1440 342 in Weiterstadt am 21.01.2026
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1440 342 in Weiterstadt am 21.01.2026
648 013 bei Nörten-Hardenberg am 13.05.2025
2648 009 in Zell-Romrod am 11.03.2025
2648 009 bei Zell-Romrod am 11.03.2025
1622 015 bei Grünberg-Lehnheim am 12.03.2025
Es ist jetzt kurz vor 10:00 Uhr, und wir sind pünktlich in Siegen in einem proppenvollen RE 99 losgefahren. Das ist ein Zug der Hessenbahn, der einen ziemlich undurchsichtigen Aufbau hat. Ich hoffe, meinem Rad, das fünf Meter entfernt von mir in einer unübersichtlichen Menschenmenge steht, geschieht nichts. Aktuell kann ich nur darauf vertrauen, denn dorthin bewegen kann ich mich definitiv nicht. In Siegen hatte ich knapp eine Stunde Aufenthalt, den ich dazu genutzt habe, Rad zu fahren. Ich habe auf Komoot einen Weg zur Sieg recherchiert und auch gefunden. Der war aber – wie aktuell gefühlt alle attraktiven Radwege – wegen Bauarbeiten gesperrt. Die Umleitung erhob zwar den Anspruch, ausgeschildert zu sein, aber so richtig gut zu finden war sie nun nicht, sodass ich bei der Suche doch einiges an Zeit verlor. Dann fuhr ich erst einmal unter einem ziemlich gigantischen Brückenbauwerk durch – das war zwar interessant, aber nicht wirklich schön. Nach etwas über vier Kilometern drehte ich um und fuhr mit ein paar Schlenkern zurück. Die Fahrt diente auch dazu, mein Zweithandy als Video- und Fotokamera zu testen. Bei aller Liebe – mit der OSMO war ich am Ende doch nicht mehr so zufrieden, und außerdem finde ich sie aktuell nicht. Also baute ich gestern den Rennlenker-Vorbau an meinem Bullen ab und eine zweite Handyhalterung an. Darin kann ich das Xiaomi senkrecht anbringen und dann Hochkant-Videos und -Fotos aufnehmen. Das hat auch erst einmal gut funktioniert. Die Fotos in diesem Beitrag stammen aus diesen Aufnahmen. Ein paar Worte zu diesem Zug: Es ist einer der Hessenbahn – klar, wir fahren ja in die hessische Metropole Frankfurt, und Siegen liegt ja auch in der Nähe der hessischen Grenze. Er ist in allen Belangen ungemütlich. Seine Radabteile sind mickrig. Es gibt Sitzplätze in der Nähe der Räder, aber dort gibt es keine Ablagemöglichkeit für Taschen und Gepäck. Das ist schlecht, denn aus Platzgründen nehme ich meine Taschen immer vom Rad ab. Dann ist es aber blöd, wenn ich sie nicht ablegen kann. Also ging ich ein paar Meter weiter, wo es Ablagemöglichkeiten gibt. Dort gibt es aber keinen Strom, was ich in einem solchen Zug für eine Frechheit halte. WLAN gibt es natürlich auch nicht. Und die beiden (!) Toiletten in dem vollkommen überlasteten Zug sind außer Betrieb. Echt jetzt? Liebe Hessenbahn: Professionalisiert euch – da sind ja sogar die Züge der Deutschen Bahn besser. Ich merke, wie mich das beim Schreiben beeinflusst. Ich denke nämlich gerade gar nicht so viel an den eigentlichen Inhalt, sondern eher daran, wie ich diesen Text online bekomme. Gerade ist er ja noch im Entstehen, d. h. ich schreibe ihn handschriftlich mit dem Apple Pencil in der App Nebo auf dem iPad. Das Umwandeln in Maschinenschrift gleich dürfte auf dem iPad ablaufen und damit unkritisch sein. Meistens bitte ich meinen guten Freund Tschädd Tschipidi, Rechtschreib- und Grammatikfehler zu beheben. Das wird glatt nicht so einfach, denn dazu brauche ich Internet. Das habe ich auf dem Tablet – das nicht über eine entsprechende Mobilfunkfunktion verfügt – leider nicht. Also müsste ich den Hotspot des iPhones nutzen, was aber vermutlich Strom kosten würde, was ich wiederum aufgrund der fehlenden Lademöglichkeit scheue. Wird schon gehen – noch schreibe ich ja. Zurück zur Reise. Gerade waren wir in Wetzlar. Keine richtige Ahnung, ob pünktlich, denn mein Handy ist in meiner Hosentasche verstaut, und ich komme gerade nicht gut ran. Ist auch nicht sooo wichtig, denn auch in Frankfurt habe ich viel Aufenthalt und erreiche den Anschlusszug ziemlich sicher (ja, ich weiß, dass ich so etwas nicht wirklich schreiben sollte…). Und prompt bleiben wir irgendwo in der Pampa stehen. Einige meiner Mitfahrenden werden etwas nervös, aber schon geht es weiter. Das bringt mich zurück zum ungemütlichen Zug. Auch die Fahrgastinformationen sind absolut unzureichend. Gerade kommt die Durchsage, dass wir gleich in Gießen sind und dort eine Zugvereinigung erleben werden. Ich bin gespannt, ob es dort etwas leer...
Im RE 5 von Koblenz nach Köln Umsonst, kostenlos, unentgeltlich, vergebens. Fast gleichbedeutende Begriffe, aber eben auch nur fast. Aber ich will mal nicht so spitzfindig sein und Euch überlassen, das Folgende richtig zu deuten. Also, am Wochenende, Samstag und Sonntag, war ich auf der EUROBIKE in Frankfurt, der sicher größten und bedeutendsten Fahrradmesse Deutschlands, wenn nicht Europas. Ich hatte mich natürlich dazu entschlossen, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Messe zu fahren. Frankfurt ist natürlich von Köln aus schnell und gut mit dem Fernverkehr der Deutschen Bahn zu erreichen, aber ich habe ja das Deutschlandticket als Jobticket. Deswegen hatte ich im Vorfeld geschaut, ob es auch eine akzeptable Verbindung im Nahverkehr gibt. Und es gibt. Am Samstag hin fuhr ich mit der S-Bahn in Horrem kurz vor sechs Uhr los, nahm in Köln den RE9 nach Siegen und stieg dort in einen RE der Hessenbahn nach Frankfurt um. Die Umstiegszeit betrug nur 4 Minuten und ich hatte schon ein wenig Schiss, dass das nicht funktioniert. Tat es aber. Am Hauptbahnhof in Frankfurt fahren dann in schneller Abfolge S-Bahnen zur Messe, so dass ich zu meiner geplanten Zeit gegen 10:00 in die Messe eincheckte. Das tat ich mit meiner Presseakkreditierung als Blogger, die ich im Vorfeld schon beantragt hatte. Das konnte man auf der Homepage ML der EUROBIKE tun. Nach einer kurzen Überprüfung wurde meine Akkreditierung akzeptiert. Das führte dazu, dass ich am Presseschalter der Messe einen Pressepass für die Messe bekam, der mich zum Zutritt zur Messe berechtigte. Also ohne Eintritt in die Messe. Die Währung ist Berichterstattung. Dem bin ich auf Instagram und natürlich hier nachgekommen. Wie gut, müsst Ihr entscheiden. Die Rückfahrt dann wieder im Nahverkehr. S-Bahn zum Hauptbahnhof Frankfurt, von dort RE nach Koblenz. Der fuhr etwas Verspätung ein, aber den anschließenden RE5 in Richtung Köln erreichte ich ohne Probleme. Und auch die S-Bahn nach Horrem in Köln. Lief alles mehr oder weniger wie geplant. Und hat keinen Pfennig (zusätzlich) gekostet. Vielleicht ist gratis das richtige Wort. Entscheidet selbst.