.
Heiko Schaffartzik (36) erzielte in 14 Spielen für die Hamburg Towers 169 Punkte, verwandelte 36 von 39 Freiwürfen und jeden dritten Dreipunktewurf.
Heiko Schaffartzik hat im Lokal „Vollmundig“ an der Wilhelmsburger Veringstraße einen Ecktisch reserviert. Die Wirtin kennt den Profi der Hamburg Towers bereits, „ein netter Typ“. Er bestelle meist einen doppelten Espresso, manchmal dazu einen Cheesecake mit Erdbeersoße, erzählt sie. Diesmal sind es drei Spiegeleier mit Brötchen. „Ich achte nicht speziell auf meine Ernährung“, sagt der 36-Jährige, „mein Körper gibt mir das Signal, was er braucht, und das bestelle ich dann.“
Nicht ganz so entspannt sieht der ehemalige Basketball-Nationalspieler (115 Einsätze), der mit Alba Berlin und Bayern München deutscher Meister wurde, die Lage der Towers. „Wir haben einiges erreicht, aber noch einen weiten Weg vor uns bis zum Klassenerhalt“, sagt Schaffartzik im Gespräch mit dem Abendblatt.
Herr Schaffartzik, wo stehen die Towers nach 14 von 32 Bundesligaspielen in ihrem sportlichen Entwicklungsprozess?
Heiko Schaffartzik: Wir haben gut die Hälfte des Weges geschafft, haben uns in vielen Bereichen verbessert, haben das Bundesliganiveau inzwischen adaptiert, wie zuletzt das Spiel bei den heimstarken Oldenburgern (79:91, die Red.) bewiesen hat. Diese Begegnung hätten wir am Anfang der Saison noch mit 40 Punkten Differenz verloren, jetzt lagen wir fünf Minuten vor Schluss sogar mit einem Punkt in Führung. Der nächste Schritt wäre nun, dieses Momentum auch zu nutzen und zu gewinnen. Wie gesagt, rund 50 Prozent unseres Potenzials liegen noch brach.
Waren Sie überrascht, wie schwer sich die Mannschaft am Saisonanfang tat?
Schaffartzik: Das hatte ich in dieser Form nicht gedacht. Ich hatte ja zuletzt 2005/2006 in Nürnberg bei einem Bundesliga-Aufsteiger gespielt, hatte deshalb gar keine konkreten Vorstellungen, was mich hier erwartet.
Von Ihnen wurde sehr viel erwartet. Sie sollten das Spiel lenken, Körbe werfen, die des Gegners verhindern. Waren Sie anfangs mit der Fülle der Ihnen zugewiesenen Aufgaben überfordert?
Schaffartzik: Vieles war auf meine Person fokussiert, vielleicht zu viel. Wenn man als Spielmacher den Ball führt, gleichzeitig den Spielzug ansagen und darauf achten muss, wo die Mitspieler gerade hinlaufen, dann notfalls auch noch den Korb werfen soll, ist das schon eine sehr komplexe Anforderung – und das in einem Team, das sich noch nicht gefunden hatte. Das war nicht optimal. Mit Jorge Gutiérrez haben wir einen kreativen Spielmacher nachverpflichtet, der nicht nur mich entlastet, mir aber die Chance eröffnet, aus besseren Positionen Würfe zu nehmen.
Die Trefferquote des gesamten Teams ist zuletzt aus allen Distanzen besser geworden.
Schaffartzik: Weil der Ball jetzt im Angriff besser zirkuliert, sich niemand mehr gezwungen fühlt, aus irgendeiner suboptimalen Position zu werfen. Weil inzwischen jeder weiß, dass der Ball zu ihm zurückkommt, wenn er eine optimale Wurfposition findet. Das hat viel Hektik aus unserem Spiel genommen, alle sind ein Stück ruhiger geworden, was der Qualität der Würfe sichtlich zugutekommt.
Sie sagten neulich, vieles sei in der Mannschaft und im Umfeld besser geworden. Sie würden sich jetzt jeden Tag aufs Training freuen. Was ist passiert?
Schaffartzik: Mir macht es großen Spaß, Basketball zu spielen. Dieser Spaß drohte verloren zu gehen. Die Chemie im Team stimmte nicht. Jetzt stimmt sie.
Hat das auch mit Personalentscheidungen zu tun? Der Vertrag mit Marshawn Powell wurde Anfang Dezember aufgelöst.
Schaffartzik: Sie werden von mir keine Namen hören.
Was hat Trainer Mike Taylor in den vergangenen Wochen im Training geändert?
Schaffartzik: Er trainiert weniger (lacht).
Sportchef Marvin Willoughby beklagte noch im November die fehlende Hierarchie im Team. Existiert die jetzt?
Schaffartzik: Die gab es auch schon früher, zumindest habe ich das intern so wahrgenommen. Von außen betrachtet mag das einen anderen Eindruck hinterlassen haben.
Braucht eine Mannschaft überhaupt eine klare Hackordnung? Unternehmen setzen heute auf flache Hierarchien.
Schaffartzik: Im Mannschaftssport müssen Entscheidungen in Echtzeit getroffen werden, da erübrigt sich in diesem Moment jede Diskussion. In Unternehmen hat man dafür in der Regel von 9 bis 17 Uhr Zeit. Das heißt nicht, dass die Meinungen der anderen im Team nicht gefragt sind, dafür sind dann Mannschaftssitzungen da. Auf dem Spielfeld muss es aber klare Ansagen geben.
Warum fällt es der Mannschaft bisher leichter, auswärts zu gewinnen?
Schaffartzik: Auswärts herrscht weit weniger Ablenkung. Da gibt es keine Zeit, sich über andere Dinge als über Basketball den Kopf zu zerbrechen. Zu Hause kommen Freunde, die Familie zu den Spielen, man will die Fans nicht enttäuschen. Es ist psychologisch eine ganz andere, schwierigere Ausgangsposition. Aber wir nähern uns ja dem ersten Heimsieg. Gegen Rasta Vechta sind wir erstmals zu Hause mit einer Führung ins letzte Viertel gegangen.
In der nordamerikanischen Profiliga NBA geht der Trend zum Dreipunktewurf, in der Bundesliga auch?
Schaffartzik: Es geht in diese Richtung. Mathematisch gesehen ergibt es mehr Sinn, Dreipunktewürfe zu versuchen. Man muss nur 40 Prozent treffen, dagegen 60 Prozent aus der Nahdistanz, um auf dieselbe Punktzahl zu kommen. Zudem ist mancher Zweipunktewurf technisch viel anspruchsvoller als ein Dreier.
Die Entwicklung dürfte Sie als Dreierspezialist freuen.
Schaffartzik: Andererseits droht jetzt, dass ich von der gegnerischen Mannschaft besser verteidigt werde. Aber das eröffnet wiederum mir die Möglichkeit, meine Mitspieler in günstigere Positionen zu bringen.
Wo stehen die Hamburg Towers als Verein organisatorisch im Vergleich zu den Bundesliga-Spitzenteams Alba Berlin und FC Bayern München?
Schaffartzik: Ich kenne keine genauen Etatzahlen. Wenn ich aber höre, dass bei den Bayern 50 Leute auf der Geschäftsstelle arbeiten, bei den Towers nur viereinhalb, sind das schon andere Dimensionen.
Was sollten die nächsten Entwicklungsschritte der Towers sein?
Schaffartzik: Bei den Bayern zum Beispiel sind zwei Physiotherapeuten fest angestellt, die vor, während und nach dem Training den Spielern zur Verfügung stehen, die sofort eingreifen können, wenn etwas passiert. Bei vielen kleineren Blessuren hilft eine schnelle Erstversorgung immens. Die Towers haben derzeit niemanden, der regelmäßig beim Training vor Ort ist, auch wenn die medizinische Betreuung im Allgemeinen gut ist. Und im Gegensatz zu anderen Vereinen gibt es bei den Hamburg Towers keinen Sportdirektor. Vielleicht könnte man ja prüfen, ob das eventuell sinnvoll wäre.
Welche Fehler sollten in den nächsten Jahren tunlichst vermieden werden?
Schaffartzik: Sich frühzeitig an Alba Berlin oder den Bayern zu orientieren wäre fatal. Erst einmal muss der Klassenerhalt geschafft werden, dann darf man anfangen, über die nächsten Schritte nachzudenken.
Haben die Towers das Potenzial, sich mittelfristig in der Bundesliga zu etablieren?
Schaffartzik: Wenn in dieser Saison die Klasse gehalten wird, selbstverständlich ja! Das erste Jahr nach dem Aufstieg ist immer das schwerste, gerade für einen so jungen Verein wie die Towers. Im Falle des Abstiegs dann umgehend den Wiederaufstieg zu schaffen wäre eine ungeheure Kraftanstrengung, die viele Ressourcen bindet.
Würden Sie im Falle des Klassenerhalts Ihren Vertrag verlängern?
Schaffartzik: Dazu äußere ich mich, wenn es so weit ist.
2020 wollte die BBL die beste Liga Europas sein. Wo steht die Bundesliga heute im Vergleich zu den momentanen Topligen in Spanien, Italien oder der Türkei?
Schaffartzik: Das A und O für die Popularisierung einer Sportart bleibt ihre verlässliche Fernsehpräsenz, dass man beim Zappen auch mal zufällig bei einem Basketballspiel hängen bleiben kann. Magentasport als BBL-TV-Partner beweist hohe Kompetenz, die Übertragungen werden aber nur vom ohnehin basketballinteressierten Publikum genutzt. Um neue Zuschauer für unseren Sport zu interessieren, muss Basketball medial wesentlich breiter aufgestellt sein. Nur dann hat die BBL die Chance, die wirtschaftliche Lücke zu den Topligen zu schließen.
In welchen Bereichen ist die BBL schon top?
Schaffartzik: Die Hallen, deren Ausstattung sind erstklassig, die Zuschauerresonanz, die Stimmung vor Ort ebenso. Die Gehälter werden pünktlich bezahlt, das ist anderswo keine Selbstverständlichkeit. Die strukturellen Voraussetzungen stimmen in der BBL.
Sie haben sich nach einem Jahr Spielpause entschieden, Ihre Karriere fortzusetzen. Was waren die Gründe?
Schaffartzik: Es gab nur einen: Ich hatte immer noch großen Spaß am Basketball.
Wie schwer fiel Ihnen der Wiedereinstieg?
Schaffartzik: Ich habe nach meiner Knieverletzung (Innenbandanriss, die Red.), die erste etwas größere Verletzung in meiner Karriere, dieses eine Jahr Pause gebraucht – vom Kopf und vom Körper her. Ich habe sportlich in dieser Zeit wenig gemacht, aber ich hatte offenbar noch so viel Substanz, dass die Quälerei sich beim Wiedereinstieg in Grenzen hielt.
Sie haben als ältester Spieler der Towers fast immer die meiste Spielzeit, und das auf in Angriff und Abwehr sehr laufintensiven Positionen. Wie steuern Sie und Ihr Trainer Taylor Ihre Belastung und Regeneration?
Schaffartzik: Ich mache grundsätzlich das komplette Training mit. Wenn ich mal eine Auszeit brauche, darf ich sie mir nehmen.
Welche Pläne haben Sie für die Zeit nach Ihrer sportlichen Karriere?
Schaffartzik: Ich schreibe sehr gern, könnte mir vorstellen, als Schauspieler zu arbeiten oder in die Filmwelt einzusteigen.
Worüber schreiben Sie?
Schaffartzik: Das sind oft Fiktionen, Gedanken, die ich im Kopf habe, die ich versuche, in eine Realität zu übertragen. Das fasziniert mich. Daraus entsteht eine Story, eine Art Drehbuch.
Haben Sie Ihre Geschichten schon mal bei Verlagen vorgelegt?
Schaffartzik: Ich habe sie bisher nur Freunden zu lesen gegeben.
Und: Wie fanden die Ihre Geschichten?
Schaffartzik: Witzig.
Wie erleben Sie Hamburg?
Schaffartzik: Eine schöne Stadt. Die Topografie gefällt mir, die Architektur. Es gibt interessante Plätze zum Verweilen, gute Restaurants, eine breite Palette attraktiver Freizeitangebote.
Können Sie sich vorstellen, länger in Hamburg zu bleiben?
Schaffartzik: Ich kann mir vieles vorstellen, doch jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt, darüber zu reden oder zu entscheiden.
Die nächsten Spiele der Hamburg Towers: Sonntag, 19. Januar, 15 Uhr, in Crailsheim; Sonnabend, 25. Januar, 20.30 Uhr, edel-optics.de Arena, gegen Würzburg. Für diese Begegnung gibt es nur noch Stehplätze. Sonnabend, 8. Februar, 20.30 Uhr, edel-optics.de Arena, gegen Ludwigsburg. Für dieses Spiel gibt es derzeit keine Karten mehr. Das Gästekontingent (300 Tickets) ist aber noch nicht ausgeschöpft. Für das Spiel gegen Meister FC Bayern München am 26. April in der Barclaycard Arena sind bereits 8.500 von 13.000 möglichen Eintrittskarten verkauft worden.
Die Hamburg Towers soll er zum Klassenerhalt in der Basketball-Bundesliga führen: Heiko Schaffartzik. Der 35-Jährige ist ein Star seiner Zunft, doch er polarisiert auch.
Erfolgreich und eigen: Heiko Schaffartzik.
Er ist der erfolgreichste Basketballspieler, der jemals das Trikot der Hamburg Towers getragen hat: Heiko Schaffartzik. Der 35-Jährige hat mehr als 400 Bundesliga-Partien bestritten, 115 Länderspiele für die deutsche Nationalmannschaft absolviert, Meisterschaften und Pokale gewonnen. Der Bundesliga-Aufsteiger holte ihn vor dieser Saison, um Verantwortung zu übernehmen und den Klassenerhalt zu sichern. Ein ambitioniertes Ziel, das aktuell noch weit weg ist: Nur eins der ersten sechs Spiele konnten die Towers gewinnen. Schaffartzik weiß, dass sich die junge Mannschaft in einem Entwicklungsprozess befindet. "Es hapert bei uns noch an fast allen Dingen. Man kann aber schon Verbesserungen sehen", sagte der Spielmacher.
Willoughby: Manche sehen ihn kritisch
"Heiko ist ein sehr erfahrener Spieler. Er bringt viel Energie in unsere Mannschaft und ist ein absoluter Schlüsselspieler", lobt Trainer Mike Taylor den Routinier, der allerdings nicht nur Führungsspieler und Leistungsträger ist, sondern auch eine polarisierende Persönlichkeit besitzt. So provoziert er gerne das gegnerische Publikum. "Er hat eine bewegte Karriere mit Hochs und Tiefs gehabt", meint Towers-Geschäftsführer und Sportdirektor Marvin Willoughby: "Manchmal kam er mit seiner Art sehr gut an. Es gibt aber auch Leute, die nicht gut auf ihn zu sprechen sind und ihn kritisch sehen."
Den Blutkrebs als Teenager besiegt
Schaffartziks Leben glich häufig einer Achterbahnfahrt. Mit 13 Jahren war er an Leukämie erkrankt und musste für einige Zeit mit dem Basketball pausieren. Er besiegte den Blutkrebs und wurde einer der besten Spieler des Landes. Mit Alba Berlin und Bayern München holte er Meistertitel und Pokal. Frei von Skandalen war seine Karriere nicht. Im Dezember 2015, als er in Frankreich spielte, irrte er nach einer Niederlage alkoholisiert in der falschen Etage seines Mietshauses herum und legte sich in der Wohnung eines Paares schlafen, das die Haustür nicht abgesperrt hatte. Am nächsten Morgen entdeckte das Pärchen den auf dem Sofa schlafenden Schaffartzik und rief die Polizei. "Was ich getan habe, ist wirklich nicht gut", entschuldigt sich der Profi.
Willenskraft in die richtigen Bahnen lenken
Eigentlich hatte der gebürtige Berliner geplant, in der spanischen ACB, der vielleicht besten nationalen Liga Europas, seine Karriere zu beenden. Im Sommer 2018 hatte er bereits einen Vertrag bei Basket Saragossa unterschrieben, zog sich aber in der Vorbereitung darauf eine schwere Knieverletzung zu. Weil er keine Lust auf Reha hatte, machte er ein Jahr Pause. "Ich wollte herausfinden, wer ich überhaupt bin, wenn ich kein Basketballprofi bin", sagte er.
Nach einem Jahr Auszeit entschloss er sich zur Rückkehr in den Basketball und unterschrieb bei den Towers einen Einjahresvertrag. An seinen sportlichen Qualitäten bestehen laut Willoughby trotz der einjährigen Auszeit keine Zweifel: "Er hat viel Talent und ist ein guter Werfer, aber was ihn vor allem auszeichnet, ist seine Willenskraft. Wenn er das in die richtige Richtung lenkt, ist er der Anführer, der Leute dazu bringt, sich aufzuopfern."
Knapp 37 Minuten! So viel musste Towers-Star Heiko Schaffartzik zuletzt in Frankfurt (78:83) abreißen. Das soll sich nicht wiederholen.
36 Minuten und 58 Sekunden! So viel Spielzeit musste Towers-Star Heiko Schaffartzik (35) vor einer Woche in Frankfurt (78:83) abreißen. Reichlich viel – besonders für einen Basketball-Veteranen...
Konsequenz: Dem Spielmacher unterlief 34 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit ein teurer Ball-Verlust. Frankfurt erzwang die Verlängerung. Trainer Mike Taylor übernimmt die Verantwortung: „Wir haben Heiko früh in der Partie zu viel eingesetzt.“
Vorm zweiten Heimspiel Samstag gegen die Übermacht aus Bamberg (20.30 Uhr, Magenta Sport) gesteht der Aufstiegs-Held: „Ich muss besser mit Heikos Kräften haushalten. Wir müssen ihn ein wenig frischer halten.“
Der alte Hase Schaffartzik macht heute sein 400. BBL-Spiel. In der ewigen Bestenliste steht er damit auf Platz 16 (Nr.1 ist Bayern-Profi Alex King/560). In der Liste der Dreier-Schützen ist Schaffartzik (639 Treffer) sogar Vierter.
Taylor: „Heiko ist wirklich ein erfahrener Spieler, der positiven Einfluss auf unser Team hat – auf unterschiedliche Weise.“