Um Freude empfinden zu können, braucht es die Trauer. Um die Gesundheit schĂ€tzen zu können, braucht es die Krankheit. Um zu wissen, was ein gutes Rezept ist, braucht es dumme Rezepte. Oder? Inwiefern muss ich wissen, dass es Leute gibt, die Kobe-Rind mit BlattgoldblĂ€ttchen verzieren, um zu erkennen, dass Schoko- und Vanillepudding gemeinsam zu servieren nicht wirklich ein Rezept ist. Vor allem da das erste Löffelniederfahren die ganze âHinguckereiâ instant zerstört. Und natĂŒrlich wird dieser Pudding, gehalten in einer zeitlosen Altes-Eis-Optik, nicht schlecht schmecken, es ist immerhin Pudding, es ist also Zucker. Aber dennoch mĂŒssen die zwei letzten SĂ€tze des Rezeptes als grobe SelbstĂŒberschĂ€tzung gekennzeichnet werden: âDas Ganze kann man natĂŒrlich auch mit anderen Cremes machen, die unterschiedliche Farben haben. Pfirsich- und Erdbeer- z.B. oder Ananas- und Kiwi-. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.â Wenn das diese grenzenlose Phantasie ist, von der immer alle reden, dann gute Nacht, KreativitĂ€t. Um aber wieder auf Ying-Yang Ă€hnliche KalendersprĂŒche zurĂŒckzukommen: Ein Teller ist immer dann am nĂŒtzlichsten, wenn er leer ist. Und ich in diesem Fall am glĂŒcklichsten. Guten Hunger (Leonie, wenn du etwas liebst, lass es frei. Kommt es zu dir zurĂŒck, dann sperr es in einen Keller ein, damit es nie wieder rauskommt)!














